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Auch das Cafe im Kurpark ist von der Insolvenz der "neuen arbeit" betroffen. Foto: t&w
Auch das Cafe im Kurpark ist von der Insolvenz der "neuen arbeit" betroffen. Foto: t&w

Neue Arbeit meldet Insolvenz an

lz Lüneburg. Die „neue arbeit lüneburg-uelzen gGmbH“ hat Dienstag beim Amtsgericht Lüneburg einen Insolvenzantrag gestellt. Sie beschäftigt 100 Mitarbeiter an den Standorten Lüneburg und Uelzen.

Geschäftsführer Michael Elsner baut auf das Engagement der Mitarbeiter und auf das Vertrauen von Kunden und Lieferanten und versichert: „Die neue arbeit wird mit ihren Betrieben und Integrationsprojekten nicht vom Markt verschwinden, sondern ist weiterhin für ihre Kunden und die Benachteiligten am Arbeitsmarkt da.“

Mit der Insolvenz, heißt es in einer Pressemitteilung, verfolge die Geschäftsleitung das vornehmliche Ziel, einen Großteil der Betriebe und Betriebsteile und Arbeitsmarktmaßnahmen fortzuführen. Die Gesellschaft wolle bestmöglich die Gläubiger befriedigen und den wesentlichen Teil der Arbeitsplätze erhalten.

„Die Gesellschaft wird in den nächsten Monaten konsequent an der Sanierung des Unternehmens arbeiten und gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter die notwendigen Maßnahmen umsetzen. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt und Fachanwalt für Insolvenzrecht Ralf Müller aus Lüneburg bestellt“, heißt es in der Mitteilung.

Als Hauptgrund für die drohende Zahlungsunfähigkeit der neuen arbeit wird der Wegfall der Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) in der zweiten Jahreshälfte 2015 genannt. Die Förderbank Niedersachsen (NBank) meldete kürzlich, dass mit einer Finanzierung von ESF-Projekten in diesem Jahr nicht zu rechnen ist. Neue Maßnahmen können frühestens im März 2016 starten.

„Damit entsteht eine Finanzierungslücke, die aus eigenen Rücklagen oder vom Gesellschafter nicht gedeckt werden kann“, so die neue arbeit.