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Gute Stimmung im Jugendhaus Kirchgellersen: Mitarbeiterin Meike Felske (hi.re.) und die Jugendlichen freuen sich, dass die Finanzierung für die nächsten Jahre gesichert ist. Foto: uk
Gute Stimmung im Jugendhaus Kirchgellersen: Mitarbeiterin Meike Felske (hi.re.) und die Jugendlichen freuen sich, dass die Finanzierung für die nächsten Jahre gesichert ist. Foto: uk

Reppenstedt: Schulterschluss für Jugendhaus

uk Reppenstedt. Die Finanzierung für das Jugendhaus Kirchgellersen ist gesichert. Mit der Zustimmung zu einer neuen Vereinbarung zwischen der St.-Laurentius-Kirchengemeinde als Träger und der Samtgemeinde Gellersen legte jetzt der Ausschuss für Jugend, Partnerschaft und Kultur die Grundlage. Demnach erhält die Kirchengemeinde für den Betrieb des Jugendhauses einen deutlich erhöhten Zuschuss von jeweils 18150 Euro für 2015 und die kommenden beiden Jahre.

Seit vielen Jahren unterstützt die Samtgemeinde den Betrieb des Jugendhauses finanziell, zuletzt in den Haushaltsjahren 2012 bis 2014 mit einer Summe von 13300 Euro im Jahr. „Es gibt keine Berührungsängste zwischen Kirche und Kommune, denn wir arbeiten alle für die Menschen vor Ort“, sagte Samtgemeindebürgermeister Josef Röttgers.

Pastor Andreas Zachmann stimmte ihm zu, warb zugleich eindringlich um eine Erhöhung des Zuschusses. „Im Jugendhaus wird jeden Tag gute Arbeit gemacht, und genau so soll es weitergehen.“ Die Jugendlichen kämen, weil sie Spaß haben, sich mit Freunden treffen oder auch mal über Sorgen reden wollten.

„Dafür finden sie im Jugendhaus die richtigen Ansprechpartner.“ Die bisherige Kostenkalkulation müsse jedoch korrigiert werden. „Nach Einführung der doppischen Buchführung haben wir mit Schrecken festgestellt, dass es tatsächlich Kosten von 34000 Euro sind statt der kalkulierten 24000 Euro im Jahr.“

So seien beim Personal lediglich die Stunden für die Öffnungszeiten eingeflossen, nicht jedoch die Vorbereitungszeiten und auch nicht die Kosten für die Reinigung des Hauses. „Das Haus ist ein Kraftakt für uns“, schilderte Zachmann. Da der Gemeinde aus Kirchensteuermitteln insgesamt nur 59000 Euro im Jahr für die Gemeindearbeit und Bauunterhaltung zur Verfügung stünden, sei die Summe für das Jugendhaus „einfach zu groß“.

Der Appell des Pastors fiel bei den Ausschussmitgliedern durchweg auf fruchtbaren Boden. „Wir stimmen begeistert zu“, fasste Oliver Glodzei (Grüne) sich kurz. Seine Parteikollegin Claudia Kalisch lobte das „wertvolle Engagement, das den Jugendlichen eine geschützten Raum bietet“. Und Ursula Freitag (SPD), zugleich Kirchgellerser Bürgermeisterin, erinnerte daran, dass das Jugendhaus künftig auch ein Anlaufpunkt für die steigende Zahl von jungen Flüchtlingen in Kirchgellersen sein könne.

Der neue Vertrag gilt bis 2017. Die Zuschusssumme setzt sich zusammen aus einem Festbetrag von 5500 Euro und einem Betrag von 55 Prozent der Personal- und Bewirtschaftungskosten, maximal jedoch 12650 Euro.

Langsam in Schwung kommt der 2013 neu eröffnete Jugendtreff in Südergellersen. Wie Jugendpflegerin Denise Mickoleit vor dem Ausschuss berichtete, sei die Zahl der Besucher mit durchschnittlich fünf bis sechs Jugendlichen pro Öffnungstag 2015 zwar immer noch niedrig, aber deutlich besser als in den Vorjahren. Mangels Teilnehmern hatten 2014 etliche Aktionen ausfallen müssen.