Donnerstag , 8. Dezember 2016
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Die Belastungsgrenzen für die Brücke an der Willy-Brandt-Straße sind bereits reduziert worden, zwei Laster sollen nicht gleichzeitig über die Querung rollen. Die Brücke muss erneuert werden. Foto: be
Die Belastungsgrenzen für die Brücke an der Willy-Brandt-Straße sind bereits reduziert worden, zwei Laster sollen nicht gleichzeitig über die Querung rollen. Die Brücke muss erneuert werden. Foto: be

Wandrahmbrücke wird erneuert

as Lüneburg. Die Wandrahmbrücke gehört zu Lüneburgs Hauptverkehrsader, dem Stadtring. Da der Spannstahl korrosionsgefährdet ist, beschloss die Bauverwaltung bereits Ende 2013, dass die Brücke erneuert werden soll. Anfang des kommenden Jahres soll die Brücke nun abgerissen werden, danach eine neue Querung entstehen. Das Projekt beschäftigt den Rat der Stadt, denn der muss grünes Licht geben, dass in den kommenden Jahren Mittel über so genannte Verpflichtungsermächtigungen bereitgestellt werden.

Dass die Wandrahmbrücke, die 1955 entstanden ist, stark sanierungsbedürftig ist, ergab eine Brückenprüfung bereits im Jahr 2010. Die Stadt entschloss sich schließlich zum Neubau, geschätzte Kosten anfänglich rund sechs Millionen Euro. Eine Zuwendung des Landes war seinerzeit nicht zu erwarten. Erst die weiteren Planungen und Gespräche mit der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr ergaben, dass die Stadt Fördermittel für den Neubau einwerben kann.

Gleichzeitig stellte sich im Rahmen der Planungen heraus, dass die Baukosten reduziert werden konnten. Uta Hesebeck, Fachbereichsleiterin Straßen- und Ingenieurbau: „Die Maßnahme wurde vorläufig auf drei Millionen Euro veranschlagt. Im Juli dieses Jahres hat das beauftragte Planungsbüro eine detaillierte Kostenschätzung vorgelegt, die sich auf 3,5 Millionen Euro beläuft.“ Im Haushalt 2015 sind dafür bereits Planungsmittel veranschlagt und eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von drei Millionen Euro. Da die Vergabe noch in diesem Jahr erfolgen wird, muss der Rat die Verwaltung ermächtigen, dass in den kommenden Haushalten das gesamte Geld bereitgestellt wird. Die geplante Verpflichtigungsmächtigung von drei Millionen Euro muss nun um weitere 500000 Euro angehoben werden. Da das Land den Neubau der Brücke fördert, beläuft sich der Eigenanteil der Stadt auf 1,74 Millionen Euro.

Wann genau Anfang 2016 mit dem Abriss der Brücke begonnen wird, steht noch nicht fest. Der Stadtring wird dann aber zwischen der Kreuzung Stresemannstraße/Willy-Brandt-Straße und der Kreuzung Altenbrückertorstraße/Willy-Brandt-Straße mehrere Monate gesperrt sein. Detaillierte Umleitungen gibt die Stadt rechtzeitig bekannt.

One comment

  1. „… Im Juli dieses Jahres hat das beauftragte Planungsbüro eine detaillierte Kostenschätzung vorgelegt, die sich auf 3,5 Millionen Euro beläuft.“
    Wenn diese Kalkulation für ein öffentliches Bauvorhaben (natürlich nicht mit dem Betonklotz am Bockelsberg zu vergleichen) tatsächlich eingehalten wird, bringe ich Frau – Moment. Wie heißt sie? – Ah ja… Frau Hesebeck persönlich einen Blumenstrauss und wähle sie bei der nächsten Möglichkeit zur Bürgermeisterin.

    Was dann im weiteren Verlauf des Artikels zu lesen ist, verstehen aber bestimmt nur Bürokraten. Es muss eine Verpflichtungsermächtigung von 3 Mio. Euro im Haushalt erteilt werden. Weil die Brücke aber 500 Tsd. Euro teurer wird muss die Verpflichtungsermächtigung um diesen Betrag erhöht werden. Alles klar bis hier? Aber in Wirklichkeit gibt es einen Zuschuss vom Land Niedersachsen. Also muss die Stadt dann nur 1,74 Mio. für die Brücke aufbringen. Ist doch ganz einfach! Oder? Geht das eigentlich noch komplizierter?