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Welche Infektionsrisiken für den Menschen vom Marderhund ausgehen, will das Lüneburger Kreisveterinäramt untersuchen. Die Behörde bittet deshalb die Lüneburger Jäger um Hilfe. Foto: A./ol
Welche Infektionsrisiken für den Menschen vom Marderhund ausgehen, will das Lüneburger Kreisveterinäramt untersuchen. Die Behörde bittet deshalb die Lüneburger Jäger um Hilfe. Foto: A./ol

Krankheiten bei Marderhunden: Kreis bittet Jäger um Hilfe

ol Lüneburg. Die niedersächsischen Marderhunde sollen auf Staupe, Tollwut, Influenza, Fuchsbandwurm und Trichinen untersucht werden. Das Kreisveterinäramt bittet deshalb die Lüneburger Jäger, 30 erlegte oder gefangene Marderhunde zur Verfügung zu stellen.

Ursprünglich nicht heimisch, haben die Marderhunde hierzulande eine neue Heimat gefunden. Besonders stark vermehrt hat sich die Wildart in den Landkreisen Lüneburg, Celle, Gifhorn, Harburg, Lüchow-Dannenberg und Uelzen. Welche möglichen direkten oder indirekten Infektionsrisiken vom Marderhund ausgehen, darüber liegen noch keine wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse vor. Doch das könnte sich bald ändern.

Um mögliche Präventionsstrategien zu entwickeln, hat das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz in Hannover (Laves) mit einem Projekt begonnen, um bei den Tieren diejenigen Erreger von Infektionskrankheiten nachzuweisen, die auf den Menschen übertragen werden können.

Jäger, die erlegte oder gefangene Marderhunde für dieses Projekt zur Verfügung stellen wollen, sollten diese tropffrei verpackt mit Angabe des Erlegungsortes beim Veterinäramt des Landkreises abgeben. Kreisjägermeister Hans-Christoph Cohrs weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass ausgewachsene Marderhunde eine Jagdzeit vom 1. September bis zum 28. Februar haben. Nur Jungtiere haben eine ganzjährige Jagdzeit.

Weiterhin erinnert Cohrs daran, dass verendetes Wild beim Veterinäramt für eine Untersuchung abzugeben ist. Wenn große Stücke wie Rotwild oder starke Sauen nicht transportiert werden können, entscheidet das Amt (Tel.:04131/261416), wie verfahren werden soll.