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Sigrid Ruth vom Landkreis und Joschka Schiller vom ASB begleiten Aufbau und Pflege der Defi-App Lüneburg schockt. Foto: t&w
Sigrid Ruth vom Landkreis und Joschka Schiller vom ASB begleiten Aufbau und Pflege der Defi-App Lüneburg schockt. Foto: t&w

„Lüneburg schockt“ – Neue App zur Hilfe bei Herznotfällen

dth Lüneburg. Die neue Online-Anwendung für Smartphones zur Anzeige von Defi­brillator-Standorten in Stadt und Landkreis Lüneburg ist jetzt verfügbar, aber noch im Aufbau. Gemeinsam mit dem Lüneburger Kreisverband des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) bereitete der Kreis die neue Anwendung vor. Den offiziellen Startschuss für „Lüneburg schockt“ gaben jetztLandrat Manfred Nahrstedt und ASB-Geschäftsführer Harald Kreft. Dieser warb eindringlich für die kostenlose App: „Lüneburg schockt hilft Leben retten. Machen Sie mit!“

Laut ASB-Sprecher Joschka Schiller verzeichne das Lüneburger Klinikum jährlich rund 700 Herznotfälle in Stadt und Landkreis. „Je schneller erste Rettungsmaßnahmen eingeleitet werden, desto höher ist die Überlebenschance.“ Dabei helfen die sogenannten „Automatischen Externen Defibrillatoren“ (AED). Deren nächstgelegene Standorte werden in der App „Lüneburg schockt“ auf einer Google-Karte mit Wegbeschreibung angezeigt. Wie bei jedem Notfall sollten Ersthelfer auch beim Einsatz eines Defis sofort den Rettungsdienst alarmieren. Dabei unterstützt die App nicht nur durch einen Notruf-Button, sondern zeigt auf dem Handybildschirm auch die aktuelle Adresse an.

Die Wartung der App übernimmt der Lüneburger ASB, Schirmherr ist der Landkreis, der sich seit 2011 gemeinsam mit den Gemeinden dafür einsetzt, Defibrillatoren und ihre Funktionsweise bekannter zu machen. Mit rund 10000 Euro unterstützt die Sparkassen-Stiftung das „Schockt“-Projekt, das der ASB Hamburg ins Leben gerufen hat.

Vor allem die die zuverlässige Pflege der Daten hat den Landkreis veranlasst, sich von der mit der Markplatz GmbH entwickelten eigenen App „Defi-Info“ zu verabschieden. „Wir hatten zunehmend Probleme die Daten aktuell zu halten“, sagt Kreismitarbeiterin Sigrid Ruth. Die neue App „Lüneburg schockt“ soll nun beispielsweise auch die Öffnungszeiten der Defi-Standorte berücksichtigen, damit Ersthelfer im Notfall nicht vor verschlossenen Türen stehen. ASB-Sprecher Schiller ergänzt: „Eine regional abgestimmte App animiert hoffentlich die Leute zum Herunterladen.“ Dabei könne die App aber auch auf Datensätze anderer beteiligter ASB-Verbände zugreifen. Wer „Lüneburg schockt“ auf seinem Smartphone installiert, sieht in Hamburg auch die Defi-Standorte von „Hamburg schockt.“

Der Lüneburger Ableger ist noch im Aufbau, bis vor Kurzem waren nur die vier Standorte bei der Lüneburger Kreisverwaltung und beim ASB-Kreisverband verzeichnet. Mehr als 50 weitere sollen in den kommenden Wochen folgen. „Die Qualität der App steigt mit zunehmender Datenmenge“, sagte ASB-Kreisgeschäftsführer Harald Kreft, „wir sind daher in Zukunft auch auf die Unterstützung von Bürgern, Vereinen und Firmen angewiesen.“ Unter www.lueneburg-schockt.de können weitere Standorte zur Registrierung angemeldet werden.

One comment

  1. Ich habe das gestern mal ausprobiert mit der Funktion „Defi suchen“:
    Mein Standort wird gezeigt und das war es dann. Klicke ich unten bei der App auf „Defi vorhanden“ lande ich auf Google-Maps und ich komme nur in das Menue zurück, wenn ich die App neu starte.

    Die Handhabung erklärt sich nicht von selbst und meiner Meinung nach müsste bei Defi-Suche eine Verbindungslinie zwischen meinem Standort und dem nächsten Defi angezeigt werden. So taugt das nix.