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Querschnitt durch die künftige Mensa der Adendorfer Grundschule am Weinbergsweg mit dem Mensabereich, Betreuungs- und Musikräumen. Grafik: architekturbüro dierßen
Querschnitt durch die künftige Mensa der Adendorfer Grundschule am Weinbergsweg mit dem Mensabereich, Betreuungs- und Musikräumen. Grafik: architekturbüro dierßen

Container schweben ein – Bauarbeiten für Mensa der Adendorfer Grundschule am Weinbergsweg beginnen

pet Adendorf. Zehn Jahre lang wurde gegrübelt, geplant, gerechnet, wieder verworfen, dann in den Gremien diskutiert, abgewogen und schließlich von allen Fraktionen im Gemeinderat gemeinsam beschlossen. Jetzt gibt es kein Zurück mehr, die Arbeiten für die neue Mensa an der Grundschule Adendorf am Weinbergsweg haben begonnen: Ein Kran setzte am Montag sechs Container auf dem Schulhof ab, in die für die Dauer der Bauarbeiten Betreuungsräume der Schule ausgelagert werden sollen.

Mit dem Beginn der Ferien, am kommenden Donnerstag, 23. Juli, wird es am Weinbergsweg richtig staubig und auch laut werden: Dann wird die Baustelle eingerichtet, ein Bauzaun errichtet. Vier Tage später beginnen die Abbrucharbeiten an der Gebäudefront aus Einfachglas und Aluminium aus den späten 1960er-Jahren. Bis zum Beginn des neuen Schuljahrs, am Donnerstag, 3. September, soll der Eingangsbereich wieder nutzbar sein.

Der Haupteingang der Schule soll bis dahin verlegt sein, für die restliche Bauzeit wird das Mittagessen in der dann provisorisch eingerichteten Aula eingenommen. Schulleiterin Gesa Johannsen: „Die Einschulung wollen wir schon dort feiern.“

Sind die gesamten Arbeiten beendet, das soll im Frühsommer 2016 sein, wird die Grundschule am Weinbergsweg, eine der größten im Landkreis Lüneburg, über eine Mensa mit einer Nutzfläche von 230 Quadratmetern verfügen. Die gesamte Gebäudefläche, die abgebrochen oder saniert wird, beträgt 1250 Quadratmeter, so Jacek Franckowiak vom Gebäudemanagement der Gemeinde Adendorf.

Rund 100 Essensplätze werden dann im Bereich des jetzigen Atriums zur Verfügung stehen für zur Zeit etwa 100 bis 120 Mädchen, die regelmäßig in der Schule ein warmes Mittagessen einnehmen. Um die Mensa herum werden sich dann eine moderne Ausgabeküche, Schulküche, Musik- und Werkraum, Sanitär- und Betreuungsräume reihen.

Die Verantwortlichen in Adendorfs Politik und Verwaltung waren in Sachen Mensabau über Jahre durch ein Wechselbad der Gefühle gegangen — vor allem die Höhe der Kosten wurde immer wieder zum Aufreger: Auf eine Million Euro belief sich noch vor einem Jahr eine Schätzung, das böse Erwachen kam, als Architekt Klaus-Otto Dierßen die nötigen Maßnahmen konkret durchrechnete und die Kosten auf 1,8 Millionen Euro bezifferte. Dierßen dampfte die Planungen radikal ein, zwischenzeitlich lagen die geschätzten Baukosten für eine Spar-Variante des Projekts bei 1,1 Millionen Euro.

Ein Entwurf mit Kosten in Höhe von 1,56 Millionen Euro wurde schließlich Anfang März vom Adendorfer Gemeinderat einstimmig beschlossen. Da­rin enthalten ist auch die energetische Sanierung des Aula-/Atriumsbereichs, die später Energiekosten einsparen helfen soll. Mit den Ergebnissen der Ausschreibungen ist Jacek Franckowiak zufrieden, die Chancen, den Kostenrahmen einzuhalten, stehen gut. Für das Projekt erwartet die Gemeinde Adendorf einen Zuschuss in Höhe von 220000 Euro aus der Kreisschulbaukasse.