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Viel Spaß hatten Kinder, Eltern und Großeltern, als sie jetzt Nistkästen für die Straßenbäume der Neu Neetzer Milchberg-Siedlung gebaut und aufgehängt haben. Foto: nh
Viel Spaß hatten Kinder, Eltern und Großeltern, als sie jetzt Nistkästen für die Straßenbäume der Neu Neetzer Milchberg-Siedlung gebaut und aufgehängt haben. Foto: nh

Bunte Nistkästen am Milchberg

lz Neetze. Mit Schwung zieht Alex den Einmalhandschuh über seine rechte Hand und greift zum Pinsel. Zunächst zögerlich, dann immer begeisterter malt er in leuchtendem Rot die Ecken seines Nistkastens an, schnappt sich das Blau und bemalt die Frontseite. Neben ihm steht seine Schwester Jolina, die ebenfalls schon ganz in die Malerei versunken ist.

Bei einer kleinen Aktion bemalten die Kinder der Milchberg-Siedlung in Neetze selbst gebaute Nistkästen, die anschließend gemeinsam mit den Erwachsenen an den Bäumen befestigt wurden. Unter fachkundiger Anleitung von Künstlerin Kerstin Diedenhofen entstanden so rund ein Dutzend leuchtend bunter Kunstwerke, teils mit Handabdrücken, teils mit Namen verziert.

„Das ist meiner“, sagt der kleinen Matti und zeigt stolz auf seinen grünen Nistkasten, den seine Oma noch mit Blumen und Vögeln verziert hatte. Denn obwohl die Großen eigentlich nur zuschauen sollten, ließ sich so manche Mammi von den bunten Farben verlocken und griff selbst zum Pinsel. Wer wollte, durfte sich auch selbst anmalen lassen: Entweder passend zum Nistkasten oder etwa als Pirat, Spinne oder Prinzessin.

„Ich finde, das ist ein super Projekt“, freute sich Martin Schaefer, der den Kindern zusah. „Die ältere Generation hat die Nistkästen gebaut, die junge bemalt sie und die mittlere hängt sie in die Bäume.“ Welche Vögel dort leben werden ist für die Bewohner der Milchbergsiedlung nicht ganz unwichtig. Schaefer: „Jetzt hoffen wir nur noch, dass der Schwarzspecht da einzieht, dann wird der NABU niemals erlauben, dass unsere Straßenbäume gefällt werden.“ Hintergrund ist, dass die Gemeinde Neetze die Straßen der Siedlung ausbauen und befestigen will. Dafür müssten auch Straßenbäume gefällt werden. Viele Anwohner wehren sich auch deshalb gegen den Ausbau.