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Drogen führen zu Großeinsatz für Retter in Handeloh

lz Handeloh. In einem Tagungszentrum in Handeloh/Tostedt sind rund dreißig Teilnehmer einer Veranstaltung nach der Einnahme von drogenähnlichen Substanzen schwer erkrankt. Die Folge war ein Großeinsatz von Rettungsdiensten aus mehreren Landkreisen sowie sechs Ortsfeuerwehren aus mehreren Städten und Gemeinden aus.

Die Feuerwehr berichtet: Dort hatten Freitagnachmittag 29 Teilnehmer einer Veranstaltung eine Substanz eingenommen, deren Wirkung zu dem Zeitpunkt nicht bekannt war, die aber mit einer drogenähnlichen Substanz ähnlich der Amphetamine gleichzusetzen ist und die Halluzinationen, Psychosen, Angstzustände und Krampfanfälle auslöst. Schon nach kurzer Zeit trat die Wirkung bei den 29 Männern und Frauen ein, die schnell schwere Vergiftungserscheinungen zeigten. Unverzüglich wurde über Notruf die Winsener Rettungsleitstelle alarmiert. 

Ein Notarzt und mehrere Rettungswagen wurden alarmiert. Schnell jedoch musste die Anzahl der alarmierten Kräfte erhöht und die Einsatzstufe auf den Massenanfall von Verletzten der Stufe 3 hochgestuft werden. In der weiteren Folge wurden Feuerwehren aus Handeloh, Holm, Buchholz, Tostedt und Welle, der Einsatzleitwagen der Kreisfeuerwehr, die Führungsgruppe der Kreisfeuerwehr sowie Fahrzeuge und Notärzte des Rettungsdienstes der Landkreise Harburg, Heidekreis und Stade sowie der Rettungshubschrauber Christoph Hansa des ADAC aus Hamburg alarmiert. Auch die Schnelleinsatzgruppen ( SEG ) des DRK und der Johanniter Unfall Hilfe sowie die Leitende Notarztgruppe des Landkreises Harburg kamen zum Einsatz. 

Insgesamt waren mehr als 160 Einsatzkräfte von Rettungsdiensten und Feuerwehren an der Einsatzstelle, um die erkrankten Menschen zu betreuen und zu versorgen. Die Erkrankten wurden vor Ort intensivmedizinisch betreut und versorgt und mit Infusionen, Medikamenten und Sauerstoff versorgt. 

Sie kamen nach der Schwere ihrer Erkrankungen schnellstens in Krankenhäuser nach Buchholz, Winsen, Rotenburg, Stade, Soltau, Harburg und Hamburg. Die Kräfte der Feuerwehr unterstützten den Rettungsdienst bei der Versorgung der Erkrankten. Unter der Einsatzleitung von Kreisbrandmeister Volker Bellmann dauerte es fast vier Stunden, bis die Einsatzstelle der Polizei für die weiteren Ermittlungen übergeben werden konnte. Diese beschlagnahmte die Räume, in denen die Veranstaltung abgehalten wurde, und führte vor Ort erste Ermittlungen und Befragungen durch. Erfreulich war, dass für keinen der Menschen Lebensgefahr besteht, nach Einschätzung des leitenden Notarztes sollten alle 29 Menschen diese Erkrankung ohne bleibende Schäden überstehen.