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In der Gaube des Bleckeder Marktbistros haben Schädlinge und Feuchtigkeit den Holzbalken schwer zu schaffen gemacht  nur eine unerwartete Baustelle, die sich unter dem Dach des Gebäudes aufgetan hat. Foto: t&w
In der Gaube des Bleckeder Marktbistros haben Schädlinge und Feuchtigkeit den Holzbalken schwer zu schaffen gemacht nur eine unerwartete Baustelle, die sich unter dem Dach des Gebäudes aufgetan hat. Foto: t&w

Böse Überraschung unterm Dach – Sanierungsarbeiten am Bleckeder Marktbistro gestoppt

off Bleckede. Unerwarteter Rückschlag für die Albatros Bleckede Immobilien Verwaltungs-GmbH&Co.KG: Bei der Sanierung des Bleckeder Marktbistros sind so schwere Schäden am Dachstuhl zutage getreten, dass das Gebäude bis auf weiteres gesperrt wurde. „Eigentlich sollte die erste Sanierungswelle in wenigen Wochen abgeschlossen sein“, sagt Geschäftsführerin Angela Boß. „Dann sollte das Marktbistro wiedereröffnen und im ersten Stock sollten die beiden Ferienwohnungen in Betrieb genommen werden.“ Doch mittlerweile ist sogar die Bauaufsicht des Landkreises eingeschaltet — und Kreissprecherin Elena Bartels bestätigt: „Die Standsicherheit des Daches ist gefährdet.“

Wie berichtet, haben es sich Angela Boß und der Bleckeder Hausarzt Ralf-Peter Oelsner zum Ziel gemacht, mit der Albatros GmbH etwas gegen den Verfall historischer Bausubstanz in Bleckede zu unternehmen. Die Sanierung des alten Marktbistros nach historischem Vorbild soll den Anfang machen, mit finanzieller Förderung aus dem Städtebauprogramm zu einem neuen Schmuckstück im Herzen der Innenstadt werden. Nun haben die unerwarteten Schäden am Dachstuhl den ursprünglichen Zeitplan auf den Kopf gestellt, „denn eigentlich sollte das Dach erst in einem zweiten Schritt saniert werden“, sagt Boß. „Nun werden wir die Dach- und Fassadensanierung vorziehen müssen.“

Doch das Gebälk des Mauerbaus aus dem 19. Jahrhundert ist stärker angegriffen als gedacht, nach einer Besichtigung teilt Statiker Herbert Böller der Albatros GmbH schriftlich mit, „dass die Sparrenquerschnitte so stark geschwächt sind, dass sie nicht mehr ausreichend tragfähig sind“. Außerdem sei die Gaube auf der Ostseite durch „permament eindringendes Regenwasser fast völlig verrottet, sodass Einsturzgefahr besteht“.

Inzwischen versperrt ein Bauzaun den Zutritt zum Gebäude, Angela Boß musste ihr Büro im hinteren Teil des Hauses räumen, erste Sicherungsmaßnahmen am Dach wurden vorgenommen. „Der traditionelle Bierausschank unserer Pächterin zum Schützenfest musste vor das AWO-Gebäude verlegt werden und ist auch an diesem Schützenfest-Wochenende dort zu finden“, sagt Boß.

Vorerst bleibt das Gebäude geschlossen, „sämtliche Sanierungsarbeiten sind gestoppt“, sagt Boß. Da die Instandsetzung von Dach und Fassade mithilfe der Städtebauförderung eigentlich erst für 2016 geplant war, der Stadtrat die Kriterien für die Vergabe der Fördermittel noch nicht festgelegt hat, „müssen wir nun klären, ob sich ein vorgezogener Baustart mit den Förderkriterien vereinbaren lässt“. Unerwartete Schwierigkeiten, „die man bei einem alten Haus aber nie ausschließen kann“, sagt Boß. Deswegen lassen sie und Oelsner sich nicht entmutigen. „Es wird weitergehen“, sagt Boß, „nur anders als geplant.“