Aktuell
Home | Lokales | Amelinghausen | Jubiläum für die Faslamsbrüder Oldendorf/Luhe: 25 Mal Vollgas auf dem Acker
Die Faslamsbrüder in Oldendorf/Luhe gehen mit ihrem Stoppelfeldrennen jetzt ins 25. Jahr. Foto: bau
Die Faslamsbrüder in Oldendorf/Luhe gehen mit ihrem Stoppelfeldrennen jetzt ins 25. Jahr. Foto: bau

Jubiläum für die Faslamsbrüder Oldendorf/Luhe: 25 Mal Vollgas auf dem Acker

bau Oldendorf/Luhe. Für PS-Fans in der Heide ist es das schönste Spektakel des Jahres: das Stoppelfeldrennen in Oldendorf/Luhe. Was 1991 vom örtlichen Verein der Faslamsbrüder eher im stillen Kämmerlein ins Leben gerufen wurde, ist mittlerweile zu einem professionellen Motorsport-Event für die ganze Familie geworden. Und am Sonnabend, 29. August, feiert das Stoppelfeldrennen mit seiner 25. Auflage silbernes Jubiläum. „Das ist schon etwas ganz Besonderes“, sagt Kai Hoffmann-Kruse, Chef der Faslamsbrüder.

Zum Jubiläum wird es wieder jede Menge Action geben. Mehr als 70 Vollgas-Freunde mit ihren ausgeschlachteten Boliden haben sich angekündigt. Mit dabei sind in eigenen Wettbewerben auch Motorräder und Quads. Zum ersten Mal wird ein elektronisches Zeitnahmesystem eingesetzt. Außerhalb der Rennstrecke gibt es für die vielen Hundert Besucher aller Altersklassen ein buntes Rahmenprogramm.

Foto: bau
Foto: bau

Bei der Premiere, am 10. August 1991, war das anders. „Damals haben wir unser Stoppelfeldrennen aus Sorge über mögliche Beschwerden fast gar nicht bekannt gemacht“, sagt Hartmut Meyer. Er ist damals wie heute Organisationschef. Beim ersten Mal gab es lediglich eine Wurst- und Bierbude, vier Fahrzeug-Klassen, 45 Starter. Auswertung und Urkunden wurden per Hand geschrieben.

„Damals haben wir uns fast die gesamte Ausstattung noch von anderen Veranstaltern aus der Region geliehen und haben die Teilnehmer nur einzeln starten lassen.“ Auch gab es keinen Bahndienst. „Die Löcher in den Kurven waren irgendwann so tief, dass die Autos darin komplett verschwunden sind“, erinnert sich Meyer.

Über die Jahre ist in Oldendorf/Luhe ein professionelles Motorsport-Spektakel mit Sicherheitsstandards entstanden. Allerdings mit der Folge, dass der organisatorische Aufwand mächtig gestiegen ist. „Am Anfang war das Rennen in wenigen Wochen geplant, jetzt sitzen wir Monate zusammen“, sagt Hoffmann-Kruse. „Das alles funktioniert auch nur, weil nach wie vor der Spaß im Vordergrund steht und außerhalb des Vereins auch viele Einwohner unseres Ortes helfen.“

So kamen vor kurzem zu einem besonderen organisatorischen Warm-up 2015 mehr als 50 Personen ins Dörphus. „Es ging es in erster Linie darum, uns auf das 25. Rennen einzustimmen, aber auch vorab Danke zu sagen an die Helfer für ihre jahrelange Unterstützung“, sagt Hoffmann-Kruse. „Der Renntag selber ist für uns Faslamsbrüder und Helfer sehr lang, sodass abends bei vielen die Luft raus ist, danach noch zu feiern.“ Und so hatten die Faslamsbrüder das Warm-up mit einem wie ein Stoppelfeld-Rennen aufgezogenen Carrera-Bahn-Turnier veranstaltet.

So gab es ein Einladungsschreiben mit Infos zum Warm-up, einen Anmeldelink auf der Homepage der Gemeinde Oldendorf/Luhe bzw. eine Anmelde-Telefonnummer, unter der sich die Teilnehmer mit Angabe von Startnummer und Namen für das Rennen einschreiben konnten. 36 Teilnehmer gingen an den Start. Am Ende beherrschte Sieger Hendrik Rund vor Andreas Constien und Tobias Hahn den Carrera-Gasgriff am besten. Schnellste Frau des Tages wurde Annika Tödter.
Zusätzlich tauschten die Akteure an der Rennstrecke nach jedem Durchgang ihre Positionen zwischen Fahrer, Streckenposten und Zeitnehmer. „So haben alle von der Wurstbude bis zum Fahrer alle Positionen kennengelernt und sind jetzt bestens gerüstet für das reale Event“, sagt Kai Hoffmann-Kruse. „Wir freuen uns darauf!“

Anmeldungen und Infos: www.oldendorf-luhe.de.