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Millionenförderung für Leuphana-Lehrerbildung

lz Lüneburg. Die Leuphana Universität Lüneburg gehört zu den Universitäten, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ab 2016 in der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ fördern wird. Mit der Fördersumme von bis zu 3,5 Millionen Euro wollen die Leuphana-Wissenschaftler das bereits bestehende Praxis-Netzwerk aus Universität, Schulen, Studienseminaren und außerschulischen Einrichtungen ausbauen.

Die Leuphana Universität Lüneburg gehört zu den Universitäten, die das BMBF künftig im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ fördern wird. Die Fördersumme, die in der ersten Phase bis zu 3,5 Millionen Euro betragen kann, soll in den gezielteren Ausbau des bereits bestehenden Praxis-Netzwerks fließen. Dabei geht es darum, den Austausch zwischen Universität, Campus-Schulen, Studienseminaren und außerschulischen Einrichtungen weiter zu institutionalisieren. Angehende Lehrerinnen und Lehrer sollen an der Leuphana Universität Lüneburg künftig gezielt in drei pädagogischen Handlungsfeldern vorbereitet werden: „Heterogenität und Inklusion“, „Kompetenzorientierte Unterrichtsgestaltung“ und „Professionsbezogene Unterstützungsangebote im Studium“.

Projektleiter Prof. Dr. Torben Schmidt (Didaktik des Englischen) freut sich über die Förderung: „Hierdurch wird es uns möglich, den bisher eingeschlagenen Weg einer Zusammenarbeit aller Akteure der Lehrerbildung entschlossen weiter zu gehen.“

Die Leuphana, an der aktuell rund 1700 Lehramtsstudierende eingeschrieben sind, kooperiert bereits seit mehreren Jahren mit Schulen und Studienseminaren. Beispiele sind die Campus-Schulen, der Digital Classroom oder die 5-monatige Praxisphase, bei der Studierende von Lehrenden der Universität und der Studienseminare bzw. Schulpraxis gemeinsam begleitet werden.
Leuphana-Präsident Professor Dr. Sascha Spoun: „Die Leuphana entwickelt ihre Lehrerbildung als Teil und in der Mitte ihres interdisziplinären, innovativen Universitätsverständnisses. Diese Förderung erlaubt nun den Ausbau des Praxisnetzwerks im Sinne der Transdisziplinarität und damit die Verbesserung von Lernprozessen entlang der wachsenden Herausforderungen für Schulen“.

Im Handlungsfeld „Heterogenität und Inklusion“ sollen die Studierenden durch videogestützte Lernmodule und ein neu konzipiertes Lernangebot auf inklusiven Unterricht vorbereitet werden.
Im Handlungsfeld „Kompetenzorientierte Unterrichtsgestaltung“ sollen die Studierenden in kooperativen Seminarveranstaltungen zwischen Schulen und Universität Lehr-Lernformen kennenlernen und entwickeln, mit denen sie ihren späteren Unterricht kompetenzorientiert gestalten können.
Im Handlungsfeld „Professionsbezogene Unterstützungsangebote im Studium“ werden Studienelemente entwickelt, die Lehrkräften in Belastungssituationen helfen sollen. Alle Lehramtsstudierenden werden zudem aufbauend auf bestehenden Betreuungsverfahren während des Langzeitpraktikums in ihrer Unterrichtskompetenz durch einen neuen Coaching-Ansatz gestärkt.

Die „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ ist ein bundesweites Programm des BMBF. Bis zum Jahr 2023 stellt der Bund darin bis zu 500 Millionen Euro bereit. Über die Auswahl der Projekte entschied ein 18-köpfiges Gremium aus Vertreterinnen und Vertreter der Wissenschaft, der schulpraktischen Lehrerausbildung, der Studierenden sowie des Bundes und der Länder.