Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Der Lüneburger Altstadt Grand Prix führt, wie der Name schon sagt, über einen Rundkurs durch die Altstadt. Start und Ziel befinden sich vor dem Rathaus. Foto: A/boldt
Der Lüneburger Altstadt Grand Prix führt, wie der Name schon sagt, über einen Rundkurs durch die Altstadt. Start und Ziel befinden sich vor dem Rathaus. Foto: A/boldt

Ein Großer Preis der Gleichmäßigkeit

cst Lüneburg. Grand Prix — das klingt nach Höllentempo, nach Rad-an-Rad-Duellen, nach Überholen aus dem Windschatten und nach Boxenstopp. Damit hat der 2. ADAC Altstadt Grand Prix in Lüneburg aber so gar nichts am Hut. Denn die zweite Auflage des 2013 ins Leben gerufenen Oldtimer-Spektakels nehmen am Sonntag, 23. August, 65 historische Automobile bis Baujahr 1974 in Angriff — inklusive ein paar blecherner Gäste, die ein wenig jünger sein dürfen als mindestens 41 Jahre.

Es geht auf dem 1,3 Kilometer langen Rundkurs um eine Gleichmäßigkeitsprüfung, die teilnehmenden Fahrzeuge müssen dabei die pro Runde vorgegebene Zeit möglichst genau einhalten. Gewinnen wird letztendlich das Team mit der geringsten Abweichung von der Sollzeit, sprich: mit den wenigsten Strafpunkten. Zwei Lichtschranken messen unbestechlich bei den drei Läufen zu jeweils vier Runden, jedes Auto wird demnach insgesamt 24-Mal „geblitzt“.

Zwischen den Läufen, deren erster um 14 Uhr gestartet wird, gibt es im Gegensatz zur Premiere vor zwei Jahren keine Pause. Eine halbe Stunde vor dem Start fährt das Führungsfahrzeug, ein von Mercedes-Sternpartner zur Verfügung gestelltes S-Klasse Coupé, den Rundkurs ab, der mit 1400 Sperrgittern von jeweils 2,50 Metern Länge gesichert wird. „Sicherheit steht über allem“, unterstreicht Rolf Moormann, der vor einem Jahr mit der Organisation des Grand Prix begonnen hat. „Wir haben auch 40 Streckenposten am Rundkurs, die aufpassen.“ Alles Ehrenamtler vom Lüneburger ADAC-Ortsklub oder aus Moormanns Freundeskreis. Der von der DLRG gestellte Rettungswagen sollte demnach einen ruhigen Nachmittag verleben können

Die wunderschönen Teilnehmer-Fahrzeuge parken schon deutlich vor dem Start auf dem Marktplatz. Eine willkommene Gelegenheit für alle Fans, die Autos hautnah zu bewundern und zu fotografieren. Bis spätestens 13.30 Uhr muss der letzte Zuschauer das Fahrerlager vor dem Rathaus dann geräumt haben, damit es kurz darauf losgehen kann. Moormann rechnet damit, dass der Grand Prix gegen 17 Uhr beendet sein wird und schon gegen 18.30 Uhr die Sieger — der Gesamtsieger und die in den einzelnen Klassen — geehrt werden können. Pokale und Urkunden werden im großen Zelt auf dem Marktplatz überreicht. Dort bewirtet die „Krone“ tagsüber auch die Teilnehmerteams, die Sponsoren und Ehrengäste mit Speis und Trank.

„Wir sind der Hansestadt Lüneburg dankbar, dass sie uns die Genehmigung erteilt hat für den Grand Prix. Eine solche Veranstaltung durch die Gassen der Altstadt dürfte bundesweit einmalig sein“, freut sich Rolf Moormann. Bei der ersten Auflage 2013 fuhr Oberbürgermeister Ulrich Mädge sogar selbst als Beifahrer in einem Porsche 356 mit, der Schirmherr wird auch diesmal das Treiben mit Wohlwollen verfolgen.

One comment

  1. Eine sehr gelungene Verantstaltung! Es freut mich wirklich, dass es noch Menschen gibt, die so etwas ehrenamtlich organisieren.
    Dieses ist für unsere Stadt eine große Bereicherung. Mir hat es sehr gut gefallen und ich werde auch in 2 Jahren wieder als Zuschauer vor Ort sein.