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Heinz-Jürgen Rickert bezieht derzeit sein neues Büro in Berlin. Der bisherige niedersächsische Landeskoordinator für die Unesco-Projektschulen ist jetzt zum Bundeskoordinator aufgestiegen. Foto: nh
Heinz-Jürgen Rickert bezieht derzeit sein neues Büro in Berlin. Der bisherige niedersächsische Landeskoordinator für die Unesco-Projektschulen ist jetzt zum Bundeskoordinator aufgestiegen. Foto: nh

Im Einsatz für die Unesco

cec Lüneburg/Berlin. Seine neue Telefonnummer kennt Heinz-Jürgen Rickert noch nicht. Da muss er erst einmal seine Assistentin fragen. Und auch die ersten Bahnverspätungen hat er hinnehmen müssen. Wohl nicht zum letzten Mal. Denn der Lüneburger, der vielen Lesern zum einen als freier Journalist des LZ-Kulturteils, zum anderen in seiner Rolle als niedersächsischer Landeskoordinator für die Unesco-Projektschulen vertraut ist, wird künftig viel unterwegs sein. Rickert ist dem Ruf der deutschen Unesco-Kommission gefolgt, die ihn als Wunschkandidaten für die Position des Bundesbeauftragten ausgewählt hat. Jetzt hat er die Wohnung seiner Cousine und sein Büro in der Schillerstraße in Berlin-Charlottenburg bezogen.

Noch ist alles etwas provisorisch, aber das tut Rickerts Freude keinen Abbruch. Seit Studienzeiten ist er leidenschaftlicher Verfechter des Unesco-Gedankens, seit dem Jahr 2000 Landeskoordinator für Niedersachsen. Den Wechsel auf Bundesebene geht er mit großem Elan und Neugierde an: „Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe, auf das Kennenlernen von spannenden Menschen, anderen Kulturen, Reibung und Begegnung mit auch für mich Fremdem“, sagt Rickert, dessen Begeisterung deutlich in seiner Stimme zu hören ist. Denn neben nationalen Aufgaben wird der Neuberliner künftig auch viele internationale Tätigkeiten übernehmen, die deutsche Unseco-Kommission bei verschiedenen Gelegenheiten im Ausland repräsentieren, zum ersten Mal im Oktober bei einer Fachtagung in Österreich. Auch bundesweit wird er viel reisen, Auszeichnungen an Unesco-Projektschulen vergeben, die sich dem mehrjährigen Zertifizierungsprozess erfolgreich unterzogen haben, Tagungen organisieren und Kontakte zu den Landeskoordinatoren pflegen. Seinen ersten öffentlichen Auftritt hat er, wenn er nun mit dem Nobelpreisträger Eric Kandel, einem New Yorker Neurowissenschaftler, in Berlin eine Unesco-Schule auf dessen Namen tauft.

Bildung und Erziehung, Friedenspädagogik, Menschenrechts- und Demokratie-Erziehung — die Idee eines weltumspannenden Netzwerkes, das sich mit diesen Kernbereichen des Unesco-Gedankens auseinandersetzt, hat den jetzt Ex-Lüneburger schon während des Studiums fasziniert. „Die Unesco-Fährte hat damals Prof. Gottfried Hausmann bei mir gelegt, er war Unesco-Chairman und hatte den ersten Lehrstuhl für vergleichende Erziehungswissenschaften in Deutschland inne“, erinnert sich Rickert. Seither sei seine Antriebsfeder die Auseinandersetzung mit anderen Kulturen und die Frage, wie man mit Jugendlichen die Fragen der Gegenwart und Zukunft erörtere. „Wie man mit Jugendlichen Lösungen und Ideen entwickelt, wie unsere Welt zukunftsfähig bleibt.“

Teils wird der Unesco-Bundeskoordinator diesen Fragen auch noch in Niedersachsen nachgehen, denn gänzlich würde Kultusministerin Dr. Gabriele Heinen-Kljajic nicht auf ihn verzichten wollen, berichtet Heinz-Jürgen Rickert. Um einige große Projekte auf Landesebene werde er sich auch in Zukunft kümmern, beispielsweise die Deutsch-Afrikanische Jugendakademie und Workshops in Kooperation mit dem Gustav-Stresemann-Institut Bad Bevensen.

One comment

  1. Nun ja, das nach Eric Kandel benannte Gymnasium und somit der erste öffentliche Auftritt von Heinz-Jürgen Rickert liegt in Ahrensburg bei Hamburg, aber wer wird schon solche Kleinigkeiten achten :p