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Der erste Spatenstich für ein leistungsfähiges Breitbandnetz in der Samtgemeinde Elbmarsch ist gemacht. Dabei sind unter anderem Bürgermeister Rolf Roth (4. v.l.), Harburgs Erster Kreisrat Kai Uffelmann (r.) sowie die Geschäftsführer der ElbKom, Diana Wodetzki (v. l.) und Uwe Luhmann. Foto: t&w
Der erste Spatenstich für ein leistungsfähiges Breitbandnetz in der Samtgemeinde Elbmarsch ist gemacht. Dabei sind unter anderem Bürgermeister Rolf Roth (4. v.l.), Harburgs Erster Kreisrat Kai Uffelmann (r.) sowie die Geschäftsführer der ElbKom, Diana Wodetzki (v. l.) und Uwe Luhmann. Foto: t&w

Die digitale Zukunft beginnt

pet Tespe. Für Rolf Roth, Bürgermeister der Samtgemeinde Elbmarsch, war der gestrige Freitag vor allem eines: „historisch“. Nach drei Jahren Vorarbeit fand an der Sporthalle Tespe der erste Spatenstich für den Bau eines leistungsfähigen Glasfasernetzes statt. Wenn alles wie geplant klappt, sollen im Herbst die ersten Tesper von Internetgeschwindigkeiten von mindestens 50 Mbit/s profitieren. Drage und Marschacht sollen folgen.

Das Modell, das sich die Samtgemeinde Elbmarsch für den Ausbau ihrer Breitbandversorgung ausgewählt hat, wird von vielen Gemeinden in der Umgebung mit Interesse verfolgt. Im Auftrag der samtgemeindeeigenen „Elbmarsch Kommunal Service“, kurz ElbKom, bauen Unternehmen das Netz in der Samtgemeinde aus. Die ElbKom investiert dafür etwa 8,5 Millionen Euro. Refinanziert werden diese Ausgaben durch die Einnahmen aus einem Pachtvertrag mit dem Breibandbetreiber „pepcom“ aus Unterföhring.

„Nimm dein Glück selbst in die Hand“, sei das Motto gewesen, das sich die Verantwortlichen in der Samtgemeinde gewählt hätten, erklärte Bürgermeister Roth und erinnerte an den weiten Weg, der gegangen wurde. Von Förderanträgen, Ausschreibungen, zahllosen, Diskussionen und Beratungen über Vertragsverhandlungen, Infoabende bis hin zum gestrigen Freitag. „Während andere noch auf Förderungen warten, sind wir schon viel weiter.“

Flächendeckend eine Internetversorgung mit mindestens 50 Mbit/s für alle bisher unterversorgten Regionen zu schaffen, sei das Ziel gewesen — das werde jetzt erreicht. Mittlerweile mehr als 60 Prozent der in Frage kommenden Haushalte haben sich bereit erklärt, am Projekt teilzunehmen.

Die Samtgemeinde Elbmarsch habe eine „weise Entscheidung“ getroffen, bestätigte auch Kai Uffelmann, Erster Kreisrat des Landkreises Harburg, und ergänzte: „Sie haben Ihre Kreisstadt damit überholt.“

Uwe Krabbe, Geschäftsführer des Hamburger Beratungsunternehmens LAN Consult, bereitete die Bürger der Elbmarsch auf „schwere Zeiten“ vor: „Wir werden die gesamte Gemeinde umkrempeln, wir werden Sie behindern, wir werden Ihre Einfahrten versperren. Dabei hoffen wir auf Ihre Geduld.“ Aber das Ziel, Breitbandgeschwindkeiten von bis zu 1000 Mbit/s, sei ein lohnendes.

In Tespe haben die ersten Tiefbauarbeiten in dieser Woche begonnen, die ersten Leerrohre sind bereits verlegt. „500 Meter liegen schon“, berichtete Ulf Münkhoff von der Norderstedter Firma Fritsche, die die Tiefbauarbeiten überwacht und später die Glasfaserarbeiten erledigt. Insgesamt werden in der Samtgemeinde Elbmarsch 130 Kilometer Hauptleerrohre verlegt, dazu ein 300 Kilometer langes Basisnetz (Backbone­trasse) und 1300 Kilometer Glasfaserhauskabel. Die gesamte Versorgung in der Elbmarsch soll bis Ende 2016 stehen.

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