Aktuell
Home | Lokales | Amelinghausen | Hoch zu Ross auf Patrouille in der Heide
Reiterstaffeln von der Polizei und den Johannitern sind wieder in der Lüneburger Heide unterwegs. Foto: polizei
Reiterstaffeln von der Polizei und den Johannitern sind wieder in der Lüneburger Heide unterwegs. Foto: polizei

Hoch zu Ross auf Patrouille in der Heide

dit/dpa Bispingen. Die Ordnungshüter haben einen der schönsten Arbeitsplätze in der Region. In der Lüneburger Heide sind jetzt wieder die Polizeireiter im Einsatz. Sie sollen bis zum 6. Oktober auf ein angemessenes Verhalten der Besucher im Naturschutzpark in Niederhaverbeck achten und verirrten Wanderern helfen. Der Einsatz der Reiter hat Tradition. Seit den 1950er-Jahren werden während der Heideblüte Saison-Reiter zum Schutz der Natur abgeordnet. Die Beamten werden von der Johanniter-Reiterstaffel und ehrenamtlichen Naturwächtern unterstützt. Jedes Jahr zieht es zur Heideblüte rund 1,5 Millionen Besucher in das rund 230 Quadratkilometer große Naturschutzgebiet.

Die vierbeinigen Helfer sind unruhig. „Die Bremsen fressen die Pferde auf“, sagt Staffelreiterin Antje Villett, bevor sie mit der Hand eine weitere Bremse von ihrem Wallach Askan vertreibt. Bei den warmen Temperaturen sind nicht nur die Fliegen aktiv. Gleich geht es los der Ritt über die Heideflächen im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide zum Saisonstart.

Er markiert den Beginn der Sicherheits- und Ordnungs-Einsätze. Zu den Einsatzkräften gehören neben der Johanniter-Reiterstaffel die Polizeireiter sowie die Mitarbeiter der Naturwacht des Naturschutzparks. Letztere durchstreifen die Heide mit dem Fahrrad. „Wir sind das Bindeglied zwischen Natur und Touristik“, erklärt Naturwächter Franz Zahn. Sie achteten darauf, dass die naturschutzrechtlichen Bestimmungen Hunde anleinen, auf den Wegen bleiben eingehalten werden. Als „Botschafter der Heide“ informieren die Naturwächter auch neugierige Gäste über den Landschaftsschutz in der Heide und geben Ausflugtipps. Die Satteltaschen sind gepackt mit Schildern, Landkarten und einer Erste-Hilfe-Ausrüstung.

Die Johanniter sind ebenfalls für den Ernstfall gerüstet „wie ein kleiner Rettungswagen“, erklärt Pressesprecher Felix Forberg. Die ehrenamtliche Staffel ist immer an den Wochenenden und an Feiertagen im Naturschutzpark unterwegs, um Wanderern und Ausflüglern bei Verletzungen zu helfen.

Für Sicherheit sorgen die Polizeireiterinnen Sonja Bosse auf Geronimo und Konstanze Brinckmann auf Harlekin. Die Polizistinnen fühlen sich für die täglichen Patrouillen gut vorbereitet. „Die Heidschnucken sind für unsere Pferde eine neue Erfahrung“, sagt Sonja Bosse. Die schwarz gehörnte Herausforderung haben die beiden Reiterinnen mit ihren Pferden gemeistert. Das Vertrauen zwischen Reiter und Pferd sei stark. Das stellten die Staffeln unter Beweis, als sie durch die Schafherde von Jungschäferin Josefine Schön ritten. Routiniert folgten die Pferde den Hilfen ihrer Reiter.