Donnerstag , 8. Dezember 2016
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So funktioniert die Befehlsausgabe im Feld: Nicht nur Ursula von der Leyen (r.) hört interessiert zu, sondern auch die Lüneburger SPD-Bundestags- und Landtagsabgeordneten Hiltrud Lotze (l.) und Andrea Schröder-Ehlers (M.). Foto: t&w
So funktioniert die Befehlsausgabe im Feld: Nicht nur Ursula von der Leyen (r.) hört interessiert zu, sondern auch die Lüneburger SPD-Bundestags- und Landtagsabgeordneten Hiltrud Lotze (l.) und Andrea Schröder-Ehlers (M.). Foto: t&w

Ursula von der Leyen in Lüneburg: Abstecher zu den Aufklärern +++ mit Video

kre Lüneburg. Sie schwebte auf die Minute pünktlich mit dem Hubschrauber ein, informierte sich über die Fähigkeiten des Aufklärungslehrbataillons 3 und fand zum Abschluss noch die Zeit für eine kurze Runde hoch zu Ross. Zum eigenen Vergnügen, aber auch zur Freude der Soldaten und der Fotografen. Eine sichtlich entspannte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ist auf Sommerreise durch die Standorte der Republik. Und wie schon ihr Amtsvorgänger Thomas de Maizière stattete auch sie dem Aufklärungslehrbataillon 3 Lüneburg in der Theodor-Körner-Kaserne einen Besuch ab.

Freilich kam sie nicht mit leeren Händen: 14 Millionen Euro will der Bund in den kommenden fünf Jahren in die Sanierung und Modernisierung der Unterkünfte investieren. „Lüneburg ist ein attraktiver und wichtiger Standort“, lobte von der Leyen.

Die Maxime der Ministerin lautet Attraktivitätsoffensive. Bessere persönliche Ausstattung für die Soldaten, mehr Fahrzeuge und Geräte, weg von der ,,Drittelausstattung“. Davon würde auch das Aufklärungslehrbataillon 3 Lüneburg profitieren, wieder über mehr eigene Fahrzeuge verfügen. 24 Spähwagen vom Typ „Fennek“ statt der aktuell 16.

Dass dieses Vorhaben hin zur Vollausstattung der Truppe viel Geld und noch mehr politische Überzeugungsarbeit in Berlin bedeutet, das ist der CDU-Politikerin durchaus bewusst. Abbringen lassen will sie sich von diesem Vorhaben trotzdem nicht. Das machte sie in der Gesprächsrunde mit den Lüneburger Soldaten noch einmal deutlich.

Die hatten der Ministerin zuvor an verschiedenen Stationen einen Überblick darüber gegeben, welche Aufgaben die Aufklärer eigentlich haben: Sie sind die Augen und die Ohren der Truppe! Oder anders ausgedrückt: Sie sollen den möglichen Feind aufklären, ohne sich dabei selbst zu verraten. Gestern freilich galt dieser soldatische Grundsatz nicht. Zielsicher steuerte Bataillonskommandeur Tim Grünewald mit der obersten Befehlshaberin auf dem Beifahrersitz die einzelnen Stationen an den Spähpanzer „Fennek“, den Radartrupp oder auch den gut getarnten Spähtrupp. Interessiert ließ sich Ursula von der Leyen Auftrag, Aufgaben und Technik erklären, stellte Fragen, zeigte Interesse an dem, was die Soldaten tun und am Gerät: etwa an den Drohnen „Aladin“ und „KZO“. Die Abkürzung steht für die etwas sperrige Bezeichnung „Kleinfluggerät Zielortung“.

Drohnen, die Ministerin und die Presse das war bislang ein Dreiklang, der nicht funktioniert hat. Nicht zuletzt wegen des Debakels um die deutsche Drohne „Eurohawk“. In Lüneburg aber hatte von der Leyen keine Probleme, sich vor dem Gerät fotografieren zu lassen. Musste sie auch nicht: Denn die Fluggeräte der Aufklärer sind unbewaffnet, dienen nur zur Aufklärung.
Keine Foto-Erlaubnis gab es dagegen in „Theos Zwergenstube“, der Großtagespflegestelle für Kinderbetreuung in der Kaserne. Die besuchte die Ministerin allein nur begleitet vom Bataillonskommandeur Tim Grünewald und dessen Vorgänger, Oberstleutnant Dr. Christian Freuding. Falls Ursula von der Leyen bislang noch nicht gänzlich von dem beeindruckt war, was sie in Lüneburg gesehen hat jetzt ist sie es. Und das nicht nur der Kinder wegen, die die Ministerin mit großen, staunenden Augen anschauten.

Für die Ministerin war es gestern nicht der letzte Termin in Lüneburg: Aus der Kaserne ging es weiter zum Dialog mit den Bürgern auf Gut Wienebüttel (weiterer Bericht folgt).

One comment

  1. also ehrlich, ich fand das bild auf dem pferd passender. wer reitet so spät durch nacht und wind? es war der vater und nicht die mutter der kompanie.