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Krone, Schärpe und Mantel wird Alexandra Ehlert in den nächsten zwölf Monaten oft anziehen. 15 bis 20 Termine stehen an. Foto: be
Krone, Schärpe und Mantel wird Alexandra Ehlert in den nächsten zwölf Monaten oft anziehen. 15 bis 20 Termine stehen an. Foto: be

Spannendes Jahr für Alexandra

pet Bardowick. Was für ein Jahr für Alexandra Ehlert aus Bardowick: Im Frühjahr baute die 18-Jährige an der Herderschule ein Top-Abitur, in wenigen Wochen beginnt sie ein duales Studium am Klinikum Lüneburg. Und jetzt ein weiterer Höhepunkt: Am vergangenen Wochenende erfüllte sie sich einen jahrelangen Wunsch, wurde in Wittorf zur Heidekönigin gewählt. Ein Jahr lang vertritt sie nun gemeinsam mit ihren Hofdamen Rilana Prätzel aus Lüneburg und Inken Meyer-Hess aus Westergellersen die Region bei zahlreichen Festen und Veranstaltungen.

Der Wittorfer Sparclub „Up de Heid“ kann sich eine bessere Heidekönigin als Alexandra Ehlert kaum wünschen. Seit frühester Kindheit ist sie regelmäßig bei den Wittorfer Heideblütenfesten dabei, ihre Tante Annelie war 1975 dort Heidekönigin, Mutter Marion war 1979 Adjutantin. „Und ich wollte eigentlich auch schon immer mal Heidekönigin werden“, lächelt Alexandra. In diesem Jahr, zwischen Schulabschluss und Ausbildungsbeginn, sei einfach der richtige Zeitpunkt gewesen.

Und so ging die Bardowickerin auch mit dem Vorsatz zum Wittorfer Festball, sich wählen zu lassen. „Ich habe mich auch gleich als eine der ersten angemeldet.“ Gekennzeichnet mit einem papiernen Herzchen und der „6“ um den Hals, durchlebte Alexandra Ehlert das gleiche Prozedere wie ihre sechs Konkurrentinnen — Gespräch mit den Wahlleitern Marlene Blesse und Klaus Meyn, Interview auf der Bühne mit DJ Hauke Hastig, Ehrentanz.

Nach Mitternacht wurde es dann spannend. Nachdem die bisherige Heidekönigin Lisa Kohagen verabschiedet war, gab Sparclub-Vorsitzender Walter Braunholz die Siegerin bekannt: „Die neue Heidekönigin ist die Nummer 6“. Den Namen der Siegerin zu nennen, hatte Braunholz in der Aufregung vergessen. Alexandra Ehlert: „Alle haben schon geklatscht. Aber ich habe erst gar nicht gemerkt, dass ich gemeint bin. Ich habe mich so gefreut.“

SMS, Facebook und Co. machen es möglich. „Noch in der Nacht sind die ersten Glückwünsche angekommen. Ganz schlimm wurde es dann am Sonntag, da kamen unzählige Nachrichten, auch von Leuten, von denen ich schon lange nichts mehr gehört habe. Sogar ein Bekannter, der gerade in der Karibik unterwegs ist, hat gratuliert. Ich weiß nicht, wie er davon erfahren hat.“

Nicht nur in der Schule war Alexandra Ehlert erfolgreich — sie durfte sich über ein Abitur mit der Durchschnittsnote 1,9 freuen — auch mit bei ihren Hobbys Sportschießen und Basketball ist sie mit Feuereifer und Erfolg dabei. Und „ich koche gern“. Worauf Mutter Marion ergänzt: „Und gut.“ In den nächsten Monaten warten nun noch zahlreiche weitere Termine auf sie.

So vertritt sie Wittorf schon am kommenden Wochenende beim Erntefest in Scharmbeck, eine Woche später steht das Erntedankfest in Bardowick an, dann das Friedeburger Burgfest und am ersten Oktoberwochenende das Kopefest in Lüneburg. „Bei 15 bis 20 Veranstaltungen im Jahr vertreten Heidekönigin und ihre Hofdamen den Ort“, erklärt Marlene Blesse. Alexandra Ehlert: „Ich freue mich auf die Zeit als Heidekönigin, auf viele neue Erfahrungen, darauf, viele neue Menschen kennenzulernen.“

Die Sieger im Wagenbau-Wettbewerb

Spannend ist es immer, wenn beim Wittorfer Heideblütenfest die Königin gekürt wird — ebenso spannend ist auch der Wagenbau-Wettbewerb. Zwei ehemalige Heideköniginnen, die gemeinsam einen Wagen gebaut hatten, lagen in diesem Jahr vorn. Und das hauchdünn. „Die 2“ hieß die Baugruppe von Marlene Blesse (Heidekönigin 1996) und Lisa Rickert (2010) mit dem Motiv „Torte“ und den putzigen Minion-Figuren — anlässlich des 60. Geburtstags des Heideblütenfests.

378 Punkte hatte die Jury an den Siegerwagen vergeben, nur vier Punkte weniger waren es für den Wagen „Weihnachtsmann“, den die Wagenbaugruppe Best Friends gestaltet hatte.

Auf die Plätze kamen „Hubschrauber“ (WBG Isenberg, 342), „Hase“ (WGB Familienbetrieb, 331), „Schneemann“ (WBG W.I.R., 331), „Fleischwolf“ (WBG Melkerbank, 318) und „T1-19565 Bulli“ (WBG MTV Wittorf). Fünf weitere Wagen mit den Motiven Spiel, Fotoalbum, Fachwerkhaus, Wäscheleine und Geisterschloss kamen in die Wertung. pet

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