Aktuell
Home | Lokales | Sieger beim Wettbewerb der Klimadetektive im Glockenhaus gekürt
Obacht, Klimasünder: Grundschüler aus Stadt und Landkreis, hier bei der Siegerehrung im Glockenhaus, sind jetzt Experten für ressourcenschonendes Verhalten. Die Klimadetektive werben etwa mit Jutebeuteln für einen umweltbewussten Einkaufsbummel. Foto: t&w
Obacht, Klimasünder: Grundschüler aus Stadt und Landkreis, hier bei der Siegerehrung im Glockenhaus, sind jetzt Experten für ressourcenschonendes Verhalten. Die Klimadetektive werben etwa mit Jutebeuteln für einen umweltbewussten Einkaufsbummel. Foto: t&w

Sieger beim Wettbewerb der Klimadetektive im Glockenhaus gekürt

mm Lüneburg. Wenn Mia Lotta einkaufen geht, ist das umweltverträglich und obendrein auch noch modisch. Um das kleine Handgelenk der Neunjährigen baumelt dann ein Jutebeutel aus Baumwolle, indem sie etwa frisch gebackene Brötchen verstauen kann. Für eine ihrer Mitschülerinnen ist das die „Mode von heute“. Mia Lottas Jutebeutel ziert auch ein Slogan: „Plastik kommt nicht in die Tüte“, denn dass der Kunststoff Weltmeere verschmutzt, das hat die Drittklässlerin jetzt gelernt. Und zwar beim Wettbewerb der Klimadetektive, an dem neun Grundschulen aus Stadt und Landkreis teilnahmen und für den nun die Sieger im Glockenhaus gekürt wurden.

Mit dabei ist die dritte Klasse von Mia Lotta von der Schäfer-Ast-Grundschule in Radbruch. Die Schüler werden von GfA-Chef Hubert Ringe — das Unternehmen gehört zu den Hauptsponsoren des Wettbewerbs — auf die Bühne gebeten, um ihren Preis entgegenzunehmen. Sie haben die Jury in der Kategorie „Mini-Kampagne“ mit ihren selbstgestalteten Jutebeuteln überzeugt, sind nun eine der drei Gewinnerklassen in dieser Sparte. Ihr Lohn: der Besuch einer Vorstellung am Theater Lüneburg mit anschließendem Blick hinter die Kulissen. Ringe lobte die Preisträger: „Ihr seid echte Vorbilder für uns Erwachsene.“

Er meint damit aber nicht nur die Siegerklasse von Mia Lotta. Es gibt mehr kreative Projekte. Wie selbstgestaltete Kalender, die statt eines großformatigen Bilds in jedem Monat mit Energiespartipps aufwarten. Wie das Kalenderblatt „Januar“ von Ida und Ruby. Sie malten einen Schneemann, daneben einen Kühlschrank, schrieben ihre Botschaft darunter: „Der Kühlschrank soll an einem kühlen Ort stehen“. Warum? „Damit das Gerät weniger Strom verbraucht“, wissen die beiden Drittklässlerinnen von der Grundschule Elbtal in Bleckede.
Auf den Zahn fühlte den jungen Klimadetektiven auch ein besonderer Gast: Clown Zappalotta. Sie fragte etwa, wo sie denn all die Pappkartons, die sie mitgebracht hatte, entsorgen könne. „Na, im Papiercontainer“, verlautet es im Chor.

Worte des Lobes für die ressourcenschonenden Klimaprojekte der Schüler fand auch Bürgermeister Eduard Kolle, Schirmherr des Wettbewerbs: „Mit euren Beiträgen sorgt ihr dafür, dass die Welt ein wenig besser wird“, sagte er. Insgesamt wurden zehn Grundschulklassen für ihre Ideen geehrt.

Die Klimadetektive machten sich nun schon zum achten Mal auf die Jagd nach Umweltschädlingen, hinter dem Wettbewerb steht die Klimawerk Energieagentur in Kooperation mit der GfA sowie Hansestadt und Landkreis Lüneburg, die insbesondere über die Klimaschutzleitstelle mitwirken. Auch im nächsten Schuljahr soll es Klimasündern wieder an den Kragen gehen, versprechen die Organisatoren.

Mehr zu dem Thema

Klimadetektive auf der Suche nach Einsparpotenzialen

Klimadetektive ermitteln an Schulen

Auf der Spur von Klimaschädlingen in Stadt und Landkreis Lüneburg