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Totschlag statt Mord?

ca Lüneburg. Es sei kein Mord sondern Totschlag gewesen, sein Mandant habe im Affekt gehandelt und quasi in Wut seine Frau und deren Freundin getötet, sagte eben Verteidiger Prof. Dr. Steffen Stern im Kaltenmoorer Doppelmord-Prozess. Er plädierte auf Totschlag. Wie berichtet muss sich Ziad G. vorm Landgericht Lüneburg verantworten, weil er die beiden Frauen im am 4. Januar in der ehelichen Wohnung an der Adolf-Reichwein-Straße mit rund 40 Messerstichen getötet hatte.

Anders als die Staatsanwaltschaft, die auf Mord in zwei Fällen und besondere Schwere der Schuld plädiert hatte, sieht die Verteidigung eine zusammenhängende Tat und aus juristischer Sicht einen Totschlag. Damit würde auch die besondere Schwere der Schuld keine Rolle mehr spielen. Steht dieser Passus im Urteil, kann der Verurteilte nicht damit rechnen frühzeitiger aus der Haft zu kommen.

Die Kammer unter Vorsitz von Richter Wolter will ihr Urteil gegen 14.30 Uhr verkünden.

Mehr lesen Sie am Freitag in der LZ.

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