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Uta Hesebeck und Peter Zurheide stehen am neuen Klärsystem des Kurparkteichs. Dieses verschwindet unter dem Wasser, wenn der Teich komplett aufgefüllt ist. Foto: phs
Uta Hesebeck und Peter Zurheide stehen am neuen Klärsystem des Kurparkteichs. Dieses verschwindet unter dem Wasser, wenn der Teich komplett aufgefüllt ist. Foto: phs

Frischekur für Teich im Kurpark

as Lüneburg. Knapp ein Jahr saßen die Enten im Lüneburger Kurpark auf dem Trockenen und für Spaziergänger war die modrige Schicht des Teiches, nachdem das Wasser abgelassen war, kein schöner Anblick. Doch nun kann die gefiederte Schar wieder ihre Runden im Wasser drehen. Die Stadt hat die Arbeiten zur Entschlammung sowie den Einbau eines Klärsystems abgeschlossen.

Das Laub der umliegenden Bäume, Futter für die Enten und deren Hinterlassenschaften hatten dafür gesorgt, dass sich am Grund des Kurparkteiches eine dicke Schlammschicht abgesetzt hatte. Ursprünglich sollte diese bereits im Winter entsorgt werden, weil sich das im gefrorenen Zustand besser machen lässt. Doch der Winter war mild, zu wenig Frost. Los gelegt wurde dann im vergangenen Mai. „Insgesamt 50 Lkw-Ladungen mit Schlamm wurden abtranspotiert“, sagt Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Straßen- und Ingenieurbau bei der Stadt. Danach wurde eine neue Teichtechnik und Kläranlage eingebaut, damit der Teich nicht wieder so stark verschlammt. Peter Zurheide, Bereichsleiter Grünplanung bei der Stadt, erklärt dazu: „Das Wasser läuft künftig über eine Staumauer in ein Kiesfeld als natürlicher Bodenfilter und von dort in einen Pumpenschacht. Die Pumpe drückt das Wasser dann wieder über drei Düsen in den Teich. Dadurch, dass das Wasser immer leicht zirkuliert, wird die Verschlammung reduziert.“

Die Stadt hatte angekündigt, dass die Arbeiten Ende August abgeschlossen sein sollten. „Am 1. September haben wir damit begonnen, den Teich mit Wasser aufzufüllen. Das braucht einige Tage, da es rund 4000 Kubimeter sind“, erläutert Uta Hesebeck. Im November werden dann wieder neue Karpfen eingesetzt. Der Lüneburger Angelsportverein hatte, bevor das Wasser im vergangenen Herbst abgelassen wurde, die Fische aus dem Teich geholt und in seinen Gewässern ausgesetzt. Die Stadt hat 80000 Euro in das Projekt investiert.

Fontänenspiel bis Mitte Oktober

Still gelegt war auch der Kurparkbrunnen in den vergangenen vier Wochen nun sprudelt er wieder. Laut Uwe Bock, technischer Leiter bei der Gebäudewirtschaft, war das Laufrad der Pumpe defekt. Die wältzt eigentlich pro Stunde 26 Kubikmeter Wasser um in acht Düsen, die für das Fontänenspiel sorgen. Eine Firma hatte die Pumpe ausgebaut, um zu prüfen, welches Teil beschädigt sein könnte. Da es Lieferschwierigkeiten für das Ersatzteil Laufrad gab, verzögerten sich die Arbeiten. Eigentlich sollte es bereits nach zwei Wochen wieder sprudeln, so dauerte es vier Wochen. Kurparkbesucher können sich noch bis Mitte Oktober an dem Wasserspiel erfreuen „sollte es einen milden Herbst geben, sogar noch länger“, verspricht Bock. Alle 14 Tage wird dann aber weiter das Wasser kurzfristig abgelassen, um die Düsen von Schmutz und Laub zu reinigen. as