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In Nachbarschaft zum Gewerbegebiet Hittendahl und zum Wohngebiet Handorf-Süd soll am Lüneburger Weg in Richtung Wittorf eine neue Alten- und Pflegeeinrichtung entstehen. Foto: dth
In Nachbarschaft zum Gewerbegebiet Hittendahl und zum Wohngebiet Handorf-Süd soll am Lüneburger Weg in Richtung Wittorf eine neue Alten- und Pflegeeinrichtung entstehen. Foto: dth

Mehr Platz für Senioren – Handorfer Alten- und Pflegeheim soll erweitert werden

dth Handorf. Eine neue Alten- und Pflegeeinrichtung soll in der Gemeinde Handorf entstehen. Entsprechende Grundsatzbeschlüsse dazu hat der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung gefasst. Als Standort kommt eine rund 12000 Quadratmeter große Fläche in Eigentum der Gemeinde in Frage. Sie liegt in Richtung Wittorf, in Nachbarschaft zum Neubaugebiet Handorf-Süd und zum Gewerbegebiet Hittendahl. Im Gespräch ist die Schaffung von zirka 60 Plätzen für Pflegebedürftige. Dabei gibt es bereits ein Alten- und Pflegeheim in Handorf. Auf LZ-Nachfrage sagt aber Angelika Braun-Ehlers, Inhaberin von „Älter aber Aktiv“: „Das ist keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung. Wir planen, unser Haus um einen weiteren Standort zu erweitern.“

Obwohl Handorfs Bürgermeister Peter Herm (CDU) wegen einer Erkrankung kurzfristig für die Ratssitzung ausfiel, legte der Rat ein ganz schönes Tempo bei den Beschlüssen vor, was allerdings auch an der recht wortkargen Diskussion lag. So beschloss der Rat einhellig gleich eine ganze Palette von Maßnahmen, um die Bauleitplanung für die neue Pflegeeinrichtung auf den Weg zu bringen, die Reihenfolge spielte dabei offenbar keine Rolle.

Zunächst stimmte der Rat zu, dass die Gemeinde die Kosten für die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes der Samtgemeinde Bardowick für den Bereich Handorf übernimmt, denn aus der avisierten Fläche für die Pflegeeinrichtung muss noch offiziell Bauland werden. Einstimmig entschied der Rat, den Bebauungplan Nr. 14 „Alten- und Pflegeheim“ aufzustellen. Dann folgte der Beschluss, mit der Investorin einen städtebaulichen Vertrag abzuschließen, darin soll auch die Übernahme der Planungskosten geregelt werden. Anschließend beriet das Gremium, ob und zu welchem Grundstückspreis die Fläche für das Alten- und Pflegeheim überhaupt verkauft werden soll: 32 Euro pro Quadratmeter seien angemessen, so die einhellige Meinung. Und schließlich wurde die Auftragsvergabe an ein Planungsbüro beschlossen, das den Bebauungsplan entwerfen soll.

Handorfs ehrenamtlicher Bürgermeister Peter Herm (CDU) sagte später auf LZ-Nachfrage: „Ich bin begeistert, dass alle Entscheidungen vom Rat so gefasst wurden. Jetzt geht es an die Ausgestaltung von Bebauungs- und Flächennutzungsplan und die weitere Abstimmung mit den Investoren.“ Liefe alles glatt, könnten die Satzungsbeschlüsse für die Bauleitplanung Anfang 2016 gefasst werden und der Bau der Pflegeeinrichtung beginnen.

Vision für 2025

Nach Aufforderung der Samtgemeinde Bardowick sollen die Mitgliedsgemeinden ihre Ortsentwicklungspläne aktualisieren. Dabei soll die Perspektive bis 2025 eingenommen werden. Die Ortsentwicklungspläne geben eine Richtschnur vor für die städtebauliche und strukturelle Entwicklung der jeweiligen Gemeinden unter Gesichtspunkten wie Siedlungsökologie, Verbesserung von Wohn- und Lebensqualität bis hin zu Erholung und Tourismus. Der Gemeinderat Handorf hat nun zunächst einige wenige Anregungen an die Samtgemeinde weitergegeben, worauf im Flächennutzungsplan Rücksicht zu nehmen sei.
Ende 2015 wird die Einwohnerzahl Handorfs laut Gemeindebürgermeister Peter Herm bei zirka 2040 liegen. Zum Ende des Planungszeitraums wird eine Einwohnerzahl von 2500 angepeilt. Darin eingerechnet hat Herm den Abverkauf der weiteren Baugrundstücke in Handorf-Süd, einen Generationenwechsel in alten Siedlungsbereichen sowie die Planungen des Alten- und Pflegeheims.
In den Entwicklungsvorschlägen an die Samtgemeinde sind zudem ein künftiger Neubau des Kindergartens enthalten, der auch das Jugendzentrum mit aufnehmen könnte. Zudem wird der mögliche Neubau des Feuerwehrgerätehauses angezeigt. Der Grundschulstandort wird hingegen bis 2030 als gesichert angesehen. Für den Flächennutzungsplan regt der Rat zudem an, auf Initiative privater Antragsteller teilweise eine bauliche Nachverdichtung im Ort zuzulassen, Weiteres Beispiel ist der gewünschte Ausbau eines Reiterhofes um ein weiteres Stallgebäude.