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Sie bilden die neue Doppelspitze beim Stadtjugendring Lüneburg: Marie Frenkel (l.) und Julia Radoske. Foto: t&w
Sie bilden die neue Doppelspitze beim Stadtjugendring Lüneburg: Marie Frenkel (l.) und Julia Radoske. Foto: t&w

„Ergänzen uns perfekt“ – Stadtjugendring hat mit Marie Frenkel und Julia Radoske neue Doppelspitze

us Lüneburg. Bislang waren es zwei Männer, nun haben zwei Frauen die Spitze des Stadtjugendrings Lüneburg erklommen. Jetzt wurden Marie Frenkel und Julia Radoske von der Mitgliederversammlung des Vereins zu den beiden neuen Vorsitzenden gewählt. Gemeinsam treten sie die Nachfolge von Janis Gerling und Björn Adam an, die beide vier Jahre lang den Vorsitz innehatten. Ins Amt gedrängt worden seien sie nicht, die beiden jungen Damen — und das klingt aus ihrem Mund durchaus überzeugend — hätten ihre neue Aufgabe im Stadtjugendring Lüneburg gern übernommen, und zwar mehr aus innerer Überzeugung denn aus reiner Pflichterfüllung.

„Ich kenne Janis und Björn persönlich und fand deren Arbeit immer schon spannend“, sagt Marie Frenkel. Als die Wahl des neuen Vorsitzenden-Duos anstand, habe sie nicht lange gezögert und sich aufstellen lassen. Mit dem SJR, wie der Stadtjugendring von Insidern gern genannt wird, ist die gebürtige Hamburgerin seit Beginn dieses Jahres durch ihre Arbeit in der Leuphana-AG „KomplizenCoaching“ verbunden — eine studentische Initiative, die dem SJR nahesteht und die Partizipation von Jugendlichen zum Ziel hat. Auch habe es zeitlich gerade gut gepasst, denn die Studentin der Umweltwissenschaften hat jüngst ihre Bachelor-Arbeit abgegeben. „Ich sehe das als Phase der beruflichen Orientierung“, sagt die Wahl-Lüneburgerin.

Auch für Julia Radoske ist der SJR kein Neuland. Als langjähriges Mitglied der Matthäus-Gemeinde und des CVJM Lüneburg, beides Verbandsmitglieder des rund 50 Vereine und Organisationen umfassenden SJR, ist die gebürtige Lüneburgerin mit der Lobby-Organisation der Kinder und Jugendlichen in Lüneburg bereits gut vertraut.

Warum sie sich für den Vorsitz beworben hat? „Ich mag, wenn das, was man macht, auch eine Auswirkung hat“, sagt die 22-Jährige. Dass es nicht einfach so dahergesagt ist, kann man an ihr selbst ablesen: Nach ihrer Mittleren Reife startete sie mit ihrer Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten für Landes- und Kommunalverwaltung in Winsen, parallel holte sie das Abi nach. Im Wintersemester 2012 begann ihr Studium der Politikwissenschaft und der Nachhaltigkeits-Humanwissenschaften an der Leuphana mit dem Schwerpunkt Mobilität, und gerade hat sie mit ihrem Parallelstudium der Kulturraumentwicklung begonnen.

Dass sie für den neuen Job gute Voraussetzungen mitbringen, davon sind beide überzeugt. „Ich verfüge über gutes Organisationstalent, außerdem liegt mir die Partizipation von Jugendlichen am Herzen, auch wenn es jetzt weniger um die Arbeit mit, sondern mehr für die Jugendlichen geht“, sagt Marie Frenkel. Und Julia Radoske? „Ich mag es, mich für Leute einzusetzen, die es nicht selbst schaffen.“ Hinzu komme, dass sie viel Erfahrung aus ihrer Arbeit als Vorsitzende der Jugend- und Auszubildendenvertretung während ihrer Tätigkeit in Winsen mitbringe.

Ziel beider ist es, die Arbeit ihrer Vorgänger fortzusetzen, „die so viel gerissen haben“, wie Julia Radoske betont. Konkrete Aufgabenfelder gebe es noch nicht, das soll erst in der nächsten Vorstandssitzung besprochen werden. „Denn wir wollen gemeinsam als Vorstand arbeiten, nicht nur als Doppelspitze.“

In den kommenden Wochen haben sie dann auch Zeit, sich selbst kennenzulernen. Dass ihre Zusammenarbeit klappen wird, davon sind sie aber schon jetzt überzeugt: „Mit unseren Erfahrungen aus Verwaltung und Praxis ergänzen wir uns doch perfekt.“

Vorstand neu gewählt

Neben der Wahl der Vorstands-Doppelspitze fand auch die turnusmäßige Wahl des Vorstands statt. In ihren Ämtern als Beisitzer wurden bestätigt: Georg Gunkel-Schwaderer, SJD-Die Falken, Hubertus Heinrich, Partizipations- und Jugendschutzbeauftragter der Stadt Lüneburg, sowie Nele Pfitzner, Bund deutscher Pfadfinder — Stamm Lunen. Neu gewählt wurden: Sven Maurer, CVJM, Adriana Ahlers, Matthäus Gemeinde, CVJM, sowie Katrin Garbers, KomplizenCoaching (Studierendeninitiative). Als Schatzmeister bestätigt wurde Tobias Leger, DLRG.

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