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2006 ist die Aktion Dreibein in den Landkreisen Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Uelzen gestartet, heute ist die Euphorie von damals der Ernüchterung gewichen. Die Zahl der Wildunfälle steigt besorgniserregend. Foto: A/dth
2006 ist die Aktion Dreibein in den Landkreisen Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Uelzen gestartet, heute ist die Euphorie von damals der Ernüchterung gewichen. Die Zahl der Wildunfälle steigt besorgniserregend. Foto: A/dth

Wieder mehr Unfälle mit Wild

kre/ol Lüneburg. Vor wenigen Jahren klangen die Jäger noch optimistisch: „Die Botschaft hat die Köpfe der Autofahrer erreicht“, zogen sie 2007 zufrieden Bilanz — ein Jahr nach dem Aufstellen der orangefarbenen Dreibeine am Straßenrand, die Verkehrsteilnehmer vor Wildunfällen warnen sollen. Das war vor acht Jahren — und die damalige Euphorie ist der Ernüchterung gewichen. Die Dreibeine fristen vielerorts ein traurig-vergessenes Dasein und die Unfallzahlen steigen wieder besorgniserregend. 411 Wildunfälle registrierte die Polizei allein im ersten Halbjahr auf den Straßen im Landkreis. Im gleichen Zeitraum vor einem Jahr waren es „nur“ 349 Wildunfälle. Dazu kommen die Wildunfälle, die nur bei den Revierinhabern gemeldet werden und deshalb nicht in der offiziellen Polizei-Statisitik auftauchen.

Und die Brunftzeit beginnt erst wieder: Wenn die Hormone toben, wird selbst scheues Reh- und Rotwild blind vor Liebe. Vor allem in der Morgen- und der Abenddämmerung müssen Autofahrer wieder mit verstärktem Wildwechsel rechnen. Für die Autofahrer bedeutet das erhöhte Wachsamkeit. Neben den Dreibeinen setzt die Jägerschaft deshalb auch verstärkt auf blaue Reflektoren an den Begrenzungspfählen entlang der Straßen. In der Hoffnung, so die Wildunfallzahlen zu minimieren. Denn der blaue Farbton kommt so in der Natur nicht vor. Werden die Reflektoren von den Scheinwerfern der Autos angestrahlt, streuen sie blaues Licht zurück. Für Wildschweine, Rehe und Co. wirkt dieses Blau geradezu bedrohlich. Also meiden sie die Fahrbahn — so jedenfalls die Hoffnung der Jäger und der Polizei.

In manchen Bundesländern werden diese blauen Reflektoren schon seit Jahren eingesetzt. Die Zahl der Wildunfälle sei zum Teil um 60 bis bis 70 Prozent gesunken, lässt sich im Internet nachlesen.

Im Landkreis Lüneburg aber gibt es auch durchaus skeptische Stimmen: Denn erstens funktionieren die Reflektoren nur, wenn sie sauber und im richtigen Winkel zur Straße und zum Waldrand montiert sind und zweitens müssen störendes Gras oder herabhängende Äste ständig zurückgeschnitten werden. Unklar ist auch, ob irgendwann nicht auch ein Gewöhnungseffekt beim Wild eintritt. Zumal die Zahl der Wildunfälle im Kreis nach wie vor hoch ist.

Das gibt auch Torsten Broder, dem Vorsitzenden der Lüneburger Jägerschaft, zu denken: Er appelliert genauso wie Kreisjägermeister Hans Christoph Cohrs an die Jäger, vor allem auch am Straßenrand intensiv zu jagen: „Es geht darum, Sach- und Personenschäden zu vermeiden und unnötiges Tierleid zu verhindern“, mahnt Broder.

Vor allem Teile der Bundesstraße 216, aber auch die Landesstraße 221 zwischen Neetze und Bleckede gelten als besonders prädestiniert für Wildunfälle. „Baulich ist an diesen Straßen auch nicht viel zu machen, um die Gefahren zu minimieren“, sagt Dirk Bonow von der Straßenverkehrsbehörde beim Landkreis. Er ist nach wie vor ein Befürworter der Dreibeine. „Dazu müssen sie aber an den Stellen aufgestellt werden, an denen Gefahr droht. Sonst machen sie keinen Sinn“, sagt der Verkehrsexperte.

Die Dreibein-Aktion war vor knapp zehn Jahren vom Landkreis gemeinsam mit der Polizei und der Jägerschaft entwickelt und initiiert worden. Die Idee, die dahinter steckt: „Wir wollen mit den orangefarbenen Dreibeinen nicht die Rehe warnen, sondern die Autofahrer sensibilisieren, ihre Fahrweise den Gegebenheiten anzupassen“, erklärt Bonow.

Die Aktion, die damals in den Landkreisen Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Uelzen (deshalb die Dreibein-Idee) startete, fand schnell weitere Nachahmer. „Bundesweit“, berichtet Bonow, der bedauert, dass diese Aktion in Lüneburg dagegen inzwischen doch sehr vernachlässigt werde.

Tiere haben nur ihren Instinkt, der Mensch aber kann seinen Verstand nutzen und die Tipps der Experten befolgen, um Unfälle zu vermeiden.

Tipps für Autofahrer

  • Wer vorsichtig fährt, kann unnötige Gefahren für Mensch und Tier vermeiden.
  • Selbst wenn ein Tier die Fahrbahn schon überquert hat, ist Vorsicht geboten, da noch weitere Tiere folgen können.
  • Ist bei Dunkelheit Wild in Sicht, sofort abbremsen und Lenkrad gerade halten. Abblenden und versuchen, das Wild durch Hupen zu verscheuchen. Notfalls lieber einen kontrollierten Zusammenstoß riskieren, als unkontrolliert ausweichen.
  • War der Zusammenprall unvermeidbar, anhalten, Warnblinkanlage einschalten und Unfallstelle durch Warndreieck absichern.
  • Ein Wildunfall sollte generell der Polizei gemeldet werden, die in der Regel auch weiß, wer der Jagdausübungsberechtigte ist und wer benachrichtigt werden muss.
  • Ein getötetes Wildtier darf nicht einfach mitgenommen werden. Das ist Wilderei. Geahndet wird das mit einer Geldstrafe, im schlimmsten Fall mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe. kre

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32 Kommentare

  1. Für die Landesstraße 221 kann ich bestätigen, dass sie zu einer Rennstrecke verkommen ist.
    Geschwindigkeiten weit jenseits der 100 Std/Km sind hier wohl „normal“. Auch im Bereich zwischen Sülbeck und Neetze, obwohl hier ja eine Geschwindigkeitsbegrenzung gilt.
    Die Ortsdurchfahrt Sülbeck ist nachts für die meisten Autofahrer gar nicht vorhanden – normale Strecke….

    Motorräder habe ich mit Geschwindigkeiten von geschätzten 180 Std./Km erlebt.

    Ich wundere mich, dass hier nicht noch mehr passiert.

    • hallo bundeskasper, raten sie mal, warum versicherungen beim wildunfall , wenn er nachgewiesen wurde, die rechnung bezahlen ,ohne den autofahrer in der prämie rauf zustufen.

      • @ Klaus Bruns:

        Raten Sie mal……

        Ganz einfach: Es findet keine Rückstufung statt, weil es in der Kfz- Teilkaskoversicherung keine Schadensfreiheitsrabatte gibt.

        • Dietmar und warum ist das so gewollt?

          • Statt ständig in Rätseln zu schreiben sollten Sie uns besser mal erklären warum das ihrer Meinung nach so gewollt ist. Sie sind ja scheinbar der Fachfachmann, der alles durchblickt.

          • @ Klaus Bruns:
            Weil die geschäftliche Basis ein anders geführtes Solidarsystem darstellt.

          • …jetzt kommt sicher was gegen die Jagdlobby, wie immer in diesem Zusammenhang von Bruns. Gähn !!!!!

    • Wer verursacht die Wildunfälle? Der Autofahrer oder das Wild?
      Bremsen kann man sowieso kaum mehr, wenn ein Reh aus dem Gebüsch auf die Straße springt. Die Geschwindigkeit das Autos ist nahezu unerheblich. Es ist eine Mär, dass langsameres Fahren Wildunfälle verhindert.

      Es sollten nicht die Symptome bekämpft werden, sondern die Verursacher. Die Jäger sind hier die Schuldigen und nicht der Autofahrer.

      • Warum sind Jäger die Schuldigen wenn ein Reh, ein Hirsch, ein Wildschwein etc. eine Fahrbahn quert? Das kann ich logisch nicht nachvollziehen. Wild sind doch keine Haustiere für die man eine Aufsichtspflicht hat. Es sind „wilde“ und frei lebende Tiere.

  2. die jugend von heute macht ja richtig spaß. übrigens , von der jagdlobby kommt nichts. wie wäre es mal ,mehr zu hinterfragen, warum es so ist, wie es ist? versicherungen sind keine samariter und bezahlen trotzdem wildschäden,ohne die prämie danach zu erhöhen. warum ist das so gewollt? kleiner tipp, autohersteller, versicherungen , werkstätten. Geschwindigkeiten usw. jetzt fangt doch mal an zu denken. wer macht welche geschäfte und was würde da wohl schaden? viel spaß. freie fahrt für den freien bürger lol.

    • Genau Herr Bruns! Autohersteller, Versicherungen und Werkstätten sind genauso eine „Verschwörung“ (man könnte es auch Konglomerat nennen) wie Tischler, Kirche und Bestattungsunternehmen. Diese Verpflechtungen überall sind schon übel.

  3. Dietmar, Weil die geschäftliche Basis ein anders geführtes Solidarsystem darstellt,stimmt. wer ist da wohl mit wem solidarisch?

    • Das muß man mal an den Ursprung des Begriffs Kaskoversicherung gehen. Der stammt nämlich aus der Seefahrt zu Zeiten als es nur Segelschiffe auf den Weltmeeren gab. Damals gründeten Italienische Seefahrer eine Selbsthilfegruppe in die alle Mitglieder einen Beitrag einzahlten. Erlitt ein Schiff eines dieser Mitglieder einen (genau eingegrenzten) Schaden, wurde aus diesem Fonds eine Entschädigung gezahlt. Der Begriff Kasko stammt aus dem spanischen und steht für „casco“ was so viel wie Schiffsrumpf bedeutet. Näher will ich darauf nicht eingehen obwohl noch einige Feinheiten zu benennen wären.
      Diese Selbsthilfegruppe war eine Solidargemeinschaft. Wie zum Beispiel auch die gesetzliche Kranken- und Rentenversicherung. Alle zahlen (je nach ihren persönlichen Merkmalen) immer 100% Beitrag in diese Gemeinschaft ein. Und so ist es auch bei der Teilkaskoversicherung für Kraftfahrzeuge. Alle zahlen immer 100% Beitrag. Dieser Beitrag ist aber auch von verschiedenen Merkmalen abhängig und variiert entsprechend. Es zahlt also jeder 100% Beitrag. Unabhängig davon ob er einen versicherten Schaden hat oder nicht. Geben wir dem doch einen anderen Namen und nennen es eine Autokrankenversicherung. Dann passt das.
      Und an Sie Herr Bruns: Ich glaube nicht dass Krankenversicherungen mit Ärzten, Krankenhäusern, Masseuren. Physiotherapeuten etc. unter einer Decke stecken so wie dies bei Automobilkonzernen, Versicherungen und Werkstätten unterstellen wollen.

      • mein lieber Oscar,Ich glaube nicht dass Krankenversicherungen mit Ärzten, Krankenhäusern, Masseuren. Physiotherapeuten etc. unter einer Decke stecken,sind Sie da sicher? es gibt da prima geschäftsmodelle, glauben sie mir. warum darf eigentlich ein arzt keine direkten verträge mit einer kommune abschließen? ist er nicht selbstständig? was hat die kv damit zu tun?

      • Ganz falsch, Oscar ! Unter einer Selbsthilfegruppe (lat. eigenhilpusgrupum = Kein anderer will sich mit denen abgeben) versteht man Hilfe, die sich selbst gruppiert. Sagt ja der Name schon. In solchen Gruppen kommen Menschen mit Problemen zusammen, die normalerweise nur noch abgeschottet vom Rest der Welt existieren können, da sie niemand mehr

        a) ernst nimmt
        b) versteht
        c) leiden kann

        Diese Menschen unterliegen dem aberwitzigen Irrglauben, allein durch die simple Anwendung von „gegenseitiger Selbsthilfe“, also ohne Einsatz ergänzender Lobotomie bzw. Gehirnchirurgie, geheilt werden zu können. Selbst in vollkommen aussichtslosen Fällen, bei denen selbst Psychologen mit wochen- oder sogar monatelanger Berufserfahrung längst entnervt aufgegeben haben, versuchen sich die Teilnehmer mit primitiven Worthülsen im Stil von

        „Hallo mein Name ist Gunther, und ich habe ein Problem.“

        … gegenseitig die Illusion einer „zweiten Chance“ herbei zu reden. Es handelt sich dabei ausschließlich um notorisch krankhaft-optimistische Mitmenschen, die durch die gebetsmühlenartige, permanente Wiederholung bestimmter simpler Wortmuster, eine positive & glückliche Zukunft irgendwann für möglich halten.

        Es gibt also Parallelen zu Lz-Kommentatoren. Da die Teilnehmer einer Selbsthilfegruppe in der Regel keine Freunde haben, versuchen sie sich auf diese Weise ohne allzu große Mühe welche zu beschaffen. Neue Kraft wird insbesondere aus der Tatsache geschöpft, dass es diesen neu gewonnenen Kumpels oftmals noch dreckiger geht als einem selbst.

  4. man stelle sich mal vor, wenn man autofahrer genau so behandeln würde ,was wild betrifft, wie hundebesitzer? während der brunft und brut und setzzeit an die leine gelegt, zum beispiel mit tempobegrenzungen bei wildwechselschildern, ob die autoindustrie das toll finden wird? ob die versicherungen ihren spaß daran haben würden, ob die autowerkstätten noch genügend zu tun hätten? da sind holzdreibeine und schilder ohne bedeutung , sprich folgen , genau das richtige, oder?

    • @ Klaus Bruns:
      Wenn ich Sie richtig verstehe, dann zahlt die Versicherung gerne an Werkstätten ;also gibt gerne viel Geld aus, um es anderen zukommen zu lassen? Also doch der barmherzige Samariter.

      • mein lieber Dietmar, versicherungen leben nicht nur von autofahrern. so eine firma ist für sie eine goldgrube. um das ganze am leben zu erhalten, müssen eben auch mal ein paar goldkrümel daran glauben.

    • Puuh, Bruns, ich kann dem (Dativ !) echt nicht mehr folgen. Was Sie sich da in Ihrem Hobbykeller so zusammenreimen, ist wirklich abenteuerlich bis absurd, aber manchmal durchaus kautzig.

      • mein lieber Rüdiger, kennen sie hoffmann? er hat es gleich eingesehen. wenn sie folgen wollen, müssen sie in der lage sein, um drei ecken denken zu können. trauen sie sich das zu?

    • Ach her je,
      die Autoindustrie ist an Wildunfällen interessiert…
      Daher zahlt VW vermutlich auch kräftig in Nabu Projekte, damit mehr Wölfe und Rehe überfahren werden können.
      Schlaue Strategie von VW.
      Die Automobilindustrie wurde von Herrn Bruns mal wieder enttarnt.

      • mein lieber Mark, die autolobby verhindert seit jahrzehnten eine einheitliche geschwindigkeitsbegrenzung auf autobahnen in deutschland. warum soll sie an noch mehr geschwindigkeitsbegrenzungen auf landstraßen interessiert sein? wie war das noch mit der geschwindigkeit und dem rechtzeitigen zum stehen kommen, wenn sich ein hindernis auf der fahrbahn befindet? warum zählt das nicht immer?

      • Herr Bruns … Bei allem nötigen Respekt, aber wenn sie das Ernst meinen, glauben sie auch an Einhörner und Chem Trails!

        • lol, nein , das tue ich nicht. ich glaube nur an die menschen, mit allen ihren fehlern und vorzügen. und wir haben den von allen so geliebten kapitalismus. da wird man doch förmlich herausgefordert, dass beste daraus zu machen, oder zu ziehen, oder?

  5. @De Dente

    Also ich wäre ja auch dafür, die Tempo 30iger Zonen vor Kindergärten und Schulen zu beseitigen – frei nach Ihrem Motto „Die Lehrer tragen die Schuld, nicht die Autofahrer“.

    Wer verursacht die Unfälle? Der Autofahrer oder die Kinder?
    Bremsen kann man sowieso kaum mehr, wenn ein Kind auf die Straße springt. Die Geschwindigkeit des Autos ist nahezu unerheblich. Es ist eine Mär, dass langsameres Fahren Unfälle vor Schulen verhindert.

    Also brettern wir in Zukunft auch mit 100 Sachen durch die geschlossene Ortschaft?

    • hallo bundeskasper, so manche logik ist eben keine.lol wozu überhaupt geschwindigkeitsbegrenzungen? jeder rentner, der dran glauben muss, erspart dem staat eine menge geld.lol

    • @ Bundeskasper
      Ich glaube Ihren Namen tragen Sie zurecht. Meine Kernaussage war eine andere. Die Reaktionszeit eines Menschen beträgt 1 Sekunde, so haben wir es in der Fahrschule gelernt.
      Ein Beispiel: Es ist dunkel und 10m vor Ihrem Auto springt ein Reh auf die Straße. Bei Tempo 50 legen Sie 14m/s zurück. Bei Tempo 70 20m/s, bei Tempo 100 28m/s usw. Im das Reh nicht zu erwischen dürften Sie nicht schneller als 30 km/h fahren, andernfalls ist ein Unfall kaum zu verhindern. D.h. ob Sie 50, 70, 100 oder 150 km/h fahren spielt keine Rolle.

      Deshalb hart der Gesetzgeber auch Tempo 30 vor Schulen eingeführt, da hier die Chance besteht das Fahrzeug rechtzeitig zum stehen zu bekommen.
      Auf der Landstraße wird wohl keiner 30 km/h fahren wollen.

      Der Jäger hat dem Wolf die Kontrolle über die Wildbestände seit Jahrhunderten mit Gewalt abgenommen und hat deshalb dafür zu sorgen, dass natürliche (ohne Zutun des Menschen) Bestände des Wildes vorherrschen. Das ist seine gesetzliche Aufgabe und die kann ihm keiner abnehmen. Natürlich hat der Jäger daran kein Interesse und zeigt lieber mit dem Finger auf den Autofahrer, um von sich selbst abzulenken.

  6. ich habe es gewusst, die lobby der raser schlägt wieder zu. lol sportsfreunde,eine frage : warum zahlen denn nun versicherungen die wildschäden, ohne sich das geld vom direkten unfallverursacher zurück zuholen? versicherungen werden dieses doch nicht ohne grund tun, oder? werkstätten die pleite gehen, sind für versicherungen auch keine kunden mehr, oder? und wenn der spaß am autofahren einem mit geschwindigkeitsbegrenzungen vermiest wird, werden bestimmt nicht mehr so viele autos gekauft, oder? und die autohersteller sind ja auch gar keine kunden für die versicherungen, oder? ach ,es macht spaß darüber nachzudenken, warum autofahrer so gern schnell fahren. warum geschehen eigentlich so viele unfälle? was ist eigentlich mit dem paragraphen eins der strassenverkehrsordnung? steht ein auto auf der straße und ich fahre dagegen , darf ich schmücken, steht ein ochse auf der straße und ich fahre dagegen, muss der bauer bezahlen? ein ochse ist ja kein wild, oder? steht ein hirsch auf der fahrbahn, zahlt die versicherung? sehr seltsam, oder doch nicht?

  7. Klaus, man definiert Versicherung als „Beseitigung des Armutsrisikos eines Einzelnen (sich selber) durch Beiträge von Vielen, um gegenüber seinem blonden schauspielerischem Auslaufmodell (Veronica Ferres) einen auf dicke Tasche machen zu können.“ Der Verkauf von Versicherungsprodukten erfolgt in der Regel über Versicherungsvertreter, deren Vergütung – die Provision – wiederum das Armutsrisiko des Versicherungsvertreters beseitigt.

    Im Mittelpunkt bei allen Versicherungen steht somit das Kollektiv der versicherten Beitragszahler, welche den Mitarbeitern der Branche Einkommenshöhen sichern, die weit über dem Einkommen der versicherten Beitragszahler selbst liegen. Professor Dr. Hansen von der Fachhochschule Süderbrarup (SH) definiert Versicherungen deswegen auch als: „Mafiös strukturiertes Einkommensbeschaffungsmodell, welches das Risiko von Einkommenseinbußen seiner Mitglieder (Aktionäre, Angestellte, Versicherungsvertreter, etc.) auf ein Versichertenkollektiv abwälzt. Als Gegenleistung erhält der Versicherte im Schadenfall ein freundlich formuliertes Schreiben, mit Verweis auf den Passus des Bedingungswerkes, welcher den von ihm geschilderten Schadenfall ausschließt.“

    • tja, herr hilmar, wir haben eben sehr viele interessante geschäftsmodelle. warum kaufen sich kommunen eigentlich ihre eigenen blitzer? wenn man autos bauen würde, die nicht zu schnell fahren könnten, wäre dieses eine sehr unglückliche anschaffung.

  8. @De Dente

    Zahnschmerzen bekam ich allerdings wirklich, als ich lesen musste, wie Sie alles so schön berechnen.

    Zu Ihrer Reaktionszeit kommt noch der Bremsweg hinzu, das Ganze nennt man dann Anhalteweg.
    Auch das sollten Sie in der Fahrschule gelernt haben.

    Selbst bei Tempo 30 würden Sie also das Kind, respektive das Wild, anfahren.
    Abhängig von der Geschwindigkeit ist lediglich der Schaden, den Sie anrichten.
    Insofern besteht also schon ein Unterschied bei entsprechender Geschwindigkeit.

    Gleichzeitig erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, den Unfall ganz zu vermeiden.

    Das nennt man dann in einer Gerichtsverhandlung „unangepasste Geschwindigkeit“.

    Die Sache mit dem Wolf und dem Jägerbashing ist hier nicht so angebracht.