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Von 1999 bis zum Mai 2015 bedienten Mitarbeiter des Aktivmarkts die Postkunden in der Von-Stauffenberg-Straße, seitdem stehen dort Postmitarbeiter hinter dem Tresen. Foto: be
Von 1999 bis zum Mai 2015 bedienten Mitarbeiter des Aktivmarkts die Postkunden in der Von-Stauffenberg-Straße, seitdem stehen dort Postmitarbeiter hinter dem Tresen. Foto: be

Adendorf: Post im Zentrum weiter möglich

pet Adendorf. Adendorfs Bürgermeister Thomas Maack (SPD) hat ein optimistisches Naturell — und so ist er auch zuversichtlich in einer Frage, die seit Monaten viele Adendorfer beschäftigt: Gelingt es, eine Poststelle im Zentrum der Gemeinde auch über den 31. Oktober 2015 zu erhalten? Maack sagt: „Mein Ziel ist es, zum 1. November, und damit übergangslos, Postleistungen im Zentrum von Adendorf anzubieten.“

Man habe „ein konkretes Objekt in Rathausnähe im Auge“, bestätigte der Bürgermeister. Welche Räume das seien, wolle er noch nicht verraten, sie seien aber aus seiner Sicht für eine kleine Postfiliale geeignet. Eine „grobe Besichtigung“ der Räume gemeinsam mit der Post habe bereits stattgefunden, so Maack.

Auf längere Sicht würde er es begrüßen, wenn eine kombinierte Lösung aus Post und etwa einem Schreibwarengeschäft für Adendorf geschaffen werden könnte, erklärte der Verwaltungschef. „Das würde sich dann sicher auch positiv auf die Öffnungszeiten auswirken.“

Ein Rückblick: Bis 1999 hatte die Post eine eigene Filiale am Kirchweg, seitdem werden Postdienstleistungen im Aktivmarkt Bergmann an der Von-Stauffenberg-Straße angeboten. Die dortige Poststelle wurde bis Mai diesen Jahres von Mitarbeitern des Marktes betrieben. Im November 2014 und mit Wirkung zu Ende Mai 2015 kündigte Inhaber Volker Bergmann den Vertrag mit der Deutschen Post — Begründung: Aufwand und Verantwortung stünden in keinem Verhältnis mehr zum Ertrag der Poststelle.

Vehement setzt sich Adendorfs Bürgermeister Thomas Maack seitdem für den Erhalt einer Postfiliale im Ortszentrum ein. Ein erster kleiner Erfolg: Für eine Übergangszeit — seit dem 1. Juni — betreibt die Post die Filiale in den Räumen des Aktivmarkts selbst. Allerdings werden Postbankleistungen dort seitdem nicht mehr angeboten. Aber: Am 31. Oktober läuft der Vertrag mit Bergmann aus. Für einen Erhalt einer Poststelle im Adendorfer Zentrum setzen sich auch die örtlichen Bundestagsabgeordneten Eckhard Pols (CDU) und Hil­trud Lotze (SPD) beim Politikbeauftragten der Deutschen Post, Stefan Siekmann, ein.

Jens-Uwe Hogardt, Sprecher der Post, machte der Gemeinde Adendorf jetzt auf LZ-Anfrage Hoffnung: „Die Post sucht nach einer Lösung für Adendorf, die zentrumsnah gelegen sein soll. Aber die Details fehlen uns noch. Unser Wunsch ist es, Postleistungen übergangslos weiter in Adendorf anzubieten.“

Dass der Bedarf nach einer Poststelle in Adendorf mit seinen fast 11000 Einwohnern da ist, steht für Bürgermeister Maack außer Frage: „Es ist für unsere Gemeinde wichtig, dass die Bürger ihre Pakete zentrumsnah abgeben und abholen können und dass sie dort auch die weiteren Postleistungen in Anspruch nehmen können.“ Wie wichtig die Post im Zentrum sei, so Maack, zeigten immer wieder die langen Schlangen vor dem Postschalter. Und weiter: „Eine Post im Ortszentrum ist so wichtig wie ein Lebensmittelmarkt oder eine Sparkasse.“