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Musik, Tanz, Kunst: Der Stadtjugendring und die Stadt Lüneburg unterstützen mehrere Projekte. Der Start fällt schwungvoll aus. Foto: nh
Musik, Tanz, Kunst: Der Stadtjugendring und die Stadt Lüneburg unterstützen mehrere Projekte. Der Start fällt schwungvoll aus. Foto: nh

Aktionen für ein Miteinander – Kinder und Jugendliche werden aktiv

lz Lüneburg. Seit März 2015 setzen der Stadtjugendring und die Hansestadt Lüneburg gemeinsam das vom Bundesfamilienministerium initiierte Förderprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit!“ um. Im Rahmen des Programms werden in Lüneburg, wie berichtet, Projekte gefördert, „die Kinder und Jugendliche dazu motivieren, ihre Meinung und Bedürfnisse zu artikulieren, sich einzubringen, sich zu engagieren und unsere Stadtgesellschaft fortschrittlich und verantwortungsbewusst mitzugestalten“. Ein wichtiges Augenmerk liegt darauf, die kulturelle Vielfalt in Lüneburg zu fördern.

Im ersten Bewerbungsdurchgang hat der Begleitausschuss zum Programm „Demokratie leben!“, in dem auch Jugendliche vertreten sind, sechs Förderanträge bewilligt. Eine Übersicht:

„Move on up“: Der Förderverein Kriminalprävention Lüneburg e.V. veranstaltet am 23. September um 18 Uhr eine Lesung in der Kulturbäckerei. Im Zuge dessen liest und singt Philip Oprong Spenner aus seiner Autobiografie „Move on up. Der Autor berichtet von seinen Erfahrungen als Straßenkind in Kenia und erzählt von den Anfängen seines neuen Lebens in Hamburg.

„Musikfestival Jakob“: Sechs Lüneburger Schüler und Studenten haben sich ein Ziel gesetzt. Im Sommer 2016 werden sie im Kurpark ein eintägiges Musikfestival für Jugendliche organisieren: „Das Festival soll Jugendliche aus der ganzen Stadt verbinden und jungen Musikern eine Bühne bieten“, sagt Samuel Wurmstädt (16). Fragen und Anregungen: team@jakob­festival.de.

„United“: Der CVJM zu Lüneburg organisiert ab September im renovierten Café „Finke“ einen Treff mit wöchentlichen Angeboten für Jugendliche und junge Erwachsene aus unterschiedlichen sozialen und kulturellen Gruppen. Hierbei sollen insbesondere Flüchtlinge und junge Menschen mit Migrationshintergrund eingebunden werden.

„Pimp your Lüneburg!“: Die Initiative „Lüneburg im Wandel“ plant den Ideenwettbewerb zum gleichnamigen Thema. Im Rahmen dieses Projektes werden junge Lüneburger „ermutigt, die Gestaltung ihrer Stadt mit in die Hand zu nehmen“. Im Oktober werden Ideen erarbeitet, die Kunstwerke ausgestellt. Im November beginnt eine „Workshop­Phase“.

„Fotowettbewerb Deine politische Partizipation!“: Der Verein „Policy Lab Die Politische Ideenfabrik“ veranstaltet den Wettbewerb. Die Veranstalter: „Wir wollen von den Jugendlichen in Lüneburg wissen, was es für sie bedeutet, dazuzugehören und mitzumischen sei es bei Entscheidungen in der Politik oder wenn es um etwas geht, das sie dort, wo sie wohnen, selbst betrifft.“

„Demokratie bewegt Sport verbindet“: Der Kreissportbund Lüneburg möchte mit dem Projekt ein Netzwerk von Akteuren verschiedener Kulturen und Glaubensgemeinschaften auf­ und ausbauen. Durch Workshops sollen Übungsleiter und Funktionäre in den Sportvereinen gestärkt werden, eine „interkulturelle Öffnung gelingen zu lassen und jungen Menschen mit unterschiedlichen Weltanschauungen die Teilhabe am regelmäßigen Sport zu ermöglichen“.

Das Bundesprogramm ist auf fünf Jahre angelegt. In diesem Jahr stehen 40000 Euro Fördergelder zur Verfügung. Zusätzlich wird der Aufbau eines Jugendrates in Lüneburg mit 5000 Euro unterstützt. Einrichtungen, die Kinder­ und Jugendprojekte in den Bereichen Demokratieförderung, Partizipation und kulturelle Vielfalt planen, können fortlaufend Förderanträge stellen.

Darüber hinaus sind Kinder und Jugendliche eingeladen, sich für die Umsetzung ganz eigener Projektideen zu bewerben. Die zweite Bewerbungsrunde endet am 2. September. Das Antragsformular ist unter folgendem Link zu finden: www.stadtjugendring­lueneburg.de/?page_id=1600.