Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Auch für die Sanierung des Hörsaalfoyers soll der Millionenzuschuss aus Hannover verwendet werden. Foto: nh
Auch für die Sanierung des Hörsaalfoyers soll der Millionenzuschuss aus Hannover verwendet werden. Foto: nh

Frisches Geld auch für Uni-Sporthalle

pm/tt Lüneburg/Hannover. Das Land Niedersachsen will den Sanierungsstau an Hochschulen etwas abbauen und stellt zusätzlich fast 115 Millionen Euro bereit. Die Universität Lüneburg bekommt drei Millionen Euro. Davon sollen 1,6 Millionen Euro allein in die Sanierung und Erweiterung der Sporthalle auf dem Campus Scharnhorststraße fließen. Damit wolle die Uni „Bauschäden beseitigen und dem veränderten und größeren Sportangebot Rechnung tragen“, teilte das Wissenschaftsministerium am Donnerstag in Hannover mit.

Uni-Sprecher Henning Zühlsdorff ergänzt: Neben der Erweiterung und Modernisierung der Sporthalle werde der Zuschuss auch für die Erneuerung des Hörsaalgangs, vor allem der Glasfassade, eingesetzt: 660000 Euro sind veranschlagt. Zwar fällt der Lüneburg-Anteil von drei Millionen im Verhältnis zur Zahl der Studenten im Vergleich zu anderen Unis proportional kleiner aus, aber Sprecher Zühlsdorff erklärt, dies liege namentlich am Engagement der einzelnen Hochschulen am Hochschulpakt 2020.

Kultusministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne) sagte, das Geld sei nicht für den Libeskind-Bau. Sie habe die Hoffnung, dass die Leuphana mit dem Sanierungsgeld ihre Rücklagen ein wenig entlasten könne, was sich wiederum positiv auf die Finanzierung des Libeskind-Baus auswirken könne. Das Paket „HP Invest“ solle die Qualität von Studium und Lehre verbessern helfen, betonte Heinen-Kljajic. „Alle Maßnahmen kommen unmittelbar den Studierenden zugute.“ Die Gesamtzahl der Studenten lag im letzten Wintersemester bei mehr als 197000 8,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Damit stand Niedersachsen mit großem Abstand an der Spitze aller Länder. Der Bundesschnitt betrug 3,1 Prozent. „Das zeigt, wie attraktiv unser Land inzwischen bei den Studierenden ist“, freute sich Heinen-Kljajic und nannte die Abschaffung der Studiengebühren als Hauptgrund für den starken Sprung.

Bis zu drei Milliarden Euro beträgt nach Angaben des Vorsitzenden der Landeshochschulkonferenz, Prof. Wolfgang-Uwe Friedrich, insgesamt der Sanierungsstau an den niedersächsischen Universitäten. Das neue Programm sei da zwar als „wichtiger Schritt“ zu begrüßen, reiche bei Weitem aber nicht aus.

Heinen-Kljajic erklärte, dass sie ungeachtet der Schwierigkeiten den Hochschulen durchaus mehr Eigenverantwortung bei Bauten zubilligen wolle. Einzelheiten spreche ihr Haus derzeit mit dem Finanzministerium ab. Die Fördersummen von „HP Invest“ liegen zwischen 1,7 Millionen und elf Millionen Euro pro Uni. Sie sollen für Sanierungsprojekte neben den regulären Bauvorhaben fließen.

Auch kleinere Neu- und Umbauten dürfen finanziert werden. So will die Musikhochschule Hannover ihren ehemaligen Ballettsaal zu Übungsräumen herrichten. Die Uni Hildesheim möchte ihre sechs Millionen Euro in den 12,6 Millionen Euro teuren Neubau einer Mensa stecken.