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Der VW Polo hat die Hauswand eingedrückt, direkt dahinter befindet sich die Speisekammer. Foto: feuerwehr
Der VW Polo hat die Hauswand eingedrückt, direkt dahinter befindet sich die Speisekammer. Foto: feuerwehr

Mit dem Polo in die Speisekammer: Schwerer Verkehrsunfall im Kreis Harburg

ots Buchholz/Sahrendorf. Zu einem folgenschweren Verkehrsunfall ist es heute Vormittag in Sahrendorf (Landkreis Harburg) gekommen: Ein 70-Jähriger aus Ollsen war mit seinem Auto in die Speisekammer eines Wohnhauses gefahren. Der Senior wurde dabei lebensgefährlich, ein 39-Jähriger aus Amelinghausen schwer verletzt.

Zum Hergang: Gegen kurz vor 10 Uhr war der ältere Man mit seinem Polo aus Richtung Schätzendorf kommend am Ortseingang von Sahrendorf in einer leichten Linkskurve aus noch ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn auf den Gehweg geraten. Dort fuhr er den Amelinghauser an, der dort gerade fegte. Der Rentner schleifte den Fußgänger und seine Schubkarre rund 30 Meter mit.

Danach durchbrach er mit seinem Wagen einen Zaun, fuhr durch einen Vorgarten und landete an der Außenmauer eines reetgedeckten Wohnhauses. Das Fahrzeug durchbrach die Hausmauer und landete in der Speisekammer. Bewohner des Hauses wurden nicht verletzt — sie befinden sich derzeit im Urlaub. Der Polo-Fahrer hingegen wurde im Fahrzeug eingeklemmt und erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Zunächst reanimierte ihn die Feuerwehr, später übernahm ein Notarzt. Der Fußgänger erlitt ebenfalls schwere Verletzungen, die Unfallbeteiligten wurden in das Asklepios Klinikum Harburg und das Städtische Klinikum Lüneburg gebracht.

Der Polo wurde total beschädigt, auch der Schaden am Haus dürfte in die Tausende gehen. Insgesamt schätzt die Polizei den Gesamtschaden auf weit über 10 000 Euro.

Vor Ort waren neben dem Notarzt und den Rettungssanitätern die Freiwilligen Feuerwehren aus Egestorf und Schätzendorf-Sahrendorf mit rund 35 Einsatzkräften. Die Polizei war mit acht Beamten aus Salzhausen, Winsen und Buchholz im Einsatz. Die Vollsperrung der Straße im Sahrendorf wurde nach etwa zwei Stunden aufgehoben.