Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Sinkt der Wasserstand des Kreidebergsees? Das glaubt LZ-Leser Oliver Scheithe. Aus dem Umweltamt heißt es, der Regen der vergangenen Tage werde den Pegel wieder steigen lassen. Foto: boldt
Sinkt der Wasserstand des Kreidebergsees? Das glaubt LZ-Leser Oliver Scheithe. Aus dem Umweltamt heißt es, der Regen der vergangenen Tage werde den Pegel wieder steigen lassen. Foto: boldt

Kreidebergsee reagiert zeitversetzt

ca Lüneburg. Der Kreidebergsee am Rande der Innenstadt ist ein beliebtes Ziel für einen Spaziergang. Doch der Wasserspiegel des Kreidebergsees sinke, glaubt der besorgte LZ-Leser Oliver Scheithe. Er lebe seit drei Jahren am Kreideberg und komme oft am See vorbei. Sein Eindruck: Der Wasserstand falle, saisonale Schwankungen habe er nicht beobachtet. Die LZ hat im Rathaus nachgefragt.

Sarah Cramer von Clausbruch vom Pressereferat der Stadt erklärt die Sachlage: „Der Wasserstand im Kreidebergsee wird seit 1987 einmal im Monat durch die AGL gemessen. Im Mittel beträgt der Wasserstand 10,85 Meter über Normalnull. Der niedrigste Wasserstand betrug 10,29 mNN im Oktober 1992. Der höchste Wasserstand lag bei 11,54 mNN, gemessen im August 2002. Bei der letzten Messung in diesem Jahr wurden am 28. Juli 10,91 mNN festgestellt.“

Es sei gut möglicht, dass der Wasserstand seitdem noch etwas stärker gesunken ist: „Das hat mit großer Wahrscheinlichkeit mit der Trockenheit der letzten Monate zu tun.“

Volker Schulz, Bereichsleiter für Umweltthemen bei der Hansestadt Lüneburg, erklärt: „Das momentane Niedrigwasser im Kreidebergsee ist unbedenklich. Wir können davon ausgehen, dass der Wasserstand wieder steigen wird. Das bringen die großen Regenfälle der letzten Tage mit sich. Das Ansteigen passiert aber nicht sofort, sondern zeitverzögert, sodass in den nächsten Tagen mit dem Anstieg zu rechnen ist.“

One comment

  1. Oliver Scheithe

    Da ich in dem Artikel namentlich genannt bin, möchte ich hier noch etwas ergänzen:
    Ich kann natürlich nicht den Wasserstand messen. Anhaltspunkt für mich ist die Grasnarbe und der Findling auf der Südseite des Sees. Vor drei Jahren reichte das Wasser bis zur Grasnarbe und der Findling lag im Wasser. Seit gut zwei Jahren entfernt sich Wasser immer weiter von der Grasnarbe und der Findling war auch schon längere Zeit nicht mehr von Wasser umspült.