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Hauptkommissar Uwe Schröder und Kinderpflegerin Ulrike Schmidt mit Kindern vom Kindergarten Vögelsen haben gelbe Füße auf den Bürgersteig gesprüht. Mit der Aktion Achtung! Die Kurzen kommen. werben Landeszeitung, Polizei und Verkehrswacht um mehr Aufmerksamkeit für die Schulanfänger im Straßenverkehr. Foto/Montage: kwl
Hauptkommissar Uwe Schröder und Kinderpflegerin Ulrike Schmidt mit Kindern vom Kindergarten Vögelsen haben gelbe Füße auf den Bürgersteig gesprüht. Mit der Aktion Achtung! Die Kurzen kommen. werben Landeszeitung, Polizei und Verkehrswacht um mehr Aufmerksamkeit für die Schulanfänger im Straßenverkehr. Foto/Montage: kwl

Gemeinsam den Schulweg üben

kwl Lüneburg/Vögelsen. Endlich Ferien! Für Kinder, die in diesem Sommer in die Schule kommen, eine gute Gelegenheit, den neuen Schulweg zu üben, den Eltern immer wieder mit ihren Kindern ablaufen sollten. Den sichersten Weg durch das Verkehrsgewusel zur Schule markieren die vielen gelben Füße, die von Eltern, Kindergärten, Schulen und der Polizei mit Leuchtfarbe auf die Gehwege gesprüht wurden.

Für Autofahrer gilt nach den Ferien: „Achtung! Die Kurzen kommen.“ Das ist auch der Slogan der Verkehrssicherheits-Aktion der LZ in Zusammenarbeit mit Polizei und Verkehrswacht. Mit Transparenten an den Grundschulen in Stadt und Landkreis, mit Aufklebern an Bussen, Bundeswehrfahrzeugen, Taxen und Pkw und mit intensiver Berichterstattung in der LZ und dem Einschulungsmagazin „Kreidezeit“ will die Aktion für mehr Aufmerksamkeit im Straßenverkehr werben.

Bereits zum elften Mal erscheint am 29. August, eine Woche vor der Einschulung, die „Kreidezeit“ mit den Namen der Erstklässler, den wichtigsten Daten der Grundschulen und vielen Tipps rund um das Thema Einschulung. Ein zentrales Thema ist die Verkehrssicherheit, die mit „Achtung! Die Kurzen kommen.“ — in diesem Jahr mit neuem Logo und einem eigenen Rocksong — auf sich aufmerksam macht.

Hauptkommissar Uwe Schröder weiß, wie Sechsjährige ticken: „Die Schulanfänger denken vor allem an das Spielen und vergessen dabei schnell, was um sie herum passiert. Dabei kann es sein, dass sie einfach auf die Straße laufen, vor allem an Bushaltestellen, wenn sie dort mit anderen Kindern auf den Bus warten und herumtoben.“ Der Verkehrssicherheitsberater der Polizei rät deshalb, den Schulweg intensiv mit den Kindern zu trainieren, auf die Gefahren aufmerksam zu machen und den gelben Füßen zu folgen. Und er bittet eindringlich darum, dass Kraftfahrer besonders auf die kleinen Schulanfänger achten.

In den vergangenen Wochen haben Kindergärten als Thema „Verkehr üben“ auf dem Plan gehabt. „Wir sind viel rausgegangen, haben uns spielerisch mit dem Straßenverkehr auseinandergesetzt“, sagt Kinderpflegerin Ulrike Schmidt vom Kindergarten Vögelsen. „Mit den Kindern haben wir Straßen, Häuser und Ampeln aufgemalt, mit Playmobil-Figuren und Modellautos Straßenverkehr nachgespielt. Zudem sind wir mit dem Bus nach Lüneburg gefahren, haben dort geübt, wie man sich an Kreuzungen, Ampeln und Zebrastreifen verhält.“

Der Abschied von den Kindern, die jetzt zur Schule kommen, fällt den Kinderpflegerinnen und Erzieherinnen nicht leicht. „Das ist sehr emotional“, sagt Schmidt. Natürlich auch für die Eltern. Kindergartenleiterin Martina Gade-Schulze rät Müttern und Vätern, Ruhe zu bewahren und den Kindern genug Zeit zu geben, sich an die neue Situation zu gewöhnen und die Grundschule zu genießen. Uwe Schröder rät, die Kinder morgens rechtzeitig zu wecken, damit sie in Ruhe frühstücken können, nicht unter Zeitdruck in die Schule gehen.

In Kindergärten und Grundschulen wurden und werden die Aufkleber „Achtung! Die Kurzen kommen.“ verteilt und sollten zum Ende der Ferien auf die Heckscheibe des Autos geklebt werden. Wer mitmacht, wirbt für mehr Aufmerksamkeit und kann mit Glück einen Preis gewinnen. Der Rocksong „Die Kurzen kommen“ von der Band Radau kann übrigens kostenlos unter www.Landeszeitung.de heruntergeladen werden.