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Rund 100 Feuerwehrleute waren im Juni zwischen Mechtersen und Dachtmissen im Einsatz, um den Brand auf einer etwa 16 Hektar großen Waldfläche zu löschen. Sie verhinderten gerade noch Schlimmeres. Foto: jj
Rund 100 Feuerwehrleute waren im Juni zwischen Mechtersen und Dachtmissen im Einsatz, um den Brand auf einer etwa 16 Hektar großen Waldfläche zu löschen. Sie verhinderten gerade noch Schlimmeres. Foto: jj

Mehr Einsätze für Wehren im Kreis

emi Amelinghausen. Die Waldbrandgefahr war bei der Verbandsversammlung in der Lopautalhalle gleich mehrmals Thema. Zu Beginn der Veranstaltung mit rund 250 Delegierten und weiteren Gästen erinnerte Verbandsvorsitzender und Kreisbrandmeister Torsten Hensel an das verheerende Feuer, das 1975 in den Landkreisen Gifhorn, Celle und Lüchow-Dannenberg mehr als 8000 Hektar an Wald-, Moor- und Heideland zerstört sowie Menschenleben gefordert hatte. Anlässlich des 40. Jahrestages dieser Katastrophe warnte auch Gastredner Dr. Uwe Barge, Leiter im Forstamt Göhrde, davor, die Gefahr zu unterschätzen. Solch schwere Unglücke könnten jederzeit wieder passieren.

Gerade noch Schlimmeres verhindert haben rund 100 Feuerwehrmänner und -frauen zum Beispiel erst im Juni dieses Jahres. Damals war eine rund 16 Hektar große Waldfläche zwischen Mechtersen und Dachtmissen in Flammen aufgegangen. Die Löscharbeiten hatten mehrere Tage gedauert, da sich das Feuer tief in die Humusschicht hineingefressen hatte. Dieser Einsatz war laut Mirko Dannenfeld einer der spektakulärsten 2015. Der Leiter der Feuerwehr-Einsatz- und Rettungsleitstelle blickte in seinem Bericht auf das Einsatzgeschehen in den ersten sieben Monaten dieses Jahres zurück, erinnerte auch an besonders tragische Momente.

Laut Bericht mussten die Feuerwehren im Kreis 899-mal ausrücken also 216-mal öfter als zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. In 199 Fällen war Feuer der Grund, 548 Einsätze entfielen auf technische Hilfeleistungen davon zum Beispiel 311 Sturm- und Regeneinsätze, 74 Türöffnungen und 8 Tierrettungen. Außerdem gab es 152 Fehl­alarme.

Für die 199 Brandeinsätze war in den häufigsten Fällen Feuer im Gebäude die Ursache, darüber hinaus gab es 33 Müllcontainer-, 22 Fahrzeug- sowie 21 Wald- und Flächenbrände.Besonders häufig mussten die Kameradinnen und Kameraden in diesem Jahr wegen Unwetter aufbrechen. Zwei große Sturmfronten sorgten für so viele Einsätze wie lange nicht mehr: Am 10. Januar rückten die Wehren deshalb etwa 140-mal aus, am 31. März rund 110-mal.

Neben den Berichten und Wahlen zum Vorstand standen auch Ehrungen auf der Tagesordnung: Die Niedersächsische Feuerwehr-Ehrenmedaille erhielt Klaus Eckhoff (Lüneburg), die Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen in Silber erhielt Wilfried Seimetz (Lüneburg), die Deutsche Feuerwehr-Ehrenmedaille wurde an die Samtgemeindebürgermeister Josef Röttgers (Gellersen) und Helmut Völker (Amelinghausen) verliehen. Andreas Seidenkranz (Barendorf) und Rainer Schütze (Amelinghausen) erhielten das Feuerwehrehrenkreuz des deutschen Feuerwehrverbandes in Silber. Über das Silberne Ehrenzeichen am Bande des Landes Niedersachsen durften sich Heiner Müller (Süttorf) und Ralf Harst (Scharnebeck) freuen. Nach der Versammlung fanden die Wettkämpfe statt.

Wettkämpfe erstmals direkt im Anschluss

Es war ein „Kreisfeuerwehrtag der kurzen Wege“ in Amelinghausen: Auf dem Vorplatz der Lopautalhalle war eine Schlemmermeile eingerichtet worden, die Kreiswettbewerbe fanden auf der gegenüberliegenden Wiese statt. Auf dem nebenanliegenden Sportplatz hatten die Kinderfeuerwehren die Abnahme des Kinderfeuerwehrabzeichens „Brandfloh“. Alle 56 teilnehmenden Kinder bestanden. Bei den Jugendfeuerwehren fand zeitgleich die Abnahme der Jugendflamme 2 statt.
29Am Nachmittag wurden die Kreiswettbewerbe der Feuerwehren durchgeführt. Bei den Gruppen mit Tragkraftspritzen siegte die Feuerwehr Wendhausen vor Garze und Tosterglope, die weiteren Plätze belegten Jürgenstorf, Stapel 1 und Südergellersen. Bei den Wettbewerben mit Löschgruppenfahrzeugen siegte Melbeck vor Artlenburg und Ellringen-Dahlem. sü