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Ulrich von dem Bruch testet für die LZ den noch improvisierten Selfie Foto Point in der Kronsbergheide bei Amelinghausen. Foto: t&w
Ulrich von dem Bruch testet für die LZ den noch improvisierten Selfie Foto Point in der Kronsbergheide bei Amelinghausen. Foto: t&w

Bitte lächeln! — „Selfie“-Trend erreicht die Heide-Region

dth Lüneburg. Der nächste „Selfie“-Trend bekommt jetzt in der Urlaubsregion Lüneburger Heide einen Schub. Die Tourismus-Agentur „Lüneburger Heide GmbH“ (LGH) richtet jetzt mehr als 30 sogenannte „Selfie Foto Points“ in der Heide ein — Punkte, an denen sich die Aussicht für Selbstporträts mit der Handykamera besonders lohnen sollen. Das ist einerseits ein schöner Urlaubsspaß und gleichzeitig ein gutes Marketing-Instrument. Zudem bieten die Gäste auch den Touristikern eine Möglichkeit, online nachzuvollziehen, welche Orte besonders beliebt sind und von wem sie frequentiert werden. „Gute Ideen können so einfach sein“, freut sich LGH-Geschäftsführer Ulrich von dem Bruch.

Die ersten beiden Selfie-Points in der Heide sind bereits mit Lila-Schildern und LGH-Logo markiert, beim Hexenhaus in Wesel und bei einem Hotel in Essel im Heidekreis. Eigentlich wollte von dem Bruch zunächst Facebook-Fotopoints schaffen, doch die markenrechtliche Einigung mit dem weltgrößten sozialen Online-Netzwerk schien ihm zu aufwendig. Nach dem kürzlichen Poststreik kamen jetzt endlich die lila Schilder an. Darauf steht in großen Lettern „Selfie Foto Point“ und weiter: „Mach hier dein Foto! Hochladen auf den Social Media Seiten deiner Wahl mit #lueneburgerheide.“ Die nächsten Punkte, die Besucher zum Fotografieren animieren sollen, werden in Undeloh und Egestorf eingerichtet. Von dem Bruch: „Die Schwierigkeit ist noch, dass wir auf öffentlichem Grund extra Genehmigungen zum Aufstellen der Schilder benötigen. Deswegen suchen wir zusätzlich private Partner.“ Auch Kommunen können sich noch bei der LGH dafür melden. Vor allem im Naturpark Lüneburger Heide werde das Aufstellen von Schildern, gerade bei besonderen Ausblicken, aber restriktiv gehandhabt. Auch dafür hat von dem Bruch eine mögliche Lösung parat: „Wir könnten die Selfie Foto Point-Markierungen auch auf Bodenplatten aufsprühen.“ Wie das Angebot angenommen wird, wird die Zeit zeigen. Erfolgreiche Beispiele in anderen Regionen gibt es aber bereits.

Schon im vergangenen Jahr war etwa Sylt im Selfie-Fieber: Die dortige Tourist-Info veranstaltete einen Foto-Wettbewerb in Kampen, wer die meisten Selfies an den mit weißen Punkten markierten Orten schoss. In Nordrhein-Westfalen und Thüringen verbreitet seit vergangenem Herbst der Radiomoderator Marc Torke die Idee von den „Selfie-Points“ und setzt sie unter anderem mit Unterstützung von Tourismusverbänden um. Auf der Internetseite selfie-points.de/how-to-selfie/ gibt Torke zudem Tipps, wie Handyfotografen das perfekte Selbstporträt schießen. Eine Grundregel lautet dort: „Euer Selfie sollte eine Message haben. Wenn du allerdings besonders schön aussiehst, genügt es auch, einfach nur in die Kamera zu sehen.“

Auch die LZ interessiert sich, welche Orte in der Region Lüneburg, von der Elbe bis zur Heide, aus Sicht unserer Leser die besten Punkte für Selfies sind. Die LZ freut sich über Fotos auf www.facebook/landeszeitung/ mit den Stichworten #elbeheide und #landeszeitung.