Aktuell
Home | Lokales | Vandalen wüten im Kurpark
Die wohl jugendlichen Vandalen im Kurpark haben weiße Sitzbänke umgeworfen, im Wandelgang Scheiben eingeschlagen, Blumenkästen von der Bühne gekippt und im Café der Neuen Arbeit das Gestühl durcheinander gebracht. Solche Sachbeschädigungen gibt es häufig. Foto: mm
Die wohl jugendlichen Vandalen im Kurpark haben weiße Sitzbänke umgeworfen, im Wandelgang Scheiben eingeschlagen, Blumenkästen von der Bühne gekippt und im Café der Neuen Arbeit das Gestühl durcheinander gebracht. Solche Sachbeschädigungen gibt es häufig. Foto: mm

Vandalen wüten im Kurpark

mm Lüneburg. Erst am Vortag hatte ein Glaser zerstörte Scheiben erneuert. In der Nacht zu Dienstag gab es wieder zerbrochenes Glas. Wieder wurden Scheiben im Wandelgang der Konzertmuschel im Kurpark eingeschlagen. Zusätzlich haben Vandalen weiße Sitzbänke und Gestühl vom Kurpark-Café umgeworfen, von der Bühne stießen sie Blumenkästen aus Stein sie hinterließen eine Spur der Verwüstung in der Konzertmuschel. Für Michael Raykowksi von der Neuen Arbeit Lüneburg, die unter anderem das Café im Kurpark betreibt, ist das „das übliche Spiel“ gegen das er machtlos ist.

Meistens sei es eine Doppelgeschichte, „Scheiben im Wandelgang werden eingeschlagen und Gestühl umgeworfen“, sagt Raykowksi. Er ist in den Einrichtungen der Neuen Arbeit, wie dem Kurpark-Café im alten Lesepavillon, für die Schadensbehebung zuständig, organisiert auch kulturelle Veranstaltungen in der Konzertmuschel. Die neuerlichen Vandalismus-Schäden meldete er postwendend dem Fachbereich Gebäudewirtschaft der Stadt bereits zum fünften Mal in diesem Jahr.

„Wir werden sofort aktiv, haben einen Glaser beauftragt und auch einen Ingenieur, der schaut, was noch zu Bruch gegangen ist“, sagt Pressesprecher Daniel Gritz im Lüneburger Rathaus. Die Abwasser, Grün & Lüneburger Service GmbH (AGL) habe aufgeräumt. Das müssen die Stadtgärtner immer wieder.

Erst Anfang Juli wurde die letzte Schadensmeldung abgesetzt, wegen Sachbeschädigung und Vandalismus. Bis jetzt sind durch die notwendigen Reparaturen, etwa dem Austausch eingeschlagener Scheiben, Kosten in Höhe von rund 1900 Euro bei der Stadt aufgelaufen. Im vergangenen Jahr waren es noch mehr.

Graffitischmierereien, beschädigte Scheinwerfer am Brunnen, Sachbeschädigung und Vandalismus wurden 2014 als „größere Vorfälle“ gemeldet, 3145 Euro betrug die Schadenssumme. Es wurden Strafanträge gestellt, Täter aber meist nicht ermittelt. Das seien Jugendliche aus dem nahe gelegenen Wohnviertel Am Weißen Turm, meint Michael Raykowksi. Sie würden meistens in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag feiern und danach randalieren. Jetzt aber sind Ferien. „Deshalb passiert es wohl auch in der Woche.“

Eigentlich schreibt die Benutzungsordnung im Kurpark vor, dass dieser nur von sechs Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit betreten werden darf, in den Monaten März bis September spätestens bis 23 Uhr, in den übrigen Monaten bis spätestens 22 Uhr. Daran scheinen sich die von Raykowksi schon häufiger gesichteten Jugendlichen nicht zu halten.

Um die Vandalen im Zaum zu halten, sei schon über Überwachungskameras nachgedacht worden, die in der Konzertmuschel installiert werden sollten, erklärt Raykowski. Dagegen sträubte sich der Hausherr im Kurpark, die Stadt Lüneburg, führte „Datenschutzgründe“ und „dass sich Besucher gestört fühlen könnten“ ins Feld. „Überwachungskameras sehen wir als letztes Mittel, wenn gar nichts mehr geht“, sagt Daniel Gritz.

Neu sei ein Sicherheitsdienst, der seit April zweimal pro Nacht auf Patrouille gehe. Bislang ohne erkennbaren Erfolg, denn sonst würden die Glasscheiben wohl auch mal ganz bleiben.

One comment

  1. Vandalismus im Kurpark
    Dem Sicherheitsdienst kann man wohl kaum einen Vorwurf machen, denn die Randalierer passen sicherlich auf, wann die ihre Runden drehen. Danach haben die dann Zeit.
    Schuld hat der Staat, denn wird jemand erwischt, wird er ja nicht hart genug bestraft. Es gibt eine Verwarnung oder 30 Sozialstunden.