Aktuell
Home | Lokales | „Handwerk, Technik, Industrie“ – Tag des offenen Denkmals im September
In der Lüneburger Altstadt, Am Iflock 4, steht einer der ältesten Fachwerkspeicher der Region. Das Gebäude datiert auf das Jahr 1475, wurde vom Arbeitskreis Lüneburger Altstadt, hier der ehemalige Vorsitzende Curt Pomp, gekauft und 1992 restauriert.  Foto: A/t&w
In der Lüneburger Altstadt, Am Iflock 4, steht einer der ältesten Fachwerkspeicher der Region. Das Gebäude datiert auf das Jahr 1475, wurde vom Arbeitskreis Lüneburger Altstadt, hier der ehemalige Vorsitzende Curt Pomp, gekauft und 1992 restauriert. Foto: A/t&w

„Handwerk, Technik, Industrie“ – Tag des offenen Denkmals im September

cec Lüneburg. Mit jährlich mehr als vier Millionen Besuchern ist der Tag des offenen Denkmals eine der bedeutendsten Kulturveranstaltungen Deutschlands. Die Schönheit alter Bauten und der Wert des Denkmalschutzes stehen so seit 1993 einmal im Jahr im Fokus von Öffentlichkeit und Politik. Am Sonntag, 13. September, öffnen bundesweit gut 7700 historische Gebäude und Orte ihre Türen, die sonst gar nicht oder nur eingeschränkt zugänglich sind. In Stadt und Landkreis Lüneburg stehen unter dem diesjährigen Motto „Handwerk, Technik, Industrie“ 13 Denkmale zur Besichtigung bereit, einige Beispiele:

Zum ersten Mal dabei sind die Schleuse in Bardowick, die im Jahr 1933 gebaut wurde, und das dazugehörige Nadelwehr. Die Mitglieder des Fördervereins Historische Ilmenau informieren zwischen 11 und 18 Uhr in Führungen über die Funktionsweise der wassertechnischen Bauwerke und präsentieren den Ilmenau-Ewer und das Museumsschiff Ilmenau.

Ein Meisterwerk der Renaissance, die prächtig bemalte Decke im Saal 4, ist im Scala Programmkino zu bestaunen. Außerdem werden um 11 und 12 Uhr historische Filme über Lüneburg gezeigt, die vom Stadtarchiv zusammengestellt wurden.

Schausieden, Führungen mit technischem Schwerpunkt und museumspädagogische Angebote für Kinder gibt es zwischen 9 und 17 Uhr im Deutschen Salzmuseum, das an die ruhmreiche 1000-jährige Geschichte der Lüneburger Saline erinnert. Sie galt als einer der größten Industriebetriebe des Mittelalters in Europa.

Einen der ältesten Fachwerkspeicher der Region können sich die Besucher von 10 bis 17 Uhr in der Lüneburger Altstadt Am Iflock 4 anschauen. Das Gebäude, 1475 errichtet, wurde 1992 vom Arbeitskreis Lüneburger Altstadt (ALA) res­tauriert und seiner ehemaligen Funktion wieder zugeführt, dient heute als Lager für alte Baumaterialien. Neben Führungen und der Vorführung einer historischen Winde gibt es hier am Tag des offenen Denkmals traditionelle Kinderspiele und zwei Handwerker zeigen altes Handwerk.

Im Kloster Lüne erklären zwischen 11 und 17 Uhr Fachleute die Technik der Orgel. Techniken des Nähens, Webens und Stickens werden gezeigt. Und bei der „Wasserführung“ tauchen die Zuhörer in die Wassertechnik des Mittelalters ein.

Viel zu sehen gibt es auch von 11.30 bis 18 Uhr in Scharnebeck: Gemeindemitglieder führen um 12, 14 und 16 Uhr durch die 1319 bis 1376 als Teil des Zisterzienserkloster errichtete St.-Marien-Kirche, thematisch befasssen sie sich mit der ehemaligen Klosteranlage, dem klösterlichen Erbe, der heutigen evangelisch-lutherischen Kirche, der Orgel und dem Turm mit seinem Uhrwerk und Glocken. Gruppen ab 10 Personen werden um vorherige Anmeldung gebeten bei Willi Sgodzaj unter Tel. (04136) 7151.

Auch im Lüneburger Rathaus ist zwischen 11 und 18 Uhr einiges los. Das Ortskuratorium der Deutschen Stiftung Denkmalschutz stellt hier einen Infostand auf. Astrid Wildprett und Klaus Judel demonstrieren Kalligraphie und Buchbinderei. Und Danny Kolbe stellt die stadtarchivarische Arbeit vor. Um 12.45 und um 14.30 Uhr singt der Bach-Chor.

Koordiniert wird der Aktionstag von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz mit Sitz in Bonn. Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days unter der Schirmherrschaft des Europarats. Alle 50 Länder der europäischen Kulturkonvention beteiligen sich an dem Ereignis. Das aktuelle bundesweite Programm ist unter www.tag-des-offenen-denkmals.de einsehbar. Dort kann man sich alle teilnehmenden Denkmale einer Region anzeigen lassen, nach Kategorien suchen und über einen Merkzettel persönliche Besichtigungstouren zusammenstellen.

Weitere Termine

Johanneskapelle in Adendorf, Öffnungszeiten am Denkmaltag: 11 bis 17 Uhr
Ackerbürgerhaus in Bleckede, Öffnungszeiten am Denkmaltag: 11 bis 17 Uhr
Historisches Wärterstellwerk Lüneburg, Lüner Damm 26, Öffnungszeiten am Denkmaltag: 11 bis 17 Uhr
Gipsofen am Kalkberg, Öffnungszeiten am Denkmaltag: 11 bis 16 Uhr
Stadtrundgang „Häuser der Renaissance“ mit Prof. Dr. Frank Braun, Treffpunkt 15 Uhr, Altes Stadtarchiv Am Ochsenmarkt
Stadtrundgang „Straßennamen und ihre Hinweise auf das Handwerk“ mit Prof. Dr. Edgar Ring, Treffpunkt: 11 Uhr, Altes Stadtarchiv Am Ochsenmarkt