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Großfeuer im Barum. Foto: ff bardowick
Großfeuer im Barum. Foto: ff bardowick

Großbrand in Barum +++ Halbe Million Euro Schaden +++ Feuerwehrleute retten sich in letzter Sekunde +++ Ein Verletzter

jj Barum. Ein Zimmerbrand hat sich Freitagnacht in Barum im Landkreis Lüneburg unversehens zu einem Großfeuer ausgebreitet. Feuerwehrleute unter Atemschutz, die glaubten, die Lage sei im Griff, retteten sich in letzter Sekunde, ein Atemschutzträger wurde dabei verletzt.

Die Bewohnerin konnte sich mit drei Kindern vor dem Eintreffen der Feuerwehr aus dem Gebäude retten. Die Brandursache war in der Nacht noch unklar. Die Polizei ermittelt.

Rund 160 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Den Schaden schätzt die Polizei zurzeit auf eine halbe Million Euro.

Die Feuerwehr berichtet: Die Einsatzkräfte wurden am Abend an die Alte Dorfstraße in Barum gerufen. Nachdem der Zimmerbrand unter Kontrolle war und die eingesetzten Atemschutztrupps Nachlöscharbeiten durchführten, kam es zu einer Durchzündung im Dachstuhl. Vier Atemschutzgeräteträger konnten sich in letzter Sekunde in Sicherheit bringen. Ein Atemschutzgeräteträger verletzte sich dabei leicht. Er wurde vom Rettungsdienst an der Einsatzstelle behandelt.

Nach der Durchzündung stand das Gebäude im Vollbrand. Es wurden sofort Wehren der Samtgemeinde Bardowick, die Feuerwehr Bütlingen aus dem Landkreis Harburg und der Gelenkmast der Feuerwehr Lüneburg nachalarmiert. Aufgrund der Lage übernahm Gemeindebrandmeister Sascha Melcher die Einsatzleitung.
Eine weitere Gefahr für die Einsatzkräfte ging von der Photovoltaik-Anlage auf dem Gebäude aus. Das gesamte Dach war mit Solarmodulen bestückt. Diese liefern immer Strom und lassen sich nicht abschalten. Der Greifbagger einer Abbruchfirma musste die Solarmodule entfernen, bevor Einsatzkräfte der Feuerwehr die Löscharbeiten am Dachstuhl fortsetzen konnten.
Die Löscharbeiten dauerten noch bis in die Morgenstunden an. Der Rettungsdienst war mit zwei Rettungswagen an der Einsatzstelle. Das THW Lüneburg und die Gaststätte „Grüne Stute“ lieferten in der Nacht die Verpflegung für die Einsatzkräfte. Einsatzkräfte der Feuerwehr Barum blieben die ganze Nacht an der Brandstelle. Am Samstagmorgen wurden weitere Feuerwehrkräfte zu Aufräumarbeiten alarmiert.
Foto: FF Bardowick 

4 Kommentare

  1. so ist das, wenn es so modern wird, dass man an einem ausschaltknopf nicht gedacht hat. wasser und strom in kombination ist für die feuerwehr immer besonders ,,angenehm,,.

  2. Unsere Solarmodule liefern bei Dunkelheit keinerlei Strom. Angeblich lieferten die Barumer Module „immer Strom“. Da sollte ich wohl unsere Module wechseln 😉

    • holzheizer, die hätten warten müssen, bis das licht ganz aus geht. dumm ist nur, feuer macht eben auch licht. ist dann das licht aus, ist das feuer auch aus. wer braucht dann noch eine feuerwehr?

    • Na ja,
      Siehe auch: http://www.wdr.de/tv/kopfball/sendungsbeitraege/2012/1209/Solarzellen.jsp
      Nach den Sicherheitsregeln des Deutschen Feuerwehrverbandes, soll bei Photovoltaikanlagen bei vollem Sonnenlichteinfall mit dem Vollstrahl
      ein Sicherheitsabstand von 5m, mit dem Sprühstrahl 1m eingehalten werden.
      (Also viel weniger, als bei hohen WECHSELSTROM-Spannungen.)
      Viel dichter kommen die Löschkräfte eh‘ nicht an einen Brand heran.

      Jedes EINZELNE Modul erzeugt eine GLEICHSTROM-Spannung von ca 36Volt. Dafür ist kein Schutz erforderlich, das ist schlicht völlig ungefährlich.
      Und das ist das einzige, was man „nicht abschalten kann“
      (D.h. natürlich könnte das durch einfaches Abdecken letztlich auch „abgeschaltet werden.)
      Alles andere, also die Reihenschaltung der einzelnen Module zu den üblichen hohen GLEICHSTROM-Spannungen, kann man selbsverständlich abschalten.
      Im Dunkeln, auch bei Vollmond oder wenn die Module künstlich beleuchtet werden ist das alles völlig unerheblich.