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Deichhauptmann Hartmut Burmester bespricht sich vor Ort mit dem Landesbehörden-Mitarbeitern Heiko Warnecke und Michael Sprätz (v.l.). Foto: bau
Deichhauptmann Hartmut Burmester bespricht sich vor Ort mit dem Landesbehörden-Mitarbeitern Heiko Warnecke und Michael Sprätz (v.l.). Foto: bau

Deichreparaturen von Barförde bis Sassendorf

bau Barförde. Ein Jahr ist ins Land gegangen, seit der Artlen­burger Deichverband (ADV) mit der Reparatur der vom Elbe-Hochwasser im Juni 2013 beschädigten Deiche begonnen hat. „Inzwischen sind 23 Kilometer Deich saniert worden“, berichtet Deichhauptmann Hartmut Burmester. Die nächsten 3,7 Kilometer folgen jetzt. Zwischen Barförde und Sassendorf beseitigt eine Baufirma aus Wittmund Schäden an Deichen, Überfahrten und Rampen, passt Deichtreppen und Deichhöhen an, repariert den Verteidigungsweg in Barförde. Kosten: 300000 Euro, die Bund und Land aus dem Fonds für Aufbauhilfe finanzieren.

„Die Situation hat sich zusehends entspannt, weil die Schäden behoben wurden“, sagt Burmester. Allerdings, betont der Deichhauptmann, werde nur der Zustand von vor Juni 2013 wiederhergestellt. „Die Deiche sind aber nicht hoch genug, wenn, wie vorhergesagt, noch kräftigere Jahrhunderthochwasser als 2013 auflaufen.“ Die nötige Höhe der Deiche für künftige Herausforderungen an der Elbe sei nicht gegeben, so Burmester weiter.

Und ADV-Geschäftsführer Norbert Thiemann ergänzt: „Es werden zurzeit nur Schäden beseitigt, eine Nacherhöhung der Deiche findet nicht statt.“ Ausgeglichen werden jedoch Fehlhöhen, sodass die Deiche im Bereich des ADV am Ende der Sanierung wieder ein Freibord von einem Meter außerhalb und 1,20 Meter innerhalb der Orte haben. Das Freibord ist der Abstand zwischen Deichkrone und Bemessungswasserstand und gilt als Sicherheitsreserve, die nicht überströmt werden sollte. Bei dem jetzt beginnenden Bauabschnitt werden Fehlhöhen auf einer Länge von 2,2 Kilometern bereinigt.

Bei der Sanierung zwischen Barförde und Sassendorf werden rund 3500 Kubikmeter Klei verbaut. Das entspricht rund 350 Ladungen, die Lkw aus Garlstorf, Radegast und Schwinde anliefern. Auf den Deichen beseitigen die Mitarbeiter Fahrspuren und Versackungen, die Einsatzfahrzeuge 2013 hinterlassen haben. Zudem erneuern sie 2000 Quadratmeter Wege mit Beton. Noch im Herbst soll nach Abschluss der Arbeiten neues Gras auf den Deichen angesät werden. Ungefähr zur gleichen Zeit soll der letzte Bauabschnitt beginnen, bei dem der Deich zwischen Hohnstorf und dem Sperrtor des Elbe-Seitenkanals in Artlenburg saniert wird.

„Nach der Sanierung werden wir schmalere Deichkronen haben. Das hat zur Folge, dass bei der Deichverteidigung Einsatzfahrzeuge oben auf ihnen nicht mehr rangieren können“, sagt Geschäftsführer Norbert Thiemann. Überdies können Elbe-Kommunen nicht mehr überall die bei Bürgern und Ausflüglern beliebten Sitzbänke auf den Deichkronen aufstellen, weil für die Sitzgelegenheiten aufgrund des geringeren Maßes kein Platz mehr vorhanden ist.

Während der Bauarbeiten ist der Deichverteidigungsweg für Radfahrer gesperrt. Eine Umleitung ist ausgeschildert.

Mittwochs ab 12 Uhr finden im Melkhus in Sassendorf die Baubesprechungen statt. Auch Bürger können teilnehmen. Anmeldung: Tel.0170/5263514.