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Lars Müller (Mitte), Geschäftsführer der Ilmenau Leben GmbH, Heiko Dörbaum (r.), Vorsitzender des Bauausschusses, und Polier Harald Grabau versenken bei der Grundsteinlegung eine Stahlbombe, die eine Baugenehmigung, Bauzeichnung und eine LZ enthält. Das Studentenwohnheim soll im ersten Quartal 2017 bezugsfertig sein. Foto: t&w
Lars Müller (Mitte), Geschäftsführer der Ilmenau Leben GmbH, Heiko Dörbaum (r.), Vorsitzender des Bauausschusses, und Polier Harald Grabau versenken bei der Grundsteinlegung eine Stahlbombe, die eine Baugenehmigung, Bauzeichnung und eine LZ enthält. Das Studentenwohnheim soll im ersten Quartal 2017 bezugsfertig sein. Foto: t&w

Grund für doppelte Freude

as Lüneburg. 280 Pfähle mussten gebohrt werden, da die Bodenverhältnisse auf dem Areal der ehemaligen Wittenberger Bahn schlecht sind. Auf diesen wird das Studentenwohnheim gegründet, das als erstes Projekt im Neubaugebiet Ilmenaugarten gebaut wird. Gestern lud der Investor und Bauherr, die Ilmenau Leben GmbH, zur Grundsteinlegung ein.

Lars Müller, Geschäftsführer der Ilmenau Leben GmbH, der auch einer der drei Architekten des Bremer Büros GMD Architekten ist, die für Entwurf und Bauüberwachung zuständig sind, begrüßte die Gäste auf dem 6500 Quadratmeter großen Grundstück. Dort wird gegenüber dem neuen Museum das Studentenwohnheim mit 310 Wohneinheiten entstehen. Der Komplex bekommt eine Tiefgarage sowie einen Gastronomiebereich mit Terrasse.

Eineinhalb Jahre seien vergangen, seit der Bauantrag eingereicht worden sei, so Müller. Doch eine Normenkontrollklage von Anwohnern, die gegen den Bebauungsplan geklagt hatten, hätte den Start des Projektes verzögert. „Wir hatten schlaflose Nächte. Doch was lange währt, wird endlich gut.“ Wie berichtet, hatte das Oberverwaltungsgericht Lüneburg die Klage im Juni abgelehnt, nachdem die Stadt den Plan überarbeitet hatte. Als Vertreter der Stadt begrüßte der Geschäftsführer den Vorsitzenden des Bauausschusses, Heiko Dörbaum.

Für Lüneburg sei dies heute ein Tag der doppelten Freude, sagte Dörbaum. „Es fällt der Startschuss für das Neubaugebiet und es wird mit dem Bau eines modernen Studentenwohnheims begonnen. Aus heutiger Sicht war es richtig, hier ein Wohngebiet zu entwickeln.“ Denn Lüneburg sei eine wachsende Stadt und auch für die mehr als 8000 Studenten brauche es Wohnraum. Allerdings habe es einige Schwierigkeiten gegeben bei der Erschließung, der Berücksichtigung ökologischer Belange, dem Lärmschutz und der Beseitigung von Altlasten mit der Räumung von Fliegerbomben, „die aber gut gemeistert wurden“. Dörbaum dankte den Investoren, machte aber deutlich, dass es in Lüneburg einen hohen Bedarf an bezahlbarem Wohnraum gebe. Das sollten Investoren im Blick behalten.

Müller und Dörbaum befüllten anschließend eine Stahlbombe mit Baugenehmigung, -beschreibung und Bauzeichnung sowie Kleingeld und einer Landeszeitung, die dann im flüssigen Beton neben einem der freigelegten Pfahlköpfe versenkt wurde.

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