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Einen ganz anderen Blick auf die Heidelandschaft versprechen die geführten Vollmondwanderungen, die Natur- und Landschaftsführer anbieten. Wer tagsüber durch die Kulturlandschaft wandert, sieht hier und da die einsetzende Blüte der Calluna vulgaris. Die Lüneburger Heide umfasst die größten zusammenhängenden Heideflächen Mitteleuropas. Foto: lhg/nh
Einen ganz anderen Blick auf die Heidelandschaft versprechen die geführten Vollmondwanderungen, die Natur- und Landschaftsführer anbieten. Wer tagsüber durch die Kulturlandschaft wandert, sieht hier und da die einsetzende Blüte der Calluna vulgaris. Die Lüneburger Heide umfasst die größten zusammenhängenden Heideflächen Mitteleuropas. Foto: lhg/nh

Die besonderen Reize der Heide

lz/dth Niederhaverbeck. „Es war der bisher heißeste und trockenste Juni. Dennoch sind die jüngsten Niederschläge noch rechtzeitig gekommen, sodass wir insgesamt mit einer guten Heideblüte rechnen“, sagt Steffen Albers vom Verein Naturschutzpark e.V. (VNP). Die ersten Vorboten der „lila Pause“, wie die bevorstehende Heideblüte von Touristikern genannt wird, sind bereits da, präsentieren seit wenigen Wochen ihr Blütenkleid: Doch Erica (tetralix), die Glockenheide, vergeht schon wieder. Und die in der Region dominierende Besenheide (Calluna vulgaris) steht in den Startlöchern. Wer unterdessen noch einen anderen Blick auf die Heide erhaschen möchte, für den bieten Natur- und Landschaftsführer wieder Vollmondwanderungen an.

Vereinzelt sind in den Heideflächen zwischen Amelinghausen und Schneverdingen die ersten zarten Blütenknospen zu sehen. Auch im zentralen Naturschutzgebiet Lüneburger Heide beginnt in den größten zusammenhängenden Heideflächen Mitteleuropas in Kürze die Heideblüte. Normalerweise gilt die Faustregel „Die Heide blüht vom 8.8. bis 9.9. .“ Doch vereinzelt wird sie wahrscheinlich hier und da noch wenige Wochen bis in den Oktober hinein ihr Blütenkleid präsentieren, auch aufgrund der Pflegemaßnahmen etwa Schoppern und Mahd des VNP, die zur Verjüngung der Heide beitragen. Albers sagt: „Insgesamt gesehen werden die Altheideflächen zuerst blühen, gefolgt von den jüngeren Heiden.“

Einen Überblick über den fortlaufenden Stand gibt im Internet das Heideblüten-Barometer der Lüneburger Heide GmbH unter http://www.lueneburger-heide.de/themen/Heideblütenbarometer.

Knapp 5000 Hektar Heideflächen liegen zwischen Schneverdingen und Egestorf, Hanstedt und Behringen. Ein Wegenetz von 400 Kilometern Wander- und 300 Kilometern Reitwegen laden dazu ein, das Ereignis der Heideblüte zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit Pferd oder Kutsche zu erleben. Bis die Heide aber voll in Blüte steht, dauert es noch einige Tage. Vorher geht der Vollmond über der Heide auf, was Natur- und Landschaftsführer zum Anlass nehmen, am 31. Juli drei geführte Nachtwanderungen durch die Heide anzubieten. Die Startzeit ist jeweils um 21 Uhr. Die Teilnahmegebühr kostet für Erwachsene elf, für Kinder sieben Euro.

Vollmondwanderung auf dem Heidschnuckenweg ab Soltau: Vom Parkplatz des Abenteuerhotels am Heide-Park Resort Soltau führt der Weg mit Landschaftsführer Dieter Rademacher in Richtung der Ahlftener Fischteiche und weiter zu den „Grundlosen Kuhlen“. Länge: sechs Kilometer; Dauer: zirka zwei Stunden. Info und Anmeldung: Bispingen Touristik Tel.05194/39850.

Wanderung vom Abendrot bis zum Vollmond ab Müden (Örtze): Mit Gästeführer Clwyd Owen geht es durch Wälder und Heideflächen des Naturparks Südheide. Länge: zirka sieben Kilometer; Dauer: 2,5 Stunden. Info und Anmeldung bei „Wir sind Waldmeister“ unter Tel.05052/5429411.

Mondschimmern in der Weeseler Heide: Ab Undeloh geleitet Natur- und Landschaftsführer Jürgen Persiel die Besucher durch das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide mit Zwischenstation am Pastorenteich. Länge: zirka sieben Kilometer; Dauer: zwei Stunden. Info und Anmeldung unter Tel. 04173/7650.