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Foto: polizei
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Soltau: Mit Spielzeug-Pistole auf Auto geschossen – Frau erleidet Asthma-Anfall + + + Bombenfund in Seevetal/Maschen

lz Soltau. Mit einer echt aussehenden Spielzeug-Pistole schoss ein 21-jähriger Mann am Mittwochnachmittag in der Winsener Straße auf ein vorbeifahrendes Auto. Diese Situation und das Geräusch des auftreffenden Plastikgeschosses erschreckten die beiden Insassen. Der Fahrer verfolgte die insgesamt drei jungen Männer im Alter zwischen 21 und 23 Jahren und stellte den Schützen zur Rede, woraufhin der junge Mann den 38-jährigen Autofahrer mit der Waffe bedrohte. Die 40-jährige Beifahrerin erlitt daraufhin einen asthmatischen Schock. Sie wurde später vorsorglich im Heidekreisklinikum ärztlich behandelt.

Die herbeigerufenen Polizeibeamten stellten die drei amtsbekannten jungen Männer in der Nähe fest und überprüften sie. Dabei stellte sich heraus, dass sie Diebesgut von aktuell begangenen
Ladendiebstählen mit sich führten. Die ebenfalls gestohlene Spielzeugwaffe hatte der 21-Jährige fortgeworfen. Sie konnte später in einem Gebüsch aufgefunden werden.

In Absprache mit der Staatsanwaltschaft Lüneburg wurde der 21-Jährige vorläufig festgenommen und am Donnerstagmorgen dem Haftrichter vorgeführt. Der Haftrichter am Amtsgericht Soltau ordnete gegen den jungen Straftäter wegen dieser Tat Hauptverhandlungshaft an. Die Gerichtsverhandlung findet in der kommenden Woche statt.

Seevetal/Maschen. Am Mittwochnachmittag hatten Bauarbeiter bei Baggerarbeiten auf dem Baugrundstück eines Einfamilienhauses an der Wilhlem-Busch-Straße einen verdächtigen Metallgegenstand freigelegt. Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes überprüften die Örtlichkeit und stellten fest, dass es sich um eine sogenannte deutsche Kleinbombe aus dem zweiten Weltkrieg handelte.

Da die Bombe vor Ort gesprengt werden musste, liefen am Nachmittag umfangreiche Maßnahmen zur Räumung eines betroffenen Bereiches an. Feuerwehr, Ordnungsamt und Rettungsdienst waren mit insgesamt rund 90 Einsatzkräften vor Ort um in einem Radius von 300 Metern um die Fundstelle alle Personen aus dem Gefahrenbereich zu bringen.

Etwa 600 Menschen, darunter auch einige Bewohner eines Altenpflegheimes mussten den Bereich verlassen. Die Gemeinde hatte in einer nahegelegenen Schule eine Sammelstelle eingerichtet.

Die Räumung verlief störungsfrei. Um 22.42 Uhr wurde die Bombe gesprengt. Kurz danach konnten die Bewohnerinnen und Bewohner wieder in ihre Häuser zurückkehren. Schäden die durch die Sprengung
entstanden sein könnten, sind bislang nicht bekannt geworden.