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Die Wolfsfähe mit fünf der sechs Welpen. Foto: landesjägerschaft niedersachsen © Privat
Die Wolfsfähe mit fünf der sechs Welpen. Foto: landesjägerschaft niedersachsen © Privat

Neues Wolfsrudel in Niedersachsen nachgewiesen

lz Lüneburg/Munster. Laut einer Pressemeldung der Niedersächsischen Landesjägerschaft konnte im Raum Wietzendorf, zwischen den Truppenübungsplätzen Munster und Bergen gelegen, ein neues Wolfsrudel per Monitoring nachgewiesen werden. Auf den Aufnahmen sind zwei Elterntiere und sechs Welpen zu sehen.

Außerdem sind nun bei dem Wolfspaar aus dem Landkreis Cuxhaven über ein Fotofallenbild drei diesjährige Welpen sicher bestätigt. „Damit sind in Niedersachsen aktuell sieben Wolfrudel nachgewiesen“, so Dr. Britta Habbe, Wolfsbeauftragte der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V.

 

16 Kommentare

  1. Gertrud Ölmers

    Wie niedlich. Die putzigen kleinen Wollknäuel tollen mit der Mama und Papa Wolf passt auf. Man bekommt richtig Lust mitzumachen. Schade, dass wir hier in Ochtmissen zwischen Kossenweg und Kirchsteig ein solches Naturschauspiel wohl nie zu sehen kriegen.

    • Dann machen Sie doch einfach einen Spaziergang am Lopausee. Hier kommt ab und an ein Wolfsrudel vorbei, das ist sehr zutraulich (Wolfshasser nennen das gemein „auffällig“). Sie können sicher die Kleinen herzen, streicheln und beschmusen. Nur zu !

  2. 1. Die bundesweiten Kosten für Beobachtung, Erfassungen, Kartierungen, Beratungsstellen… belaufen sich umgerechnet auf 120.000 € pro Wolf. Ein teures Hobby. Aber wir haben’s ja.

    2. Dass Wölfe vermehrt in Wohngebieten gesichtet worden sind und werden, darf angesichts der Investitionen und der Unmöglichkeit, das Projekt als gescheitert einordnen zu müssen, nicht genannt werden. Ein oder wenige unvernünftige Anwohner, die füttern, und das Problem kennt neue Ausmaße.

    3. Dass Landwirte immer noch keine Entschädigungen für gerissene Tiere geregelt erhalten, ist wohl deren Problem.

    Es ist alles so deutsch. Kein Sinn und Verstand, aber putzig anzuschauen. Die Wölfe wirken jedenfalls gesund.

    • Sie haben recht, Frau Meier, hinter der Geschichte des Wolfes und seiner Rückkehr nach Deutschland steckt mehr. Man hört und liest zuweilen ja sogar von Konflikten zwischen Wolfsschützern, Jägern und Landwirten. Über die Wölfe gibt es obendrein Gerüchte: dass sie nicht aus freien Stücken aus Polen kamen, sondern ausgesetzt wurden; dass sie nach der Wende aus verlassenen russischen DDR-Kasernen entkommen sind, wo man sie in Gehegen gehalten hatte, um Angst und Schrecken zu verbreiten.

      Wer direkt an die Orte will, wo Skepsis und Faszination wurzeln, muss erst ins neunzehnte und frühe zwanzigste Jahrhundert, als man die letzten Wölfe erlegte. Dann in die Lausitz, wo sich vor gut zehn Jahren auf einem Truppenübungsplatz erstmals wieder eine kleine Rudelfamilie zusammenfand. Danach an den Alpenrand, wo Wolfsfreunde und Schafhalter sich erbittert bekriegen. Eine Bäuerin etwa verdächtigt die Biologen, die sich für den Wolf einsetzen, nur auf Stellen im „Wolfsmanagement“ der Bundeslände zu spekulieren: „Da hängen Arbeitsplätze an so einem Viech, das ist Wahnsinn.“

      Anschließend sollte man die Schäfer in Ostdeutschland besuchen, die neue Strategien gegen den zurückgekehrten Feind ausprobieren. Sie können nun nicht mehr nur mit flinken, artigen Hütehunden arbeiten, sondern brauchen dominante Herdenschutzhunde, wie man sie in Osteuropa kennt. Die wiederum könnten mit ihrer Angriffslust treuherzige Wanderer gefährden. Ein Konflikt tut sich auf, dessen Ausläufer auch diejenigen erreichen, die glauben, dass die Wölfe sie nichts angingen. Auch verschweigt mancher LZ-Kommentator die Gefahren nicht: In Indien etwa, wird gelegentich ausgeführt, sind zwischen 1980 und 2000 fast dreihundert Kinder von Wölfen getötet worden. Diese und andere Angriffe erklären, warum der Wolf auch in Ochtmissen nicht nur willkommen geheißen wird.

      Im Gegenzug gibt es eine wachsende Gruppe sogenannter Wolfsfrauen, die im Kontakt mit dem wilden Tier durch „Wolfsküsse“, zu sich selbst finden wollen. Auch bei manchem Weltweisen überwiegt letztlich die Sympathie. „Wölfe sind große Lehrmeister“, sagte beispielsweise Klaus Bruns einmal. „Sie erschüttern eingeschliffene Denkmuster und machen den Kopf frei.“ So sei durch ihre Rückkehr klar geworden, dass Natur (und Politik) nicht immer einem „romantischen Ideal“ entsprechen müsse. Der Wolf braucht keine Wildnis, er kehrt als anpassungsfähiger Kulturfolger zurück.

    • Das ist Wiedergutmachung für die einstiege Ausrottung des Wolfes in Deutschland. Und wenn es um Wiedergutmachung geht ist man in Deutschland wirklich nicht knauserig. Das wird wohl noch Ende dieses Jahrhunderts so sein und darüber hinaus. Wie sie sagen: Es ist alles so deutsch.

    • Dann spielen Sie doch Gott und tilgen dieses Tier wieder von der deutschen Landkarte.

      Von dem ganzen eingesparten Geld könnten wir dann noch mehr Tiere kaufen, die uns wirklich was nützen und weniger gefährlich sind.

      Machen Sie auch gleich alle Wespen weg, die nerven auch!

  3. diese vierbeinigen jäger gefallen mir erheblich besser, als die zweibeinigen. die echte natur ist wirklich was feines.

    • „Echte Natur“, wo haben Sie die denn gefunden ? In Deutschland gibt es lediglich eine vom Menschen geschaffene Kulturlandschaft zu bewundern. Selbst die Lüneburger Heide ist kein unberührter Dschungel. Was reden Sie ?

      • heidjer, für mich sind wölfe natur. übrigens, bei uns sollen in der nächsten zeit angeblich die wälder zu 20% sich selbst überlassen bleiben , um eben eine echte natur zu werden. dummerweise stehen da mal wieder lobbyisten im weg. schon lustig, die deutschen sind reiseweltmeister , um die unberührte natur zu bewundern, nur im eigenem land verhindern sie es dauernd.

    • Ja, die Natur ist wirklich was feines, denn die Natur ist Kapitalismus pur, nur das die Währung nicht das Geld ist sondern das nackte Leben. Abgewandelt von Schumpeter ist es die permanente schöpferische Tötung.

      • Je weniger wir in Kontakt kommen mit der Natur, desto mehr verklären wir sie. Wir reden mit unseren Hunden und Katzen, als wären es Menschen, und jetzt freuen wir uns auch noch auf ein richtiges Raubtier. Ganz Deutschland ist Wolferwartungsland, die Umwelt- und Tierschutzbürokratie grübelt vor sich hin: Was könnte man den Wölfen nicht alles Schönes bieten, gäbe es die blöden Menschen nicht. Die Vermenschlichung von Tieren geht oft einher mit einer gehörigen Portion Menschenverachtung.

        Der Mensch müsse nur gründlich über den Wolf aufgeklärt werden, meinen die Tierschützer. Dann werde man prima miteinander klarkommen. Okay, dann klären wir mal auf: Der Wolf ernährt sich nicht von Tofu oder Grünkernbratlingen. Er reißt gerne Rehe oder Schafe, und – Haustierfreunde, aufgepasst! – er verschmäht auch Hunde und Katzen nicht. Insbesondere wenn er Tollwut hat, greift der Wolf auch Menschen an. Zwar wurden in den letzten Jahrzehnten in Europa nur wenige Fälle gemeldet, in denen Menschen getötet wurden, aber das lag wohl auch daran, dass kaum Wölfe unterwegs waren. Man sollte den Wolf nicht verteufeln, man sollte ihn auch nicht ohne Not erschießen. Aber genauso wenig sollte man ihn einladen, in unserer Mitte zu leben. Die Natur ist nun einmal kein Streichelzoo, und der Wolf taugt nicht zum Schmusetierchen.

        • na na, bange machen macht spaß, oder? warum hat eigentlich das größte raubtier angst vor anderen raubtieren? er will doch die krönung der schöpfung sein und macht sich schon vor spinnen, mäusen ,hunden usw. in die hosen.

  4. Wieder ein Landstrichi n dem die Kinder jetzt zu Hause bleiben dürfen, statt am Feldrand zu spielen.

  5. Schützt die Tiere vor Jägern und Angsthasen

    Herzlich willkommen, Canis lupus! Die Angst, dass ein Wolf hierzulande Menschen zu nahe kommen oder gar bedrohen könnte, entspringt purer Hysterie und peinlicher Unwissenheit.Wer sich vor Isegrim fürchtet, sollte nicht die Polizei rufen, sondern zum Psychiater gehen oder seine Wohnung nicht mehr verlassen. Es könnte ihm ja der Himmel auf den Kopf fallen. Wölfe müssen den Menschen – aus gutem Grund – meiden. Der angeblich mit Verstand begabte Mensch hat diese wunderbaren Lebewesen im Unverstand in unseren Breiten vollständig ausgerottet. Es ist endlich an der Zeit, dieses unverzeihliche Verbrechen an unseren Mitgeschöpfen wiedergutzumachen und den Tieren eine neue, geschützte Heimat zu geben.

    Wer mit einer großkalibrigen Flinte durchs Unterholz stapft und ein unschuldiges, überaus seltenes Tier meuchelt – ob aus Absicht oder Versehen –, muss hart bestraft werden. Keine Gnade mit Kreideberg und Lopausee-Pistoleros, kein Verständnis für Angsthasen und Querulanten. Der Wolf gehört in unsere herrlichen Wälder – je früher, je mehr, desto besser. Dass ein einsamer Wolf im Hasenburger Wald, in der Region Bienenbüttel bzw. Medingen oder in der Göhrde einem Wanderer gefährlich werden könnte, ist im Übrigen genauso wahrscheinlich, wie Rotkäppchen in einem Supermarkt zu begegnen, in dem der „große böse Wolf“ an der Fleischtheke Schnitzel verkauft.

    Der Generalverdacht gegen unsere Wölfe ist übelste mittelalterliche Hetze.

    Markus Brauer

  6. Typische Ausführungen eines auf dem Sofa liegenden Städters, der es sich bequem gemacht hat und mit den Folgen seiner Ausführungen nicht leben muss, aber ein gehöriges Wort mitreden möchte.

    • Na hören Sie mal, die eingeschränkte Sachkundeprüfung (ohne Handhabung von Schusswaffen) plus spezieller Prüfung als Voraussetzung für die Erteilung meines Falknerjagdscheins, der zur Ausübung der Beizjagd (auch innerstädtisch etwa beim früheren Airfield B.156, heute Sonderlandeplatz, bald Gewerbefläche) berechtigt, habe ich 1949 bestanden. Darüber hinaus bin ich Ehrenwehrführer, langjähriger Hauptbrandmeister, Träger des Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuzes in Gold und des Brandschutzehrenzeichens in Gold, der Gedenkmedaillen aus Anlass der Sturmflutkatastrophe 1962, der Waldbrandkatastrophe im August 1975 und in Anerkennung an die Hilfeleistung beim Elbehochwasser 2002 und außerdem seit dem 10. Februar 1951 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Alt Garge. An Ihrer Einlassung kann ich nicht erkennen, dass Sie irgendwas pro oder contra Wolf zu sagen hätten.