Aktuell
Home | Lokales | Adendorf | Brandschützer suchen Nachwuchs
Die Mädchen und Jungen haben beim Feuerwehrfest in Adendorf ihren Spaß auf dem DLRG-Boot. Foto: sel
Die Mädchen und Jungen haben beim Feuerwehrfest in Adendorf ihren Spaß auf dem DLRG-Boot. Foto: sel

Brandschützer suchen Nachwuchs

sel Adendorf. Schwarzweißaufnahmen aus längst vergangenen Tagen trafen jetzt beim Adendorfer Feuerwehrfest auf leuchtend rote Einsatzwagen mit modernster Technik an Bord. Und mit Alwin Heise, der 52 Jahre aktiv war, und Kurt Müller, der sogar vier Jahre länger für die Ortswehr im Einsatz war, hatte sich geballtes Fachwissen beim zwölften Fest der Brandschützer eingefunden. „So sahen unsere Einsatzwagen früher aus“, erzählte Müller und zeigte auf ein Foto von 1960, das neben einigen Kameraden einen Trecker, beladen mit Schläuchen und weiteren Einsatzmitteln, zeigt. „Das muss irgendwo in der Elbmarsch gewesen sein“, erinnert sich der ehemalige Oberlöschmeister. „Und hier rechts, das ist mein Bruder Willi Müller, damals Gruppenleiter.“ Heute sind Heise und Müller Ehrenmitglieder der Adendorfer Wehr.

Rund 50 Aktive zählt die Freiwillige Feuerwehr derzeit. „Zu wenig bei einer Einwohnerschaft von über 10000“, findet Kreispressewart Andreas Apeldorn. „Auch deshalb laden wir zum Fest ein, um für Nachwuchs zu werben.“ Und um „nebenbei“ mit einem verbreiteten Missverständnis aufzuräumen. „Viele Einwohner denken, die Feuerwehr Adendorf tut gar nichts mehr, da es keine Sirene mehr zu hören gibt.“ Aber die Kameraden werden über Funk­alarmmelder über anstehende Einsätze informiert — und das bekommt die Öffentlichkeit natürlich nicht mit.

Potenziellen Nachwuchs gab es beim Familienfest jedenfalls reichlich. Mit Begeisterung inspizierten die kleinen Besucher das DLRG-Boot, nahmen hinter den Lenkrädern der Einsatzwagen von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk Platz, gestalteten ein eigens angeschafftes weißes Feuerwehr­mobil und absolvierten die sechs Stationen des Spieleparcours.

Die sechsjährige Maja-Marie aus Erbstorf versuchte sich am „Heißen Draht“ und erzählte, dass sie „schon oft auf dem Feuerwehrfest war“ und natürlich selbst in der Kinderfeuerwehr aktiv sei. „Meine halbe Familie ist in der Feuerwehr“. Auch Alexander (11) ist aktiv in der Jugendfeuerwehr und „will dabei bleiben“. Währenddessen versuchte der vierjährige Eric hochkonzentriert, mit einem Wasserstrahl einen Plastikball durch ein Labyrinth zu bugsieren — keine leichte Aufgabe. Auf dem Gelände der Feuerwehr kennt er sich bereits aus, denn er besucht die benachbarte Kita. „Und zwischen Kita und Feuerwehr gibt es eine enge Zusammenarbeit“, so Erics Papa.

Unter den zahlreichen Besuchern war auch Elke Stange, SPD-Ratsfrau und stellvertretende Landrätin. „Das ist wirklich ein schönes Fest und wie immer großartig organisiert“, lobte sie. Und so zeigte sich Ortsbrandmeister Markus Braun mit Besuch und Resonanz zufrieden.