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Der Entwurf eines zweiten Architekturbüros zum Rathaus-Neubau liegt vor. Nun hat der Samtgemeinderat um den Ilmenauer Rathauschef Peter Rowohlt (Foto) die Qual der Wahl. Foto: A./be
Der Entwurf eines zweiten Architekturbüros zum Rathaus-Neubau liegt vor. Nun hat der Samtgemeinderat um den Ilmenauer Rathauschef Peter Rowohlt (Foto) die Qual der Wahl. Foto: A./be

Rathaus-Neubau Samtgemeinde Ilmenau: Die Qual der Wahl

kre Melbeck. Wer die Wahl hat, hat die Qual: Das gilt jetzt in besonderem Maße auch für den Ilmenauer Rathauschef Peter Rowohlt (SPD) und die Mitglieder des Samtgemeinderates: Sie müssen nach der Sommerpause eine Entscheidung treffen, wie das neue Rathaus aussehen soll. Zwei Entwürfe gibt es von den Architekten Oldenburg und Plesse (LZ berichtete) und dem Hamburger Architektenbüro Prell und Partner. Jetzt stellten beide Büros ihre Ideen den Mitgliedern des Bauausschusses vor.

Das ist der Entwurf der Hamburger Architekten Prell und Partner, der die Samtgemeinde mit 2,05 Millionen Euro Baukosten wohl etwas günstiger kommen würde als der Entwurf der Konkurrenten. Grafik: Architektenbüro Prell und Partner /nh
Das ist der Entwurf der Hamburger Architekten Prell und Partner, der die Samtgemeinde mit 2,05 Millionen Euro Baukosten wohl etwas günstiger kommen würde als der Entwurf der Konkurrenten. Grafik: Architektenbüro Prell und Partner /nh

Rund 2,3 Millionen Euro kostet das neue Rathaus (mit Keller) die Samtgemeinde, wenn sich der Rat für den Entwurf von Oldenburg und Plesse entscheidet. Mit 2,05 Millionen Euro würde ein Neubau ebenfalls unterkellert das Gemeindesäckel belasten, wenn die Hamburger Architektin Bettina Prell den Zuschlag bekommt.

Doch unabhängig davon, für welche Variante sich die Kommunalpolitiker letztlich entscheiden werden: Beide Architekturbüros werden womöglich ihre Kalkulation noch einmal überarbeiten müssen, wenn der Vorschlag von Karsten Fuhrhop (Bürgerliste Ilmenau) während der jüngsten Ausschusssitzung in die Tat umgesetzt werden soll. Der Melbecker hatte angegeregt zu prüfen, ob im Neubau nicht gleich Platz für das Büro des Melbecker Bürgermeisters geschaffen werden könnte. „Zwei Rathäuser in einem Ort, nur wenige Meter voneinander entfernt, das versteht im Ort sowieso kaum einer“, sagt Ratsherr Fuhrhop. Sollte der Vorschlag Zustimmung finden, könnte die Gemeinde Melbeck die dann frei gewordene Immobilie in der Floetstraße verkaufen oder für andere Zwecke vermieten.

Und so stellen sich die Architekten Oldenburg und Plesse den neuen Sitz der Verwaltung vor. Grafik: Architekten Oldenburg und Plesse
Und so stellen sich die Architekten Oldenburg und Plesse den neuen Sitz der Verwaltung vor. Grafik: Architekten Oldenburg und Plesse

Fuhrhops Vorstoß betrifft zwar vorerst nur die Gemeinde Melbeck, doch auch die drei anderen Mitgliedsgemeinden könnten sich auf LZ-Nachfrage einen Umzug in die neue Verwaltung durchaus vorstellen. Das würde auch deshalb Sinn machen, weil die jeweiligen Gemeindedirektoren, Stephanie Buntrock, Peter Gentemann und Hedda Lampe, hauptamtlich ohnehin bei der Samtgemeinde Ilmenau beschäftigt sind.

„Die Idee hat zweifellos einen gewissen Charme“, sagt Deutsch Everns Bürgermeister Hubert Ringe und fügt hinzu: „Das wäre ein weiterer Schritt hin zu einer einheitlichen Verwaltung.“ Für die Gemeindeverwaltung in Deutsch Evern wüsste Ringe im Falle eines Umzugs auch eine gute Nachnutzung: „Das könnte man dann beispielsweise als Dorfgemeinschaftshaus nutzen.“

Barnstedts Bürgermeister Hans-Georg Brümmerhoff sagt: „Das ist sicher ein nachdenkenswerter Vorschlag, der zuerst aber mit den Gemeinderatsmitgliedern beraten werden muss.“ Auch Anne-Carin Büttner, Bürgermeisterin in Embsen, findet die ,,Idee durchaus spannend“, sagt aber auch: „Die Bürgernähe darf nicht unter einem solchen Umzug leiden.“

Auf alle Fälle haben die Politiker in den einzelnen Gemeinden über die Sommerferien nun einiges zu besprechen, denn die Zeit drängt: Rowohlts Zeitplan sieht vor, dass noch in diesem Jahr der Bauantrag eingereicht werden kann. Wenn alles gut läuft, könnte also schon 2016, spätestens aber 2017, mit dem Rathausneubau begonnen werden. Und das alte Gebäude? Das würde durch den Neubau frei werden und könnte verkauft, vermietet oder für die Unterbringung von Asylbewerbern genutzt werden.

One comment

  1. Die Frage ist, wofür es überhaupt die Rathäuser der einzelnen Gemeinden gibt und vorallem welche Aufgaben diese haben wenn es doch die Samtgemeinde gibt bei der die Bürger sowieso alles regeln müssen (Ausweise, Ummeldungen etc…)