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Horst Franßen vor seinem roten MG TD. Der Roadster ist Baujahr 1951 und ein echter Hingucker. Foto: t&w
Horst Franßen vor seinem roten MG TD. Der Roadster ist Baujahr 1951 und ein echter Hingucker. Foto: t&w

Oldtimer-Treffen in Bleckede: Altes Blech als Jungbrunnen +++ mit Fotos

kre Bleckede. Tisch, Stühle, Sonnenschirm und der Picknickkorb passt auch noch rein: Erstaunlich, wie viel Platz so ein Oldtimer doch bietet. Ganz abgesehen von dem unbeschreiblich guten Gefühl, dass sich unwillkürlich einstellt, wenn man mit einem VW-Käfer oder einem Fiat Jagst, beide Baujahr 1966, unterwegs ist. „Man genießt die Natur und vor allem fühlt man sich wieder jung“, beschreiben Reinhard Jegenhorst und Erika Rindfleisch vom Oldtimerclub Lüneburg die Faszination automobiler Technik aus früheren Zeiten. Altes Blech als Jungbrunnen das hört man an diesem Sonntag häufig in Bleckede auf dem Schützenplatz direkt am Elbdeich.

Unter dem Motto „Oldies achtern Diek“ haben die Vereinsmitglieder der „Oldtimerfreunde Elbtalaue Bleckede“ zum Treffen geladen. Eine Veranstaltung, die sich viele Oldtimer-Besitzer schon seit Jahren fest in ihrem Terminkalender notiert haben. So wie die Mitglieder des Oldtimerclubs Lüneburg und so wie Horst Franßen aus Tostedt. Stolzer Besitzer unter anderem eines roten Roadsters MG TD, Baujahr 1951. Der 73-Jährige nennt auch noch drei Heinkel-Roller sein eigen. Nach Bleckede kommt der ehemalige Seemann schon deshalb gerne, weil es hier nicht nur viel zu gucken, gibt, sondern auch einen Teilemarkt. Bleckede ist für Franßen an diesem Tag aber nur Zwischenstation. Von der Elbe will der 73-Jährige noch in die Heide nach Schneverdingen „da findet auch eine Oldtimer-Veranstaltung statt.“

Mindestens so schön wie die alten Karossen selbst sind auch die vielen Geschichten, die sich um die betagten Autos ranken. Etwa um den Tschaika „GAZ 13″ der Familie Gossmann aus Hamburg. Ein mächtiges Auto, gebaut für die Mächtigen der untergegangenen Sowjetunion. Das erste Modell wurde als GAZ-13 im Jahr 1959 eingeführt, als repräsentativer Dienstwagen für den Staatsapparat. Das Auto der Gossmanns fuhr bevor es nach Deutschland kam in Sibirien. ,,Der Vorbesitzer hatte gute Kontakte dorthin“, berichtet Lilli Gossmann „und den Tschaika gegen einen Mercedes getauscht.“ Ein Geschäft, das in der Sauna perfekt gemacht worden sei nach etlichen Gläsern Wodka.