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Umbau der Scharff-Kreuzung: Mehr Sicherheit für Radler

as Lüneburg. Großbaustelle wird der Bereich rund um die Scharff-Kreuzung in den kommenden Monaten. Der Grund: Die Brücke über die Ilmenau an der Altenbrückertorstraße muss saniert werden. Im Zuge dessen soll der Kreuzungsbereich neu gestaltet werden, um mehr Platz und Sicherheit für Radfahrer zu schaffen. In einem weiteren Schritt werden Busparkplätze vor dem Museum an der Willy-Brandt-Straße entstehen. „Logistisch ein kompliziertes Projekt, da die Kreuzung zum vielbefahrenen Stadtring gehört und die einzelnen Abschnitte so geplant werden mussten, dass die Arbeiten zu möglichst geringen Behinderungen für den Verkehr führen“, sagt Stadtbaurätin Heike Gundermann.

Uta Hesebeck zeigt, wo die Busspur vor dem Museum entstehen soll. Foto: t&w
Uta Hesebeck zeigt, wo die Busspur vor dem Museum entstehen soll. Foto: t&w

Bereits am kommenden Montag starten die Arbeiten zur Sanierung der Brücke Altenbrückertorstraße. Historischen Unterlagen zufolge ist diese um 1870 als Mauerwerksgewölbe errichtet worden. Ende der 60er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurden dann seitliche Anbauten aus Stahlbeton, sogenannte Konsolen, links und rechts der Straße angesetzt, als Wege für Fußgänger und Radler. Laut Jörg Silex, Brückenbauingenieur bei der Stadt, ist inzwischen Beton an verschiedenen Stellen abgeplatzt und es haben sich Risse gebildet, so dass Wasser eindringen und Schäden verursachen kann. Um die Standsicherheit zu erhalten, muss jetzt etwas geschehen. Die Arbeiten beginnen auf der Südseite der Brücke Richtung Bahnhof. „Bereits vor der Brücke werden während der Instandsetzungsarbeiten die Radfahrer und Fußgänger gesichert auf die Fahrbahn geführt, somit verkürzt sich die Rechtsabbiegespur für die Autos“, erläutert Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Straßen- und Ingenieurbau. Auch für die Arbeiten an der Brücke Richtung Innenstadt müssen die Fahrbahnspuren vorübergehend neu geordnet werden, damit Radler in Höhe der Brücke auf die Fahrbahn umgeleitet werden können. Die Stadt geht davon aus, dass die Arbeiten pro Seite zwischen drei bis vier Wochen dauern werden.

Jörg Silex (oben) verdeutlicht, warum die Brücke an der Altenbrückertorstraße saniert werden muss. Foto: t&w
Jörg Silex verdeutlicht, warum die Brücke an der Altenbrückertorstraße saniert werden muss. Foto: t&w

Parallel zu diesen Arbeiten startet der Umbau der Scharffkreuzung. Notwendig sei dieser, weil der Radverkehr vom Bahnhof in Richtung Innenstadt und Willy-Brandt-Straße sowie in umgekehrte Richtung erheblich zugenommen habe, sagt Stadtbaurätin Heike Gundermann. Die Aufstellflächen für Radler an der Kreuzung seien nicht mehr ausreichend, sie werden deshalb vor dem Pizza-Service und in Höhe des Museums verbreitert. Zwischen Kreuzung und Brücke soll außerdem ein Radfahrstreifen in beiden Richtungen entstehen sowie der bisherige Radweg auf der Brücke zurückgebaut werden, so dass Radfahrer künftig auf der Fahrbahn radeln. Für die verbreiterte Aufstellfläche in Höhe des Museums muss der Bogen dort um zirka zwei Meter in Richtung Museum versetzt werden. Künftig wird es an der Kreuzung auch gesonderte Ampelschaltungen für Radler und Autofahrer geben wie bereits an der Scholze-Kreuzung.

Heike Gundermann verschafft sich ein Bild von der Situation für Radfahrer, die verbessert werden soll. Foto: t&w
Heike Gundermann verschafft sich ein Bild von der Situation für Radfahrer, die verbessert werden soll. Foto: t&w

Voraussichtlich Mitte September beginnt der Neubau von zwei Busparkplätzen sowie zwei Behindertenstellplätzen an der Willy-Brandt-Straße vor dem Museum. Denn die vorhandene Parkbucht für Busse ist nicht breit genug. Fahrzeuge würden derzeit dort oft mit einem Rad auf der Fahrbahn stehen, so Stadtbaurätin Heike Gundermann. Beim Aussteigen aus dem Bus, kann es zudem zu gefährlichen Situationen kommen, weil an die Parkbucht direkt der Radweg angrenzt. „Die Linksabbiegespur an der Willy-Brandt-Straße in Richtung Innenstadt wird nun verkürzt, so dass Busparkplätze in ausreichender Breite entstehen können. Die vorhandene Parkbucht schafft dann Platz fürs sichere Aussteigen. Der vorhandene Rad- und Fußweg wird weiter so bleiben“, erklärt Uta Hesebeck. Zum Abschluss bekommt die Scharffkreuzung noch eine neue Asphaltdecke. Dazu bedarf es an einem Sonntag einer Vollsperrung. Den genauen Termin kündigt die Stadt noch rechtzeitig an.
Im Spätherbst sollen die Arbeiten komplett abgeschlossen sein. Die Stadt investiert ins gesamt rund 445 000 Euro.

Mängel an Ebert-Brücke

Die Friedrich-Ebert-Brücke wurde in den vergangenen neun Jahren in mehreren Abschnitten saniert, so dass die Stadt davon ausgegangen war, dass dort auf Jahre nichts mehr zu tun ist. „Doch die jährliche Brückenprüfung zeigte Mängel auf, die in zwei Bauabschnitten verursacht wurden“, sagt Jörg Silex.

Unter anderem sei der Beton auf zwei Seitensträngen bereits stark abgenutzt, Wasser könnte eindringen und tiefere Schäden verursachen. Nun müssen die beauftragten Firmen noch einmal ran – auf eigene Kosten, da es sich um Gewährleistung handelt. Die Arbeiten starten Montag, 24. August, und sollen bis zum Ende der Sommerferien abgeschlossen sein. In dieser Zeit ist der Fuß- und Radweg voll gesperrt.

2 Kommentare

  1. Hermann Brakelmann

    Wird auch höchste Zeit, daß die benutzungspflichtigen Radwege an der Altenbrücker Torstr. endlich verschwinden. Da haben die -zig umgenieteten Radfahrer am Knoten Ilmenaustraße der letzten Jahre wohl doch zum Einlenken geführt? Ich nehme mal an, daß die neuen „Radstreifen“ ein rechtzeitiges Einfädeln auf der Fahrbahn in Richtung Sande ermöglichen werden? Sonst kann man sich die Malerei auch gleich sparen.

  2. Die Schuld hat bei weitem nicht immer der böse böse Autofahrer:

    http://www.berliner-kurier.de/kiez-stadt/unfaelle-meist-selbst-verschuldet-berlins-unbelehrbare-harakiri-radler,7169128,31461112.html

    Meine Erfahrung ist, das es für Radfahrer keine Ampeln gibt; egal ob Fusgängerüberwege oder an Kreuzungen. Steht die Ampel auf ROT wird lustig weitergefahren oder auf den Bürgrsteig ausgewichen oder auf die Gegenfahrbahn. Die Problematik ohne Licht kennt jeder, sowie das Fahren entgegen der Fahrtrichtung; also das was der Autofahrer ja „vorhersehen“ muss. Das führt zu Unfällen! da Räder kein Kennzeichen haben-kein Problem! Wid jemand angefahren( mehrfach erlebt) oder ein Unfall durch das Reagieren anderer verursacht( x-mal gesehen) wird schnell verschwunden, also Fahrerflucht begangen.Mitleid, Emphatie,Schuldgefühle? Fehlanzeige!