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Postfiliale in der Gemeinde Handorf schließt

lz Handorf. Die Postfiliale Handorf, Winsener Marsch, Bäckerstraße 16 soll zum 30. November geschlossen werden. Dazu erklärt die Bundestagsabgeordnete Hiltrud Lotze (SPD):
„Heute habe ich vom Politikbeauftragten der Deutschen Post erfahren, dass die Postfiliale in der Gemeinde Handorf geschlossen werden soll. Der Grund sei, so die Post, dass immer mehr Menschen das Internet nutzten und dadurch die Nachfrage nach Postdienstleistungen am Schalter zu gering sei, um einen wirtschaftlich tragfähigen Kundenservice aufrechtzuerhalten. Das mag statistisch richtig sein. Die Post ist jedoch kein ’normales‘ Unternehmen, dass nur nach wirtschaftlichen Kriterien arbeitet, sondern hat auch die Aufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge. Und nicht alle Menschen, häufig die älteren, können oder wollen das Internet nutzen, beziehungsweise ihnen steht kein schnelles Internet zur Verfügung. Deswegen bedauere ich die Schließung der Filiale in Handorf sehr und werde das der Deutschen Post umgehend mitteilen.

Ich möchte gleichzeitig darauf hinweisen, dass die Post Kaufleuten in Handorf das Angebot macht, einen DHL-Paketshop zu übernehmen. Interessierte können sich auf der Internetseite der Deutschen Post unter „Jetzt Filial-Partner werden“ bewerben. Zudem plant die Post, in Handorf den Mobilen Post-Service einzurichten. Der Mobile Post-Service wird durch die Zusteller direkt an der Haustür der Kunden erbracht und umfasst neben dem Verkauf von Briefmarken auch die Annahme von Sendungen. Das alles ersetzt aber leider keine vollwertige Postfiliale und ich hoffe, dass die Post ihre Entscheidung zur Schließung noch einmal überdenkt, wenigstens aber sich um einen geeigneten Partner zum Betrieb eines DHL-Paketshops bemüht.“

5 Kommentare

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    frau lotze , sie wissen aber schon, das die post mit ihrer hilfe privatisiert wurde? firmen sind auf gewinne aus. alte spielen da keine rolle. geld muss man haben. viele alte haben es nicht. warum wohl? ob die spd das weiß?

    • Naja Herr Bruns. Die Privatisierung der Post und die Aufspaltung in Post und Telekom (zuvor alles in einer Hand) an sich finde ich gar nicht schlecht. Man hat zwar viele, viele Jahre benötigt um den alten Beamtenstaub abzuschütteln, aber inzwischen haben beide Unternehmen (eigentlich vier denn T-mobile t-online gehören auch dazu) langsam auch gelernt was Service und Kundenorientierung bedeutet. Service und Kundenorientierung ist z.B. in den ausgelagerten Postfilialen in Supermärkten und ähnlichen Geschäften um ein vielfaches besser, als in den früheren Postämtern. Bei der Bahn funktioniert das leider immer noch nicht. Das dürfte aber zum einen daran liegen dass der Bund immer noch größter Anteilseigner ist und bislang viel zu verknöcherte Personen an die Vorstandsspitze gesetzt wurden.

      Dass freie Wirtschaftsunternehmen Gewinne erzielen wollen ist doch völlig legitim und das Ziel. Alles andere wäre doch Irrsinn. Es sind keine Sozialämter. Ohne Wirtschaftsunternehmen gäbe es auch keine Arbeitsplätze und in den großen Wirtschaftsstaaten mehr oder weniger auch keinen „Wohlstand“ für große Bereiche der Bevölkerung. Aber es gibt Unterschiede bei den Wirtschaftsunternehmen. Ganz flach ausgedrückt: Es gibt böse und weniger böse. Also Abzocker und andere die doch auch ein soziales Bewußtsein haben und nicht nur faire Löhne zahlen, sondern zahlreiche zusätzliche Leistungen für ihre Belegschaft bieten. Gutes Arbeitsklima und gute Arbeitsbedingungen wie auch das Gegenteil.
      Privatisierung von ehemals Staatsunternehmen und die Wirtschaft generell schlecht machen zu wollen, ist m.E. ein etwas zu flacher und zu pauschaler, unreflektierter Ansatz. Aber es gibt Unternehmen deren Praktiken auch mir nicht gefallen. Dazu vielleicht noch etwas in einer Antwort auf Ihren Kommentar zu der Frage warum die Erdgaspreise nicht mehr (im 6 Monatsabstand) gekoppelt an den Ölpreis angepasst werden.

  2. „Deswegen bedauere ich die Schließung der Filiale in Handorf sehr und werde das der Deutschen Post umgehend mitteilen.“

    Ob Frau Lotze dass der Deutschen Post mitteilt oder in der VR-Çhina ein Sack Reis umfällt. Die Auswirkungen sind dieselben. Wer sich ein wenig über das Porto bei Briefsendungen informiert (dazu gibt es neben dem Internet auch Broschüren von der Post), kann sich bequem einen kleinen Vorrat an Briefmarken zulegen. Sogar beim Zusteller der i.d.R. täglich kommt. Und der nimmt die Briefe (wenn sie frankiert sind) sogar mit. Ebenso Päckchen und Pakete. Also bequemer geht es nicht. Zur Not wird es ansonsten mit Sichrheit auch einen gelben Briefkasten in Handorf geben. Und wer will kann sich auch für ein paar Euro eine kleine Briefwaage anschaffen. Ob der Zusteller jedoch auch Einschreiben annimmt entzieht sich meiner Kenntnis.
    Welche Notwendigkeit bleibt also für eine Postfiliale? Eigentlich nur die für die bedauernswerten Kunden der Postbank. Und dafür lohnt sich für die Post eine Filiale wirklich nicht. Wenn man mal nicht zu Hause ist und ein Paket deshalb nicht annehmen kann, lässt sich mit der Post übrigens eine bestimmte Ablagestelle vereinbaren. Es ist eigentlich alles ganz easy. Man muss sich nur informieren und handeln, dann geht das alles.

  3. Naja, bei Öffnungszeiten von täglich EINER Stunde täglich muss man schon sehr oft nach Alternativen suchen… Da ist es einfacher, sich mit den tollen und wirklich supernetten Zustellern zu organisieren!

  4. Stimmt, wer arbeitet und dann mal nicht zuhause ist um sein Paket anzunehmen, braucht nette Seniorennachbarn oder ältere Verwandte, die morgens zwischen 9 und 10 Uhr Zeit haben, um das Paket abzuholen. Da wäre mir eine Packstation lieber. Wer allerdings in Handorf wohnt, vormittags Zeit hat und seine Post erledigen möchte und keine reelle Möglichkeit nach Bardowick oder Winsen zu fahren (wäre auch übertrieben wegen einer Briefmarke), ist jetzt dann natürlich drauf angewiesen, den Postboten zu hören, wenn er kommt oder jemanden zu bitten, etwas für ihn zu besorgen.

    Ich muss zu den Paketen allerdings gerechterweise sagen, dass man mit etwas Glück auch jemanden in der Werkstatt nebenan gefunden hat, der einem das Paket dann rausholt… Sonst blieb/bleibt nur Samstags…. Ich trauere irgendwie unserem Handarbeitsladen in Handorf hinterher. Die hat zwar auch nur eine Stunde von der Post bezahlt bekommen, hatte aber trotzdem den ganzen Tag sowieso auf und war immer super hilfsbereit. Obwohl die Briefmarke da ziemlich teuer werden konnte bei all der schönen Wolle und den Handarbeitssachen!

    Ich kann mich übrigens irren,aber einen Bankautomaten der Postbank hatten wir eigentlich nie…