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Triathleten fanden den Weg zum Bleckeder Bibermann nicht, Lüneburg-Besucher aus dem Osten kommen zu spät zu Terminen oder ins Bierzelt auf den Sülzwiesen. Schuld ist eine Baustelle an der Bundesstraße 216, die manchen Autofahrer zur Verzweiflung treibt. Foto:be
Triathleten fanden den Weg zum Bleckeder Bibermann nicht, Lüneburg-Besucher aus dem Osten kommen zu spät zu Terminen oder ins Bierzelt auf den Sülzwiesen. Schuld ist eine Baustelle an der Bundesstraße 216, die manchen Autofahrer zur Verzweiflung treibt. Foto:be

Wirrwarr an der Baustelle

us Lüneburg. Umleitungen, Straßensperren, irreführende Hinweisschilder und Leitbaken die aktuelle Baustelle an der Bundesstraße 216 auf Höhe des Gewerbegebiets Bilmer Berg fordert Autofahrern einiges ab. Deutliche Kritik kommt jetzt von einem Lüneburger Unternehmer. Die zuständige Straßenbaubehörde räumt ein, dass die Verkehrsführung nicht einfach sei, Kritik sei aber nur in Einzelfällen geäußert worden.

„Die Ausschilderung ist selbst für Einheimische kaum nachvollziehbar“, beklagt Unternehmer Harald Jannott aus Lüneburg die derzeitige Situation am Bilmer Berg und im Industriegebiet Hafen. Er selbst habe zwanzig Minuten gebraucht, um sich eine Übersicht zu verschaffen. Erst mittels einer von der Homepage der Straßenbaubehörde heruntergeladenen Skizze habe er erkennen können, welche Wege von seinem Standort an der Georg-Leppien-Straße in die Stadt sinnvoll seien. „Wenn man den ausgeschilderten Straßen folgt, landet man irgendwann im Nirwana“, beklagt der Unternehmer. „Autofahrer, die von auswärts kommen, sind hier vollkommen aufgeschmissen.“

Nicht nur irreführend, sondern „echt gefährlich“ sei die Wegeführung für Autofahrer, die aus Richtung Melbeck kommend nach Lüneburg wollen und auf Höhe Bilmer Berg von der Ostumgehung heruntergeleitet und auf die B216 Richtung Barendorf geschickt werden. „Abgesehen davon, dass für die meisten nicht nachvollziehbar ist, warum sie diesen Weg nehmen sollen: Durch die unzureichende Leitbakenführung landen viele auf der bisherigen Geradeausfahrspur. Diese ist aber jetzt für den aus Barendorf kommenden Gegenverkehr vorgesehen. Da gab es schon zum Teil sehr gefährliche Begegnungen.“

Er habe sich an die Straßenbaubehörde gewandt, von dort aber keine Antwort bekommen. Auf LZ-Nachfrage sagte Behördenchef Dirk Möller: „Bis auf vereinzelte Kritik haben wir bisher noch keine negativen Effekte wahrnehmen können.“ Zwar räumt er ein, dass die Verkehrsführung „nicht einfach“ sei, aber: „Wenn Herr Janott konkrete Missstände beklagt, soll er sie benennen.“

Auf ein Problem macht ein anderer LZ-Leser aufmerksam: „Teilweise werden die Angaben auf den normalen Hinweistafeln nicht abgeklebt. Auswärtige stehen dann auf dem Schlauch, wenn sie den Ausschilderungen folgen.“ Beispiel: die Situation am Kreisel im Gewerbegebiet Bilmer Berg. Ein anderer Leser moniert die Ausschilderung für Fahrer, die von Bleckede kommend nach Lüneburg fahren wollen. „Erst kurz vor der gesperrten Abfahrt von der L221 auf die B216 erfährt man, dass diese Richtung gesperrt ist.“

Zu diesem Sachverhalt konnte sich die Straßenbauverwaltung am Freitag nicht äußern. Dazu sei man erst nächste Woche in der Lage.

Dritte Bauphase

Am Montag beginnt die 3. Bauphase der Fahrbahnerneuerung zwischen Lüneburg und dem Kreisel vor Barendorf. Wie die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mitteilt, umfasst der anstehende Abschnitt die Sanierung der Anschlussstelle Neu Hagen/Bilmer Berg (Kreuzung Sternpartner) bis zur Stadtgrenze. Der Streckenabschnitt wird voll gesperrt. Stadtauswärts wird der Verkehr aus der Dahlenburger Landstraße über Theodor-Heuss- und Konrad-Adenauer-Straße zur Anschlussstelle Kaltenmoor geführt. Stadteinwärts müssen Autofahrer aus Richtung Dannenberg auf die Ostumgehung in Richtung Lübeck/Hamburg ausweichen. Von den Abfahrten Stadtkoppel und Bleckeder Landstraße geht‘s ins Zentrum. Der Verkehr aus Hamburg wird ebenfalls über die Stadtkoppel umgeleitet. Da der Verkehr aus Richtung Hamburg an der Anschlussstelle Neu Hagen/Bilmer Berg nicht direkt in Richtung Dannenberg auffahren kann, wird er über die Anschlussstelle Kaltenmoor geführt und von dort zurück in Richtung Dannenberg. Ein Auffahren Neu Hagen/Bilmer Berg in Richtung Uelzen/Soltau ist aus Richtung Dannenberg kommend ebenfalls nicht möglich. Daher wird der Verkehr über die Stadtkoppel geführt und von dort zurück in Richtung Uelzen/Soltau. Die Erreichbarkeit der Industrie- und Gewerbegebiete über die Verbindungsrampe zwischen Bundesstraße 216 und Lilienthalstraße sowie Auf den Blöcken ist gegeben. Voraussichtliche Baudauer: ein bis zwei Wochen.

2 Kommentare

  1. Ich finde die Aussage von Herrn Möller
    ( „Wenn Herr Janott konkrete Missstände beklagt, soll er sie benennen.“ )
    ganz schön unverschämt.

    Die Missstände wurden durch Herrn Janott deutlich benannt.!

    Vielleicht hätte Herr Möller bessser sagen sollen das es ihm egal ist
    ob sich jemand beschwert oder nicht. Dann währe er wenigstens ehrlich.

    Die einzigen offiziellen die auf dieser Baustelle anscheinend ein Plan
    haben, sind nach meiner Meinung die Bauarbeiter. Die sind wirklich schnell die Jungs
    und zeigen richtig Einstaz.
    Daran sollte sich die Behörde von Herrn Möller mal ein Beispiel nehmen.

    freundlich Grüße
    Ein „genervter Autofahrer“ aus Amelinghausen

  2. Warum veröffentlicht die LZ nicht die aktuelle Umleitung als Skizze, jeweils aktualisiert auf den jeweiligen Baustellenstand. Dieses wäre einmal ein Service für den morgendlichen Leser. Besser, als jeweils eine Irrfahrt mit mangelhafter Beschilderung aus Bleckede kommend zu vermeiden.