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Mehr Jugendliche im Juli ohne Arbeit +++ mit Arbeitsmarktbericht

ahe Lüneburg. Einen leichten Anstieg der Arbeitslosenzahl in Stadt und Landkreis Lüneburg vermeldet die Agentur für Arbeit. Danach waren im Juli 5687 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, das entspricht einer Quote von 6,0 Prozent und 98 Personen mehr als im Juni, allerdings 72 weniger als im Juli vergangenen Jahres. Dass die Kurve in diesem Maße nach oben geht, sei saisonbedingt zu erwarten. „Die Entwicklung ist für diese Jahreszeit typisch“, erklärt Jens Mathias, Geschäftsführer operativ der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen.

Hauptursache für den Anstieg sei das Ende von Schule und Ausbildung. Denn insgesamt waren 602 Jüngere unter 25 Jahren auf Jobsuche registriert, das sind 144 mehr als im Vormonat. „Die jungen Frauen und Männer, die nach Abschluss ihrer Ausbildung nicht vom Unternehmen übernommen wurden, haben jedoch gute Chancen, eine neue Beschäftigung zu finden“, hebt Mathias hervor. Denn die Arbeitskräftenachfrage stehe nach wie vor auf einer soliden Basis. 1542 freie Stellen im Landkreis Lüneburg waren im Juli gemeldet. Damit erreichte der Stellenbestand den bisher höchsten Wert in diesem Jahr. Mathias ist überzeugt: „Die Jugendarbeitslosigkeit wird sich in den kommenden Monaten mit Beginn des Ausbildungsjahres und des Sommersemesters entspannen.“

Neustart für 1274 Personen

Konträr zu den jungen verläuft die Entwicklung bei den älteren Lüneburgern: 1811 arbeitslose Frauen und Männer ab 50 Jahren bedeutete einen Rückgang um 45 im Vergleich zum Juni. Nahezu unverändert blieb die Zahl der Langzeitarbeitslosen mit 1747 (+1). 1366 Frauen und Männer meldeten sich im Juli neu oder erneut arbeitslos, für 1274 dagegen gab es neue Hoffnung: Sie fanden einen Job oder begannen eine Weiterbildungsmaßnahme.
Wer einen Job sucht, hat in bestimmten Branchen sehr gute Chancen: Im gesamten Bezirk der Lüneburger Agentur, zu dem auch Buchholz, Lüchow, Uelzen und Winsen zählen, gab es die meisten neu gemeldeten freien Stellen im Bereich Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (487 Stellen, darunter Zeitarbeitsfirmen mit 421 Stellen), im Gesundheits- und Sozialwesen (126 Stellen) sowie im Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz (104 Stellen). Auch wer eine Lehre beginnen will und nicht auf einen bestimmten Ausbildungsberuf fokussiert ist, hat gute Chancen auf eine Anstellung: Ende Juli waren noch 978 Ausbildungsstellen unbesetzt.

>>> Arbeitsmarktbericht Juli