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Im Zentrum des Viertels Am Weißen Turm überreichte die Landesbeauftragte Jutta Schiecke einen Scheck über 330000 Euro für die Sanierung des Wohngebiets an Oberbürgermeister Ulrich Mädge im Beisein des Bauausschutzvorsitzenden Heiko Dörbaum (l.). Foto: mm
Im Zentrum des Viertels Am Weißen Turm überreichte die Landesbeauftragte Jutta Schiecke einen Scheck über 330000 Euro für die Sanierung des Wohngebiets an Oberbürgermeister Ulrich Mädge im Beisein des Bauausschutzvorsitzenden Heiko Dörbaum (l.). Foto: mm

Am Weißen Turm kann saniert werden

mm Lüneburg. Im Zentrum der Wohnanlage Am Weißen Turm steht ein leeres Gebäude, das deutlich kleiner ist als die übrigen vier Wohnblocks, die bis zu 13 Geschosse hoch ragen. In diesem Gebäude mit rotem Klinker war eine Kita-Gruppe untergebracht und auch jetzt sollen wieder Kinder einziehen. Die Stadt plant, einen Hort für Grundschüler von der Heiligengeistschule zu eröffnen, sie sollen dort nach dem Unterricht eine Betreuung bis 18 Uhr erhalten. Bis jetzt war das nicht möglich, weil das nötige Geld fehlte.

Einen Förderbescheid überbrachte gestern die Landesbeauftragte Jutta Schiecke. Ab sofort steht eine Summe von 330000 Euro als Teil der Städtebaufördermaßnahme „Soziale Stadt“ abrufbereit für den Weißen Turm. Die Gelder fließen vom Land und vom Bund. Hinzu kommt noch ein Eigenanteil der Stadt, sodass die Gesamtsumme für die kommenden fünf Jahre auf 500000 Euro steigt.

Oberbürgermeister Ulrich Mädge (SPD) reagiert erfreut: „Wir können Am Weißen Turm und in Kaltenmoor die Strukturprobleme der 1970er-Jahre beheben, das wäre mit eigenen Mitteln nicht möglich gewesen.“ Für die Fortsetzung der laufenden Verfahren im Sanierungsgebiet Kaltenmoor wurde ein Betrag von 379000 Euro bewilligt. Unterstützung gibt es in dieser Förderperiode auch für den Denkmalschutz im Westlichen Wasserviertel, insgesamt 333000 Euro.

Zurück zum Weißen Turm. Mit den Fördermitteln seien nun Verhandlungen mit dem Eigentümer des leer stehenden Gebäudes über eine Pacht oder Miete möglich, sagt Mädge. Zunächst solle in dem Viertel auch ein Quartiersmanager wie in Kaltenmoor eingesetzt werden, der direkter Ansprechpartner für die 11000 Bewohner ist. Überdies können die Gebäudeeigentümer nun bei Modernisierungs- und Sanierungsvorhaben unterstützt werden. Genauso soll von dem Geld das Wohnumfeld aufpoliert werden, also etwa Spielplätze, Wege und Grünflächen.
Wie berichtet hatte die Hansestadt im vergangenen Jahr vorbereitende Untersuchungen für Veränderungen des geplanten Sanierungsgebiets Am Weißen Turm in Auftrag gegeben.