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Auch das Außengelände der Alten Schule soll umgestaltet werden. Neben der Modernisierung des Spielplatzes ist dort unter anderem die Einrichtung einer Grillhütte und eines Bouleplatzes vorgesehen. Foto: t&w
Auch das Außengelände der Alten Schule soll umgestaltet werden. Neben der Modernisierung des Spielplatzes ist dort unter anderem die Einrichtung einer Grillhütte und eines Bouleplatzes vorgesehen. Foto: t&w

Fördermittel stehen bereit – Gemeinde Rehlingen hofft auf 400000 Euro Zuschuss für „Alte Schule“

dth Rehlingen. Das Geld scheint schon zum Greifen nah, laut niedersächsischem Sozialministerium seien nur noch Formalitäten zu klären: 400000 Euro sollen aus dem Städtebauförderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden“ in die Samtgemeinde Amelinghausen fließen. Dort wartet die Mitgliedsgemeinde Rehlingen geduldig auf den offiziellen Zuwendungsbescheid. Mit Hilfe des Geldes will die Kommune die „Alte Schule“ in Rehlingen sanieren und umbauen zu einem Dorfgemeinschaftshaus, nutzbar für Veranstaltungen, Mehrgenerationen-Projekte bis Ratssitzungen. Auch der Kinderspielkreis Ehlbeck soll dort eine neue Heimat bekommen.

Die Schätzung der Gesamtkosten beläuft sich auf rund 600000 Euro. Bliebe — so die Förderung kommt — ein Eigenanteil von 200000 Euro an der Gemeinde hängen. Für die nur rund 730 Einwohner zählende Kommune ist das immer noch ein ganz schönes Brett. Rehlingens Bürgermeister Rainer Mühlhausen aber sagt: „Wir haben noch Geld vom Bauland-Verkauf auf der Seite liegen und sind auch nicht verschuldet. Aber das Dilemma ist, dass wir auf Dauer schon allein etwas wegen der Kindertagesstätte im Ortsteil Ehlbeck unternehmen müssen, wenn wir sie nicht schließen wollen.“ Da auf der anderen Seite auch eine Sanierung der Alten Schule Rehlingen erneut zur Diskussion stand, „könnten wir jetzt mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen“, sagt Mühlhausen. Doch nach dem Griff in die Rücklage müsste die Kommune voraussichtlich noch 80000 bis 100000 Euro über Kredite finanzieren, was angesichts niedriger Zinsen für Kommunaldarlehen verkraftbar erscheint.

Derzeit sind in dem aus den 1960er-Jahren stammenden Rehlinger Schulgebäude noch zwei Mietwohnungen untergebracht. Nicht mehr lange. In der Projektbeschreibung heißt es dazu: „Diese Nutzung ist jedoch aufgrund des insgesamt sanierungsbedürftigen Zustands absehbar nicht mehr möglich.“ Und weiter: „Hierfür entscheidend sind neben den mangelhaften energetischen Problemen in Folge der überalterten Bausubstanz die festgestellten erhöhten PAK-Werte in der Bausubstanz (…), die eine dauerhafte Vermietung der ehemaligen Schule Rehlingen aus Gründen der Gesundheitsvorsorge nicht mehr möglich machen.“ Es bestehe für die Sanierungsmaßnahme „akuter Handlungsbedarf“.

Um einen Leerstand zu vermeiden, erstellte die Kommune ein Konzept für eine gemeinschaftliche Nutzung. Dafür soll der Standort des Kinderspielkreises in Ehlbeck, ebenfalls ein einstmaliges Schulgebäude, aufgegeben werden. Was mit jenem Gebäude passieren soll, sei laut Mühlhausen noch offen.

Die Alte Schule Rehlingen mit einer Nutzfläche von rund 189 Quadratmetern soll um einen Anbau mit gut 51 Quadratmetern zum Dorfgemeinschaftshaus erweitert werden. Neben dem Kinderspielkreis sollen dort Räume für soziale und kulturelle Veranstaltungen Platz finden.

Heinke Traeger, Sprecherin des niedersächsischen Sozialministeriums, sagt zur Freigabe der Fördermittel: „Wir warten noch auf die Bestätigung des Programms durch den Bund.“ Die dafür notwendigen Schriftsätze und Begleitinfos aller für die Genehmigung vorgesehenen kommunalen Projekte seien vom Land geprüft und übermittelt worden. Traeger: „In etwa vier Wochen bekommen die Gemeinden ihre offiziellen Aufnahmebescheide. Dann können sie ihr Geld bei der NBank beantragen.“ Dazu Mühlhausen: „Wenn es so weit ist, beginnen wir mit der Feinplanung.“