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Schiffshebewerk: Klares Bekenntnis zu einer neuen Schleuse eingefordert

lz Lüneburg. Eine Reihe von Abgeordneten des Deutschen Bundestages hat heute zusammen mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, das Schiffshebewerk in Scharnebeck besucht. Gemeinsam mit Vertretern aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik tauschten sie sich auf Einladung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg über Kapazitätsentwicklungen und Verkehrsprognosen des Elbe-Seitenkanals (ESK) sowie über die dringende Notwendigkeit eines Schleusenneubaus aus.

Mit Blick auf die bevorstehende Aufstellung des Bundesverkehrswegeplans warb Olaf Kahle, Präsident der IHK Lüneburg-Wolfsburg, um Unterstützung für eine neue Schleuse in Scharnebeck. „Die Schleuse muss so schnell es geht geplant und gebaut werden. Laut Verkehrsprognose für das Jahr 2030 ist in fünf bis acht Jahren Schluss am Schiffshebewerk – dann sind die Kapazitätsgrenzen erreicht“, sagte Kahle. In Richtung Bund fügte Michael Zeinert, Hauptgeschäftsführer der IHK Lüneburg-Wolfsburg, hinzu: „Die norddeutsche Wirtschaft braucht jetzt ein klares Signal.“ Den vielen Worten müssten endlich Taten folgen. „Kommt die Schleuse Ende des Jahres nicht in den Bundesverkehrswegeplan 2015, ist sie für die nächsten 25 Jahre vom Tisch“, stellte Zeinert klar. Der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann sicherte zu, dass die Argumente für die Schleuse in die Bewertung zum neuen Bundesverkehrswegeplan einfließen werden.

Nach einer Besichtigung der Schleuse diskutierten die Bundespolitiker mit den Teilnehmern über die überregionale Relevanz des Elbe-Seitenkanals und der Schleuse für die Binnenschifffahrt – beispielsweise auch für die wirtschaftliche Entwicklung zwischen Lüneburg und Wolfsburg und die Anbindung des größten deutschen Überseehafens Hamburg an sein Hinterland.

Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt wies darauf hin, dass die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes alle erforderlichen fachlichen Voraussetzungen für eine Entscheidung vorbereitet habe. „Vorrang hat jedoch die Grundinstandsetzung des Schiffshebewerks Scharnebeck.“ Martin Köther, Leiter des Wasser- und Schifffahrtamtes Uelzen, zufolge würde es sich bei der neuen Schleuse in Scharnebeck mit einer Fallhöhe von 38 Metern um die größte Sparschleuse der Welt handeln.

Mehr dazu am Donnerstag in der LZ.

12 Kommentare

  1. Schiffshebewerk: Klares Bekenntnis zu einer neuen Schleuse eingefordert
    prima, lasst die bezahlen, die sie haben wollen, schon beruhigt sich das mit dem einfordern.

  2. Haben Sie sich über den konkreten Hintergund informiert oder wollten Sie nur mal irgendwas absondern?

    • Möricke
      ersteres. ein größeres hebewerk ist überflüssig. hier will nur mal wieder die stahllobby sich bereichern. immer schön mit der betonlobby im wechsel. die schleuse in uelzen ist aus beton und viel teurer als ein schiffshebewerk und wurde trotzdem gebaut. es soll sowas wie schubverbände geben. wozu auf dem kanal dann größere schiffe? und größe hebewerke und usw.

  3. Das Nasivin-Fläschchen von Frau Lotze plumpst aus einer Fallhöhe von 38 Metern in die bald größte Sparschleuse der Welt. Die schalkhaften Herren freuen sich. Hiltrud – und Eckhard selbstredend auch – drängen sich trotzdem (gute Miene zum bösen Spiel) seitlich ins Gruppenbild mit Dame. Dabeisein ist alles!

    Gleich werden die elf gutgelaunten Spaßmacher strammstehen und gemeinsam von ganz oben die „Battle Hymn for a better Zukunft“ übers tosende Wasser schmettern: „Mine Eyes Have Seen the Glory“ oder: „Schleuse in Scharnebeck Ja! A 39 Nein!“

  4. Der Herr Bruns ist anscheinend vom Fach!!!
    Das Hebewerk ist überaltert es quietscht und zerrt an allen Ecken! Es steht mehr still als es in Bewegung ist!
    Es ist damals auch nicht für 24std betrieb im Betrieb gegangen
    Und was hat stahllobby nun damit zu tun? Soll doch ne Schleuse kommen? Vielleicht erbauen die aber dann sofort eine vernünftige Schleuse und nicht so eine anfällige und von innen schon mit Schimmel Befallenes Ding wie in Uelzen!
    Fakt ist es muss was her für den reibungslosen Durchlauf!
    Und wenn schon was neues dann wird es nach den neuen Größen der GMS gebaut.

    • „…nicht für 24std betrieb im Betrieb gegangen“?

      Für mehr?

      Für 26 oder 32 Stunden?

      So nach dem Motto von unsern liaben Frrooanzzzz: „In einem Jahr hab ich mal 15 Monate durchgespielt“ ?

    • Capi
      wenn es mehr still steht, warum dann etwas neues? 24 std? seit wann findet das denn an diesem hebewerk statt? 24 std und die meiste zeit im stillstand? was denn nun?gründe , die belegen, dass man geld aus dem fenster werfen kann, gibt es genug. reibungslos geht alles, was geschmiert wird. ich würde das schiffshebewerk schmieren und nicht die lobby mit ihren politikern. und wo steht geschrieben, dass der steuerzahler für die bequemen wege der gewinne der wirtschaft zuständig sein soll?

  5. Vielleicht nicht alles korrekt geschrieben aber früher ging es ne von 6-22uhr der Betrieb
    Nun läuft das Teil ja rund um die Uhr und es treten immer mehr defekte auf! Die Schiffe wurden die jahrzente auch größer und somit Belastung auf das Bauwerk .
    Das Ding ist halt in die Jahre gekommen und deshalb muss da was neues kommen ! Und grosse ist ja eigentlich egal aber andere Dimensionen wie zB Uelzen wäre ja Blödsinn …

    • korrekt?? wg. Gewicht größerer Schiffe im Wasser mal im Physikbuch nachblättern.

      • Containerschiff, Typ VLCS Länge 397 m, Breite 56 m, Tiefgang 15,5 m, Besatzung 13 Mann, Baukosten ca. 145 Mio. Dollar, Dienstgeschwindigkeit 25 kn (46,3 km/h), Höchstgeschwindigkeit 27 kn (50 km/h)

        Ladung 11.000 TEU (Reederei-Angabe), davon Reefercontainer 1000 FEU, Tragfähigkeit 110.000 tdw, Reihen auf Deck 22

        Hauptantrieb, Hersteller/Typ Wärtsilä 14RTflex 96C, Zylinder/Hubraum 14/25.480 Liter, Umdrehungen/Minute 102, Leistung gesamt 80.080 kW, Motorlänge 25,91 m, Breite 7,47 m, Höhe 13,52 m, Gewicht 2300 t

        Sonst noch was?

        11.000 Zwanzig-Fuß-Container entsprechen der Reederei zufolge einem Zug von 71 Kilometer Länge. Ein solches Schiff legt rund 170.000 Seemeilen im Jahr zurück (entspricht etwa siebeneinhalb Erdumrundungen). Ein Anker hat das Gewicht von fünf ausgewachsenen afrikanischen Elefanten.

        ETWA 35.000 Tonnen

  6. noch mal kurz von vorn:

    a) ob man mit einem Sportboot oder mit einem 2000 t brutto Schiff in den Trog fährt:
    ist egal, die Hebewerk-Motoren haben immer das gleiche (etwa 6000t) zu bewegen. Warum: Archimedes!
    b) Das Hebewerk ist 24/7 in Betrieb.
    c) Baujahr 1975. Das Hebewerk ist in die Jahre gekommen. Sichtbare Großschäden.
    d) Das Hebewerk ist ein Nadelöhr: es ist für die aktuellen Binnenschiffe zu klein.
    e) Frage steht im Raum: wie lange kann man noch reparieren, wann muss Ersatz her, welcher Ersatz ist wirtschaftlich.
    Welche Prognosen und Anforderungen gehen vom Hafen Hamburg und vom Industriegebiet Wolfsburg/Salzgitter aus.

    Darum geht es.

    • Darum geht es nicht. es geht darum, auf andere leute kosten geschäfte zu machen. d ist dummes zeug. nach oben gibt es grenzen. oder wie viele brücken soll man abreißen? schubverbände sind vernünftiger und billiger.