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Leger in Shorts und Sandalen oder seriös in Anzug und Krawatte -- gibt es bei Ihrer Arbeit im Sommer eine Kleiderordnung? Foto: A./t&w
Leger in Shorts und Sandalen oder seriös in Anzug und Krawatte -- gibt es bei Ihrer Arbeit im Sommer eine Kleiderordnung? Foto: A./t&w

Sommerdresscode: Flip-Flops und Shorts gehen gar nicht

as Lüneburg. Wenn das Thermometer in Richtung 30 Grad steigt, ist luftige Kleidung angesagt. In Shorts, Bermudas, Top, kurzem Rock und schulterfreiem Oberteil lässt sich Hitze halt viel besser aushalten. Doch ist dieses Outfit auch zulässig im Büro oder Geschäft oder gilt hier ein spezieller Dress-Code? Das wollte die LZ von Lüneburger Unternehmen wissen.

Die Sparkasse Lüneburg hat Kleidungsempfehlungen für ihre Mitarbeiter, „denn für unser Selbstverständnis hat das äußere Erscheinungsbild aus verschiedenen Gründen eine besondere Bedeutung“, sagt Pressesprecher Frank Elsner. „Zuerst einmal signalisieren wir damit, dass wir unseren Kunden Wertschätzung entgegen-bringen. Und außerdem sind Geldangelegenheiten schließlich Vertrauenssache. Wir möchten nicht, dass das Vertrauen unserer Kunden gegebenenfalls durch Äußerlichkeiten irritiert wird.“ Auch bei heißem Wetter hat der Dress-Code Gültigkeit. „Dort werden allerdings verschiedene Alternativen aufgezeigt. Bei den Damen erleichtert das Tragen von Röcken und Kleidern oder Schuhen mit Riemchen, die warme Zeit zu überbrücken. Bei den Herren sind Hemden mit halbem Arm gestattet. Das Tragen von Sakkos bei Herren wird grundsätzlich erwartet. Nach gelebter Praxis kann bei extremen Temperaturen in den Räumlichkeiten nach Rücksprache mit der Führungskraft aber vorübergehend darauf verzichtet werden.“ Es gebe allerdings Vorgaben, die gesetzt sind: „Wir erwarten von Damen und Herren, dass sie keine Freizeithosen wie Jeans, Flip-Flops oder offene Sandalen tragen. Die Herren tragen Krawatten, wobei der oberste Knopf des Hemdes jederzeit unter der Krawatte geschlossen bleibt“, sagt Elsner. Die Kunden würden diesen Dress-Code begrüßen. Als man vor Jahren auf dem Campus eine Filiale eröffnet habe, wollte man neue Wege gehen: Polo-Hemd statt Anzug und Krawatte. „Eine Umfrage unter den Studenten ergab, dass diese sich lieber Kundenberater im klassischen Outfit wünschen.“

Beim Unternehmen LAP mit Sitz im Hafen ist in keinem Regelwerk niedergeschrieben, was Mitarbeiter im Sommer am Arbeitsplatz tragen dürfen. Das liege in der Verantwortung der Mitarbeiter, bisher sei noch keiner in unangemessener Kleidung erschienen, heißt es.

In der IHK gebe es keinen schriftlichen Dress-Code, „aber einige eingeübte Regeln“, sagt Presseprecherin Grit Preibisch. In den letzten Jahren habe eine gewisse Lockerheit Einzug gehalten – so zum Beispiel das Tragen von einfarbigen dunklen Jeans zum Hemd. „Bei Kundenkontakten gehören aber weiterhin das Langarm-Hemd, der Anzug und die Krawatte zur Standardausrüstung – im Sommer auch mal ohne Krawatte und Sakko. Bei den Damen ist eine größere Wahlfreiheit ja immer gegeben. Minirock oder Shorts sind allerdings tabu, der Rock sollte nicht kürzer als eine Handbreit über dem Knie sein. „Auch starke Ausschnitte gehören eher in die Freizeit. Schließlich will sich die IHK nicht durch Kleidung in den Mittelpunkt rücken, sondern durch Inhalte und Service-Qualität.“

Bei Sonnenbrillen setzen Marion Adam, Geschäftsführerin von Brillen Curdt, und ihr Team auf Vielfalt. Beim Outfit der Mitarbeiter gibt es klare Regeln. Die sind auch Thema bei den regelmäßigen Meetings, wenn es darum geht, „was im Geschäft tragbar ist“, sagt Marion Adam. Auch bei sommerlichen Temperaturen gilt: Bitte keine Strandmode wie Shorts oder tiefdekolletierte T-Shirts. Flip-Flops, auch wenn sie noch so stylisch sind, „gehen gar nicht“. Bermudas mit einem schicken Blazer kombiniert, „wie das gerne von unseren jungen männlichen Mitarbeitern getragen wird, sind durchaus möglich“.

Für die Karstadt-Mitarbeiter im Verkauf gibt es eine Dress-Code-Empfehlung, sagt Jens Stemmer, kaufmännischer Leiter der Lüneburger Filiale. Die beinhaltet, was Mitarbeiter mit Kundenkontakt tragen sollten, möglichst in schwarz-weiß. Sind auch kurze Hose oder Bermudas zulässig, wenn‘s draußen tropisch heiß ist? „Nein, das sieht die Empfehlung nicht vor.“ Aufgrund der klimatisierten Räume bei Karstadt seien auch im Sommer sowohl für die Mitarbeiter als auch für die Kunden die Temperaturen einigermaßen erträglich.

Wie ist Ihre Meinung über eine Kleidungsordnung am Arbeitsplatz? Schreiben Sie uns an stadtredaktion@landeszeitung.de.